Erwischt es gleich einen Favoriten?

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Bern (1.) – Biel (8.)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass Bundesstädter und Seeländer sich letztmals im Playoff begegneten. 27 Jahre, um genau zu sein. Biels Sportchef Steinegger hatte damals noch kein einziges seiner 1023 NLA-Spiele absolviert – Anken, Kölliker, Gingras und Dupont hiessen die Helden beim Aussenseiter, die dem grossen SCB 1989 und 1990 ein Bein stellen wollten.

Gereicht hat es gegen Tosio, Haworth und Co. dann nur zu einem einzigen Sieg, und ein Vierteljahrhundert später geht der SCB gar als noch klareerr Favorit ins Rennen. Eine Schwachstelle ist beim Meister und Qualifikationssieger nicht zu erkennen, und obschon alle Begegnungen in der Qualifikation eng waren, erzielte Biel in vier Anläufen nur einmal mehr als einen einzigen Treffer. Die Bieler haben unter dem 67-jährigen Mike McNamara nichts zu verlieren und das zweitbeste Powerplay der Liga – doch für die zweite siegreiche Playoff-Serie nach 1990 (2:0 im Viertelfinal gegen Zug) fehlt es schlicht an Substanz. (phm)

SZ-Tipp: Bern – Biel 4:1

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ZSC Lions (2.) – Lugano (7.)

Im neuen Jahrtausend wurde das Duell Lugano gegen ZSC zum Klassiker – von 2000 bis 2004 duellierten sich die beiden Clubs fünfmal in Folge miteinander. Dass es danach nie mehr dazu kam, war primär der Fehler der Tessiner, die von 2007 bis 2015 keine Playoff-Serie mehr gewannen. Mit ihrem Finalvorstoss vom vergangenen Frühjahr zeigten sie, dass sie es doch noch können.

Luganos Potenzial ist deutlich höher einzustufen als sein siebter Rang. Und unter dem neuen Coach Greg Ireland schlossen die Bianconeri die Qualifikation mit fünf Siegen ab. Doch sie hätten sich einen anderen Gegner gewünscht als die ZSC Lions, die in ihrer Domäne, dem Offensivspiel, noch stärker sind als sie und als Team gefestigter. Und sollten die Tessiner Emotionen und Härte ins Spiel bringen, wecken sie die Löwen, die mit Blindenbacher, Kenins, Chris Baltisberger oder Thoresen Spieler haben, die im Reizklima aufblühen. (sg.)

SZ-Tipp: ZSC Lions – Lugano 4:2

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Zug (3.) – Servette (6.)

Genau so weiter wie bisher. Wenn der EV Zug diese Maxime beherzigt, sollte in der Serie gegen Servette kaum etwas passieren. Alle vier Saisonvergleiche haben die Zentralschweizer für sich entschieden, das Punkteverhältnis könnte mit 11:1 kaum eindeutiger sein. Allerdings stehen Harold Kreis und seine Spieler in den nächsten Wochen unter massivem Druck. Die erste Halbfinalqualifikation seit 2013 ist Pflicht, ansonsten müssten sich der Trainer und mehrere ausländische Arbeitnehmer einen neuen Job suchen.

Chris McSorley muss in den nächsten Tagen vor allem den Offensivbereich forcieren, wenn sein Team eine Chance haben soll, zum vierten Mal in Serie den Halbfinal zu erreichen. Kein Playoff-Team hat weniger Tore geschossen, keines ein schlechteres Powerplay. In den vier Spielen gegen Zug totalisierte der GSHC nur fünf Treffer. Noch nicht dabei waren allerdings Francis Paré und Goran Bezina, die im Januar aus der KHL von Zagreb verpflichtet wurden. (mke)

SZ-Tipp: Zug – Servette 4:1

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Lausanne (4.) – Davos (5.)

Erst zum dritten Mal in ihrer Clubgeschichte sind die Waadtländer im Playoff, erstmals überhaupt mit Heimrecht. Und während Lausanne 2014 und 2015 noch knapp unter die Top 8 rutschte und als krasser Aussenseiter ins Rennen ging, konnte es es sich diesmal gar leisten, in den letzten Wochen zahlreiche Leistungsträger zu schonen. Trainer Dan Ratushny musste seine Karten gar nie auf den Tisch legen.

Das Duell des Kanadiers mit Arno Del Curto gehört zu den reizvollsten dieser Viertelfinals Ratushny wurde in den letzten beiden Jahren mit Salzburg Meister in Österreich und gab Lausanne ein neues, offensives Gesicht. Die Waadtländer verfügen über das mit Abstand beste Powerplay der Liga (49 ihrer 154 Tore fielen in Überzahl, 21,59 Prozent betrug die Effizienz). Mit dem Team, das einst ZSC und SCB zermürbte und ins 7. Spiel zwang, hat der LHC 2017 wenig gemein. Und dass Del Curtos HCD dann am besten ist, wenn die Intensität am höchsten und die Spiele am wichtigsten sind, hat er ja zur Genüge bewiesen. (phm)

SZ-Tipp: Lausanne – Davos 3:4

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(SonntagsZeitung)

Erstellt: 26.02.2017, 14:20 Uhr

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