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Bittere Diagnose für Schweizer NHL-Profi

Nashville siegt, verliert aber Kevin Fiala: Der begabte Schweizer Stürmer hat sich schwer verletzt. Für ihn sind die Playoffs gelaufen.

Nashville ist erfolgreich in die Viertelfinal-Serie der NHL-Playoffs gestartet. Die Predators gewannen Spiel 1 gegen die St. Louis Blues auswärts mit 4:3. Sie verloren aber Kevin Fiala durch eine Verletzung. Der Ostschweizer zog sich einen Bruch des linken Oberschenkels zu.

Das Unglück ereignete sich in der 22. Minute: Nach einem Check von Robert Bortuzzo prallte Fiala mit dem linken Bein mit voller Wucht in die Bande. Mit der Bahre wurde der Stürmer vom Eis gebracht und zu näheren Untersuchungen in ein Spital überführt. Dort wurde er kurze Zeit später operiert, wie der Club am Donnerstag bekannt gab.

Der Spieler denkt schon an die Zukunft

Gemäss David Poile, dem General Manager der Predators, geht es Fiala nach der Operation gut: «Er ist sehr enttäuscht, dass er seinen Teamkollegen in den Playoffs nicht mehr helfen kann, blickt aber bereits voraus auf die beginnende Rehabilitation.» Darüber, wie lange der frühere Junior der ZSC Lions ausfallen wird, machte Nashville keine Angaben. Die Playoffs sind aber für ihn selbstredend vorzeitig zu Ende.

Nashville – mit den drei Schweizern Fiala, Roman Josi und Yannick Weber – führte nach zwei Dritteln mit 3:1, ehe St. Louis im Schlussabschnitt die Partie ausgleichen konnte. Das Siegtor für die Predators erzielte Vernon Fiddler knapp fünf Minuten vor dem Ende. Der 36-jährige Kanadier erwischte Blues-Goalie Jake Allen einhändig zwischen den Beinschonern.

Schockmoment in den NHL-Playoffs: Kevin Fiala verletzt sich und erleidet einen Oberschenkelbruch. (26. April 2017)
Schockmoment in den NHL-Playoffs: Kevin Fiala verletzt sich und erleidet einen Oberschenkelbruch. (26. April 2017)
Dilip Vishwanat/Getty, AFP
Fialas Team umringt den Schweizer Stürmer, der auf der Bahre vom Eis getragen werden muss. (26. April 2017).
Fialas Team umringt den Schweizer Stürmer, der auf der Bahre vom Eis getragen werden muss. (26. April 2017).
Jeff Roberson, Keystone
Nashville Predators' Ryan Johansen (92) und der Schwede Viktor Arvidsson, (l.) sprechen dem verletzten Fiala Mut zu. Für den Schweizer ist die Saison beendet.
Nashville Predators' Ryan Johansen (92) und der Schwede Viktor Arvidsson, (l.) sprechen dem verletzten Fiala Mut zu. Für den Schweizer ist die Saison beendet.
Jeff Roberson, Keystone
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Josi liess sich beim Treffer zum 3:1 durch Filip Forsberg im Powerplay einen Assist gutschreiben. Kurz davor hatte der Berner einen Pfostenschuss zu beklagen. Zentrale Figur bei Nashvilles Break in St. Louis war P.K. Subban mit einem Tor und zwei Assists.

Weitere Untersuchungen im Spital

Getrübt wurde Nashvilles Freude über den fünften Sieg im fünften Playoff-Spiel vom Ausfall von Kevin Fiala. Der Uzwiler Stürmer schied in der 22. Minute nach einem Check von Robert Bortuzzo verletzt aus. Fiala prallte mit dem linken Bein mit voller Wucht in die Bande. Er musste mit der Tragbahre vom Eis gebracht und zu weiteren Untersuchungen ins Spital eingeliefert werden. Wie schwer sich Fiala beim Aufprall verletzt hat, ist unklar. Sein Zustand sei «stabil und wach», liessen die Predators lediglich durchsickern. Erst später wurde die genaue Diagnose bekannt.

Der Ausfall des 20-Jährigen bedeutet für die Predators einen grossen Verlust. Mit zwei Toren in der Achtelfinal-Serie gegen die Chicago Blackhawks war Fiala massgeblich am Weiterkommen von Nashville beteiligt. In der Qualifikation kam er in 56 Spielen auf 11 Tore und 5 Assists.

Auch Edmonton mit Break

Im zweiten Conference-Halbfinal im Westen startete Edmonton ebenfalls mit einem Auswärtssieg. Die Oilers besiegten die Anaheim Ducks dank vier Toren im Schlussdrittel mit 5:3. Mann des Spiels war der 21-jährige Deutsche Leon Draisaitl mit einem Tor und drei Assists.

SDA/sep/fal

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