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«Früher haben wir von den Russen die Ohrfeige kassiert»

Der Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer zeigt sich begeistert von der Leistung seines Teams in Visp.

Torhüter Melvin Nyffeler glänzte insbesondere im Mitteldrittel mit zahlreichen Paraden. Erst in der 53. Minute konnte Russland den Torhüter der Lakers erstmals bezwingen.
Torhüter Melvin Nyffeler glänzte insbesondere im Mitteldrittel mit zahlreichen Paraden. Erst in der 53. Minute konnte Russland den Torhüter der Lakers erstmals bezwingen.
Pascal Muller/Freshfocus
Eine Berner Kombination brachte die Schweiz in der 8. Minute auf die Siegesstrasse. Thomas Rüfenacht lenkte den Schuss von Tristan Scherwey (im Bild) zum 1:0 ab. Scherwey erzielte das letzte Schweizer Tor 20 Sekunden vor Spielende.
Eine Berner Kombination brachte die Schweiz in der 8. Minute auf die Siegesstrasse. Thomas Rüfenacht lenkte den Schuss von Tristan Scherwey (im Bild) zum 1:0 ab. Scherwey erzielte das letzte Schweizer Tor 20 Sekunden vor Spielende.
Pascal Muller/Freshfocus
Artyom Galimov schirmt den Puck gegen Andres Ambühl ab.
Artyom Galimov schirmt den Puck gegen Andres Ambühl ab.
Pascal Muller/Freshfocus
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Patrick Fischer: Sieg am Deutschland-Cup, Sieg am Vierländerturnier in Visp – so kann es bis und mit Heim-WM im Mai weitergehen.

Dieses 8:2 gegen Russland, das war ein spezieller Abend für uns. Ein russisches Nationalteam derart an die Wand «anechlöpfe»: Das habe ich noch nie erlebt. Früher haben wir von den Russen die Ohrfeige kassiert. Nun war es umgekehrt.

Mit Verlaub: Es handelte sich um eine C-Auswahl der Russen – und um eine B-Auswahl der Schweiz?

Nach unserem 5:0 gegen Norwegen hörte ich auch, das sei nicht das «richtige» Norwegen gewesen. Aber im zweiten Spiel gewannen die Norweger gegen die Slowakei. Wir haben in Visp vier gute Mannschaften gesehen. Dieses russische Team hat letzte Saison einige Turniere gewonnen. Klar, es ist eine B-Auswahl. Aber Russland verfügt über so viele gute Spieler, da musst du einiges leisten, um zu diesem B-Team zu zählen. Und am Freitag haben wir dieses Team von A bis Z dominiert. Das ist ein gutes Gefühl.

Überzeugend war vor allem der offensive Output: 8 Tore gegen Russland, 5 gegen Norwegen. Gibt es eine Erklärung für diese Effizienz?

Für mich zählen nicht nur diese Tore. Wichtig ist, wie wir in den zwei Partien verteidigt haben. Wir versuchen aggressiver zu sein an unserer blauen Linie. Wir sind stark im Backchecking. Diese Vorzüge gilt es zu nutzen. In defensiver Hinsicht haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Und offensiv klappt es mit der Kreativität, mit dem Powerplay. So kann es weitergehen.

Welche Erkenntnisse ziehen Sie aus den ersten zwei Turnieren, Deutschland-Cup im November und Naturenergie-Challenge in Visp?

Wir wachsen im System. Wir stehen nicht mehr still, sind immer in Bewegung, aktiv in der neutralen Zone. Damit provozieren wir beim Gegner Scheibenverluste. An den letzten beiden Turnieren konnten wir diese Situationen gut nutzen. Das ist positiv. Am Deutschland-Cup hat sich gezeigt, dass die jungen Spieler nachrücken. In Visp hatten wir mehr Erfahrung und Qualität im Team. Und die Arrivierten geben alles, damit sie sich einen Platz im WM-Team erobern können. Für uns Coaches ist das eine einfache Situation.

Einfach? Punkto Selektion für die WM haben Sie die Qual der Wahl.

Es ist eine dankbare Situation, aus so vielen guten Spielern wählen zu dürfen. Wir haben nun zweimal mit unterschiedlichen Mannschaften gezeigt, dass wir etwas «reissen» können: am Deutschland-Cup und in Visp. Die Breite ist da. Aber klar: Die Selektion für das WM-Kader wird für mich zu einer extrem harten Aufgabe.

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