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Eine fast perfekte Berner Woche für den ZSC

Mit dem 5:2 gegen Biel gewinnen die Lions auch das dritte Spiel gegen einen Berner Club.

Marco Keller
Die Partie zwischen den ZSC Lions und dem EHC Biel startete sehr ausgeglichen.
Die Partie zwischen den ZSC Lions und dem EHC Biel startete sehr ausgeglichen.
Marc Schumacher/freshfocus
Doch noch im Startdrittel kamen auch die Lions zum Erfolg und so ging es mit 2:2 in die erste Pause.
Doch noch im Startdrittel kamen auch die Lions zum Erfolg und so ging es mit 2:2 in die erste Pause.
Marc Schumacher/freshfocus
Im Mitteldrittel liefen die Lions den Bielern aber davon. Krüger und Pettersson erhöhten auf 4:2.
Im Mitteldrittel liefen die Lions den Bielern aber davon. Krüger und Pettersson erhöhten auf 4:2.
Marc Schumacher/freshfocus
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Die Fans sangen die letzte Minute herunter. Was sie sahen, gefiel ihnen immer noch. 5:2 führten ihre ZSC Lions gegen die Seeländer, der Sieg war schon länger klar, und doch spielten die Zürcher weiter offensiv. Marco Pedretti hatte noch eine Chance, dann brachten die arrivierten Mitspieler sogar die jüngste Nachwuchshoffnung Noah Meier mehrfach in Abschlussposition. Nach der Schlusssirene folgte eine weitere Ovation, auch als Dank für die drei Erfolge innert fünf Tagen.

«Es war eine sehr gute Woche», bilanzierte Stürmer Dominik Diem die Phase mit dem Overtime-Sieg in Bern, dem 3:0 in Langnau und dem vierten Erfolg im fünften Vergleich mit Biel. «Gegen Bern haben wir uns gut zurückgekämpft, und am Wochenende mit klar mehr Selbstvertrauen gespielt.» Erstmals seit einem Monat und dem zweimaligen 6:1 gegen Langnau haben die Zürcher wieder zweimal in Serie nach 60 Minuten gewonnen, es war überhaupt erst der fünfte Vollerfolg im 15. Spiel des Kalenderjahres. «Wir haben sicher etwas geradliniger gespielt, und weniger Turnover zugelassen», sagte Diem, «aber man darf auch nicht vergessen, dass die Pucks wieder einmal reingefallen sind.»

Am Ursprung des gestrigen Siegs stand das 1:1 durch Diem. Axel Simic hatte sich die Scheibe durch eine harte Charge erobert, Pedretti spielte dann den freien Diem mustergültig an. Ein physisches Tor, symptomatisch für das aktuelle ZSC-Team, das auch permanent Druck auf den gegnerischen Goalie ausübt. «Wenn man so spielt, wie wir es tun, dann fallen irgendwann solche Tore», erklärt Diem.

Zwei Stunden vor diesem 46. Saisonspiel war die Gemütslage eine andere gewesen. «50 Spiel sind 6 z vill» hatten die Fans der ZSC-Kurve plakatiert, und die erste Spielphase lieferte keine Gegenargumente. Dass es nicht mehr um alles ging, hatten bereits die Goalienominationen erahnen lassen: Die Zürcher schonten Lukas Flüeler nach dessen starkem Comeback vom Vorabend, und weil Joni Ortio verletzt fehlte, gaben sie Daniel Guntern die zweite Einsatzchance von Anfang an. Für Biel kam Elien Paupe anstelle von Jonas Hiller zum Einsatz, dies trotz acht Niederlagen in den letzten neun Auswärts spielen.

Der «Schweden-Hattrick»

Im Mitteldrittel fiel die Vorentscheidung, durch Marcus Krüger und Fredrik Pettersson, der den «Schweden-Hattrick» dann mit dem 5:2 und einem seiner berüchtigten Direktschüsse perfekt machte. Von da an war Zeit fürs Schaulaufen, und nun konnte auch Guntern glänzen, vor allem gegen Yannick Rathgeb.

Vier Spiele fehlen bis zum Qualifikationsende, und die Lions haben sich bereits fast das Viertelfinal-Heimrecht gesichert, um den Rückstand auf Leader Zug aufzuholen, müsste alles zusammenpassen. Im Gegensatz zum Vorjahr, als bis zur letzten Sekunde und schliesslich erfolglos um ein Playoff-Ticket gekämpft werden musste, können die Zürcher die nächsten Wochen aber gelassen angehen. «Je mehr Partien wir bis Ende der Qualifikation noch gewinnen», so Diem, Center der dritten Linie, «desto besser ist unser Gefühl Anfang des Playoff. Es geht vor allem um den Feinschliff.»

ZSC Lions - Biel 5:2(2:2, 2:0, 1:0) 9807 Zuschauer. – SR Kaukokari/Wiegand, Altmann/Kaderli. – Tore: 6. Ullström (Rantakari/Ausschluss Chris Baltisberger) 0:1. 9. Diem (Trutmann, Simic) 1:1. 12. Suter (Roe, Noreau/Ausschlüsse Rantakari, Paupe; Krüger) 2:1. 17. Hügli (Fuchs, Brunner/Ausschluss Trutmann) 2:2. 33. Krüger (Bodenmann, Trutmann) 3:2. 38. Pettersson (Sigrist) 4:2. 44. Pettersson (Roe/Ausschluss Ullström) 5:2. ZSC Lions: Guntern; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Sutter, Meier; Chris Baltisberger, Roe, Suter; Bodenmann, Krüger, Hollenstein; Pettersson, Diem, Sigrist; Simic, Schäppi, Pedretti.Biel: Paupe; Sataric, Kreis; Rathgeb, Forster; Rantakari, Fey; Fuchs, Ullström, Rajala; Riat, Pouliot, Hügli; Brunner, Cunti, Künzle; Tschantré, Nussbaumer, Kohler; Gustafsson.Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Ortio, Prassl, Wick (alle verletzt) und Jaakola (überzähliger Ausländer), Biel ohne Lüthi, Moser, Neuenschwander, Salmela, Ulmer (alle verletzt) und Schneider (überzähliger Ausländer). – Pfostenschuss Schäppi (8.).

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