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Fast historischer «Derby-Gipfel» in Kloten

Kloten gegen ZSC Lions, Zweiter gegen Leader - erst einmal gab es bisher diese Konstellation.

Das Zürcher Derby gibt es seit Winter 1962, als der EHC Kloten am grünen Tisch in die oberste Spielklasse aufgenommen wurde. Das Duell begann mit einem zweistelligen Sieg des ZSC. Danach waren aber meistens die Newcomer vom Schluefweg erfolgreich. Nach dem Abstieg des Stadtklubs 1971 bis zu seiner endgültigen Rückkehr 18 Jahre später waren die Siege in den sporadischen Derbys gar einseitig verteilt. Der ZSC feierte den ersten Sieg in Kloten in der damaligen «Villa Durchzug» in den 90er-Jahren wie einen Titel.

Flyers sind physisch stabiler geworden

Insgesamt lösten die Zürcher Derbys nicht ganz jene Emotionen und jene Begeisterung aus, wie es die Berner, Tessiner oder welschen Pendants heute noch tun. Ganz selten waren es auch Kämpfe an oder um die Spitze. Deshalb ist der heutige Freitag ein spezieller, schon fast historischer Termin. Der Leader ZSC Lions trifft auf den Zweiten Kloten Flyers, die einen Punkt, aber auch zwei Spiele Rückstand haben. Die gleiche Konstellation gab es erst einmal: Am 11. Oktober 2002 gewannen die erstklassierten Löwen in der 15. Runde im Hallenstadion gegen den Verfolger Kloten 4:2.

Die Flyers könnten ihre Position an der Spitze heute mit drei Punkten konsolidieren. Vor zwei Wochen unterlagen sie beim ersten Vergleich in der Klotener Arena einem sehr starken ZSC 2:3. Damals verlor der Dritte gegen den Ersten. In den bisherigen 26 Spielen haben die Flyers aber alle Gegner mindestens einmal geschlagen und eine deutlich höhere physische Stabilität bewiesen als in früheren Jahren. In der vergangenen Saison machten sie ihre Punkte in der Qualifikation, die am Ende für Platz 3 genügten, vornehmlich gegen die Teilnehmer am Playout.

Eldebrink: «Wir brauchen eine Superleistung»

Für Trainer Anders Eldebrink braucht es eine «Superleistung», um die Mannschaft zu schlagen, die er als klar beste der Liga einstuft. Der Schwede hat vor allem die Verbesserung im Powerplay mit Genugtuung konstatiert. Mit Rintanen, Wick und Santala bringen die Flyers einen ganzen Sturm in die Top Ten der Skorerliste, er schoss bisher 42 Tore. Der neue finnische Center ist in den vergangenen Spielen treffsicherer geworden. Wick und Santala seien nach ihren Einsätzen mit den Nationalteams mental müde gewesen, hätten sich jetzt aber erholt, sagt Eldebrink.

Noch nicht wieder ins Team integriert wird Curtis Brown. Der kanadische Center hat sich von seiner Bänderdehnung am Knie erholt, doch die Schiene, die nach einem Gipsabdruck Browns in Kanada angefertigt wird, ist noch nicht in Kloten eingetroffen. Die Flyers möchten zu diesem Zeitpunkt der Saison kein Risiko eingehen.

Die Affiche «Derby und Spitzenkampf» hat in Kloten beim Vorverkauf keinen Boom ausgelöst. Die Stehplätze sind zwar alle weg, aber die Marke von 7561 Zuschauern, die einst und auch nach der Sanierung der Arena «ausverkauft» bedeutet, wird wohl nicht erreicht.

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