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Klotener Premiere mit Ansage

Ein 4:5 gegen Langenthal – der EHC Kloten patzt im vierten Auftritt.

Erste Niederlage: Steve Kellenberger (rechts) und der EHC Kloten.
Erste Niederlage: Steve Kellenberger (rechts) und der EHC Kloten.
Sibylle Meier

In der Vorbereitung auf die erste Saison in der zweithöchsten Schweizer Liga hatte Kloten mit vier Siegen in Folge erstaunt. Einer der damals geschlagenen Gegner war Langenthal, ein anderer das DEL-Team Schwenningen gewesen. Mit dem fünften Sieg in Serie aber wurde es nichts.

Nun, in den sogenannten Wettbewerbsspielen, erging es dem Team exakt gleich. Cupsieg in Widnau, 3:1 in Winterthur, 5:2 über Thurgau, 6:4 in Zug; im fünften Match aber strauchelte der Absteiger erstmals. Er schoss zwar vier Tore, aber die reichten im Heimspiel gegen Langenthal vor 4850 Zuschauern nicht zum Erfolg. Denn die Gäste erzielten ein Goal mehr: Brent Kelly gelang im zweiten Powerplay der Siegtreffer.

4:2 – das ist auf dem Papier so in etwa die Idealvorstellung eines Klotener Erfolgs. Die vier erzielten Treffer also passen ins Schema. «Aber wir haben zu viele Geschenke gemacht», sagte Captain Steve Kellenberger. «Man kann zwar nie alle Gegentore verhindern, manchmal geht das einfach nicht. Aber vier von fünf Langenthal-Goals kamen wegen individueller Fehler von uns zustande. Da muss sich jeder selber an der Nase nehmen.»

Einen konzentrierten Einblick in wenig erbauliches Swiss-League-Niveau erhielten die Zuschauer innerhalb von 4 Minuten und 36 Sekunden des Mitteldrittels. Da sahen sie fünf Tore, von denen das eine oder andere durchaus das Prädikat «Slapstick» verdiente.

Schon in Zug schlecht

Dass die Klotener mehr Missgeschicke und Fehlpässe produzierten als der Gegner, war erstaunlich. Und, gerade angesichts der wenig bescheidenen Klotener Ziele, auch ein bisschen bedenklich. Aber das alles hatte sich in den Partien zuvor angekündigt. «Schon gegen Zug waren wir extrem schlecht, hatten wir zu viele Tiefen in unserem Spiel», sagte Kellenberger. Den Schlendrian aber hat Kloten in der Woche seit dem Zug-Match nicht weggebracht. Getreu nach dem Motto: Wer nicht hören will, der muss halt fühlen. «Man kann es noch so oft sagen, aber die Spieler glauben das erst, wenn sie es selbst erlebt haben», erkärte Coach André Rötheli. Die Premiere der ersten Niederlage war eine mit Ansage gewesen.

Wenn denn jetzt alle nur einen Teil der Erkenntnisse aus diesem verpatzten Auftritt umsetzen, müsste in den nächsten Spielen einiges besser werden. Und die folgen jetzt nicht mehr nur Woche für Woche, sondern schon fast Schlag auf Schlag. Bis Sonntag stehen die Partien gegen La Chaux-de-Fonds, in Weinfelden gegen Thurgau und gegen Winterthur an.

Langenthal, das in den zwei Partien zuvor nur je einen Treffer erzielt hat, durfte sich über die eigene Premiere mehr freuen als Kloten. Denn dass das erste Meisterschaftsspiel der Geschichte gegen Kloten mit einem Sieg endete, hatte man nicht erwartet.

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