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Fünf Penaltyschützen und vier Schiedsrichter

Der Schweizer Eishockeyverband und die National League stehen mit Meisterschaft, Jubiläum, einem NHL-Gastspiel und der WM in Bern und Kloten vor einer reich befrachteten Saison.

Der Ernst beginnt am Freitag in einer Woche mit dem Qualifikationspensum über 50 Spiele der A-Klubs und endet im Mai 2009 mit der A-WM in Bern und Kloten. Dazwischen steht der Abschluss der Feierlichkeiten des Jahrhundertjubiläums mit einer Gala in Montreux, dem Victoria-Cup in der renovierten Postfinance-Arena in Bern sowie dem ersten Match eines Schweizer Teams gegen einen NHL-Gegner (SCB - New York Rangers am 30. September). Es folgt die Champions League of Hockey, der neue Versuch der Etablierung eines Europacups in diesem Sport mit den Gruppenspielen für Meister ZSC Lions und der Qualifikation für den SC Bern. Vor dem Spengler-Cup in der Altjahreswoche findet in Herisau die U-20-WM statt, an der die Schweizer Junioren ihren Abstieg aus der A-Gruppe korrigieren können.

Zuversicht bei der National League

Am Berner Hauptsitz der Postfinance, die mittlerweile nicht nur den Verband und den Nachwuchs massiv unterstützt, sondern auch Sponsor bei zehn der zwölf A-Klubs ist, baten die Exponenten zur Vorausschau. Marc Furrer, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Liga, sang das Hohelied für die relative Kontinuität in grundsätzlichen Modusfragen und bei der Ausländerregelung. Er gab sich zuversichtlich, dass die Zahl von zuletzt insgesamt 2,76 Millionen Zuschauern bei den Spielen der National League pro Saison weiter steigt.

Pilotprojekt mit Vier-Mann-System

Die Änderungen betreffen die schrittweise Einführung des Vier-Mann-Systems bei den Schiedsrichtern (zwei Heads, zwei Linesmen), das in der NHL schon lange und bei internationalen Turnieren seit kurzem zur Anwendung kommt. Ab 7. Oktober werden 36 der 300 Qualifikationsspiele in dieser Zusammensetzung arbitriert. Der zusätzliche Bedarf setzt Schiedsrichterchef Reto Bertolotti bei seinem Kampf gegen den Mangel an Unparteiischen noch zusätzlich unter Druck. Für Bertolotti gehört der neuen Formel aber die Zukunft. Konsequent bestrafen will man ab diesem Herbst die sogenannten «Schwalben», die bei der herrschenden Nulltoleranz schon mehr als einen Frühling erlebten.

Ab 5. September werden bei Unentschieden und nach torlosen Verlängerungen pro Mannschaft wieder mindestens fünf[0] Penaltys geschossen. Die bisherige Regelung von nur drei Versuchen erachtet man als «Lotterie». Keine Gnade fand dagegen die Idee, im Playoff über ein Verlängerungsdrittel hinaus bis zur Entscheidung durchzuspielen, wie dies in der NHL, in Schweden oder auch der DEL praktiziert wird - was zu Partien führt, die erst nach Mitternacht beendet sind.

Teleclub verlängert Vertrag

Kurz vor der Saison verlängerte die Cinetrade AG, die in den beiden vergangenen Saisons die Eishockeymeisterschaft über den Paysender Teleclub übertrug, den Vertrag mit der National League um drei Jahre bis 2012. Sie zog ihre einseitige Option, die Modalitäten ändern nicht. Jeder A-Klub erhält pro Saison durch diesen Vertrag rund 300 000 Franken. Die Verhandlungen mit der SRG gestalten sich schwieriger, deren Vertrag ebenfalls 2009 auslaufen würde. Ob sie ihre Option geltend macht, ist noch offen.

Der Ticketverkauf für die Heim-WM läuft in den nächsten Tagen an. Um das Budget von 31 Millionen Franken ausgeglichen zu halten, müssen rund 300 000 der 451 000 Billetts an den Gast und Zuschauer gebracht werden. Das Schweizer Nationalteam bestreitet 17 Vorbereitungsspiele und startet am 24. April gegen Frankreich in Bern ins WM-Turnier. Speziell ist der Match vom 8. Februar gegen die ewigen Testgegner aus der Slowakei: Er findet auf der alten Eisbahn in Gstaad unter freiem Himmel statt. Für eine volkstümlichere WM-Promotion hätte man sich allerdings auch einen Platz in oder in der Nähe einer Metropole vorstellen können.

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