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«Wir haben im Moment etwas gar wenig Hollywood»

Marc Lüthi: 20 Jahre SCB-CEO und «nur vier, fünf Mal etwas gemacht, was nicht meiner Kernkompetenz entspricht». Bild: Raphael Moser.

Wurden Sie beim Tatzen-Derby gut unterhalten?

Das Freiluftspiel wurde wie 2007 von Langnau organisiert – weshalb nicht vom SCB?

Sie sind kein Freund solcher Anlässe. Bei Konzepten wie Kids Day und Ladies Night winken Sie ab. Weshalb?

In Anbetracht der Lücken auf der SCB-Stehrampe könnten neue Reize nicht schaden.

Mögen Sie YB den Erfolg gönnen?

«Ladies Night oder Kids Day wird es bei uns nie geben. Zumindest solange ich etwas zu sagen habe.»

Demnach fast gleichzeitig mit dem SCB.

Der SCB wird also Meister?

Bern spielt konstant in den Top 2 der Tabelle. Trotzdem gibt es Kritik. Es fehle an Attraktivität.

Namhafte Konkurrenten bekunden Mühe.

In finanzieller Hinsicht sorgen Clubs wie Zug und Lausanne für eine Änderung in der Hierarchie. Wann schlägt der SCB zurück?

Mit dem Gastronomie-Modell stösst der SCB an Grenzen.

Zum Beispiel?

Es heisst, der Mäzen von Club B investiere nicht in die erste Mannschaft.

Die Clubs profitieren auch vom Zustupf aus dem lukrativen TV-Vertrag. Was, wenn diese Einnahmen viel kleiner werden?

Bereitet Ihnen auch Sorgen, dass Bern auf dem Transfer- markt Absagen kassiert?

…wie Schlegel für Genoni?

Der Wechsel von Genoni zu Schlegel setzt im Budget mehrere 100 000 Franken frei.

Aber es scheint, als habe der SCB an Attraktivität eingebüsst.

Enzo Corvi?

«Wir wurden in den letzten drei Saisons zweimal Meister. Da muss kein Spieler Tribünen wischen.»

Vor vier, fünf Jahren gab es ebenfalls viele Absagen. Danach winkten Sie eine Erhöhung des Budgets um eine Million Franken durch.

Damals sagte ein Schweizer Nationalspieler, er wolle doch nicht an einen Ort wechseln, wo der CEO die Mannschaft zum Straftraining oder zum Tribünenwischen verdonnere.

Das spielt keine Rolle. Zuletzt hielten Sie sich mit solchen Aktionen zurück. Wird Marc Lüthi altersmilde?

Sie neigen dazu, Ihre Kompetenzen zu überschreiten.

Mit solchen Massnahmen wird die Autorität der sportlichen Führung untergraben.

Im Meisterjahr 2016 haben Sie bei einem Wutanfall in Biel in der Garderobe Marc Reichert mit einer Flasche beworfen.

Wissen Sie eigentlich, dass Ihr Trainer Kari Jalonen vor einem Rekord steht?

Er würde.

Einige Leute sagen: Jalonen hat beim SCB zu viel Einfluss.

Einige Leute sagen auch: Solange Lüthi beim SCB ist, kann gar keine andere Person zu viel Einfluss haben.