Die Zürcher Jugend forscht – und trifft

Beim 2:0-Sieg der ZSC Lions über Servette macht die dritte Linie mit den Youngstern die Differenz.

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Gleich zwei Jubilare durften sich beim achten Heimsieg der ZSC Lions feiern lassen. Zuerst Lukas Flüeler, der am 31. Geburtstag alle 20 Schüsse auf sein Tor abwehrte und ein Ständchen gesungen bekam. Dann Justin Sigrist, der mit strahlendem Gesicht erklärte, wie er sein erstes Tor in der National League erlebt hatte. Zuerst stibitzte er Lecoultre den Puck, indem er dessen Stock anhob, dann bezwang er Mayer zum 2:0. Wobei er selbst nicht mitbekam, wo der Puck landete. «Aber als alle jubelten, nahm ich an, ich hätte getroffen.»

In Abwesenheit der verletzten Wick und Diem bekamen die Youngster noch etwas mehr Eiszeit, und sie wussten sie zu nutzen. Nicht die neu gebildete Paradelinie mit Pettersson, Roe und Suter reüssierte, es war der dritte Sturm mit Sigrist, Prassl und Chris Baltisberger, der beide Tore beisteuerte. Beim 1:0 in der 22. Minute prallte der Puck vor die Füsse Prassls, der sich mit seinem sechsten Saisontor bedankte – Sigrist durfte sich da einen Assist gutschreiben lassen. Und fast hätte auch Simic erstmals in der Meisterschaft getroffen, doch alleine auf Mayer zustürmend, sah er seinen Hocheckschuss übers Tor gelenkt.

Ein Trio mit Aussichten

«Es ist eine gute Sache, ein Farmteam zu haben», stellte Coach Rikard Grönborg nach der Partie zufrieden fest. Mit Brüschweiler sass ein weiterer junger Stürmer auf der Bank, Eiszeit bekam er indes nicht. In der Vorbereitung kämpfte sich Simic ins Team, nach der Rückkehr Krügers musste er weichen. Nun hat es wieder Platz gegeben. Simic sei körperlich schon etwas weiter als Sigrist und Brüschweiler, stellte Grönborg fest. Aber er habe Freude an allen dreien.

Dass er sich mit den Jungen auseinandersetzt, beweisen seine Beschreibungen der drei. ­Simic sei ein Kämpfer und verfüge über einen exzellenten Schuss, den er bisher in der Meisterschaft noch zu wenig gezeigt habe. ­Sigrist sei sehr smart, eher ein Passeur als ein Schütze. Und Brüschweiler sei einer, der seine Gegner in Eins-gegen-eins-Situationen aussteigen lassen könne, technisch sehr versiert. Das zeigte er in dieser Saison bei den GCK Lions, wo er in 12 Spielen schon 14 Punkte skorte. Alle drei hätten das Potenzial, dereinst beim ZSC im Powerplay zu spielen, fand Grönborg. Simic und Sigrist durften da schon schnuppern.

Sigrist pendelt zwischen Farmteam und National League und schliesst nebenbei an der United School noch seine KV-Lehre mit seinem letzten Praktikumsjahr ab. Mit Simic, der Profi ist, teilt er sich in Oerlikon eine WG. Und da scheinen sich die beiden 20-Jährigen gut zu ergänzen. «Er kocht, ich mache den Abwasch», verriet Sigrist verschmitzt lächelnd.


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Erstellt: 23.10.2019, 10:56 Uhr

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