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Die Zukunft der Flyers bleibt ungewiss

Der Verband, die Liga und die maroden Kloten Flyes suchen verzweifelt nach Lösungen. Doch die Zukunft der Zürcher Unterländer ist noch nicht gesichert.

Wie geht es weiter? Auch die Klotener Spieler sind besorgt.
Wie geht es weiter? Auch die Klotener Spieler sind besorgt.
Keystone

Gestern Abend trafen sich im Haus des Sports in Ittigen alle Parteien im Klotener Finanzdebakel am runden Tisch: der rücktrittswillige Flyers-Präsident Jürg Bircher, hochrangige Vertreter des Schweizer Eishockeyverbands (SIHF) aus den Bereichen Leistungssport und Lizenzen – sowie erstmals auch Hans-Ulrich Lehmann, der langjährige Flyers-Sponsor und Wunschnachfolger von Bircher. Das Treffen war als reine Informationsveranstaltung gedacht, als «gegenseitiges Update», wie es Verbandsdirektor Ueli Schwarz formulierte: «Wir wollen die Klotener Absichten kennen und diskutieren, was mit welchen Chancen machbar ist.»

Dabei ist die Ausgangslage eigentlich einfach. Lehmann hat noch einmal klargestellt, dass er die Flyers nur schuldenfrei übernehmen würde. «Ich investiere keinen Franken in den alten Mantel», bekräftigte der 52-Jährige, «der ist finanziell vollkommen toxisch.» Ändert der schwerreiche Geschäftsmann seine Meinung nicht, bleiben nur zwei Möglichkeiten. Entweder Bircher findet das Geld zur Begleichung der offenen Rechnungen anderswo. Oder er findet es nicht – dann käme es im besseren Fall zu Nachlassverträgen mit den Gläubigern, von denen Bircher selbst der wichtigste ist. Im schlechteren Fall käme es zum Konkurs.

Relegation in die 4. Liga?

Bei einem Konkurs könnte nur noch der Verband den Abstieg in die 4. Liga verhindern. Er müsste eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen und seine eigenen Statuten ändern – ausgerechnet in jenem Punkt, den er letzten Sommer zur Verhinderung von unverantwortlicher Geschäftsführung verschärfte. Angesichts dessen scheint es fraglich, ob die notwendige Dreiviertel-Stimmenmehrheit zustande käme. Die Ungewissheit um die Zukunft der Flyers hält an.

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