Für einmal kein Zürcher Drama an der Saane

Dezimierte ZSC Lions siegen in Fribourg souverän 4:1. Blindenbacher trifft doppelt, Goalie Schlegel hält stark.

ZSC-Jubel in Freiburg: Fabrice Herzog freut sich über das 3:0.

ZSC-Jubel in Freiburg: Fabrice Herzog freut sich über das 3:0. Bild: Keystone

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Ohne die erkrankten Flüeler, Nilsson und Wick, dafür mit mehr Entschlossenheit als zuletzt beim 1:6 gegen den SCB traten die ZSC Lions in Freiburg auf. Und das führte zu einem ihrer raren Siege an der Saane. Die drei Punkte gerieten nie ernsthaft in Gefahr, Blindenbacher wies den Weg schon nach 27 Sekunden mit dem 1:0. Für einmal war die Partie in der BCF Arena erstaunlich unspektakulär. Anfang Oktober hatten die Lions hier noch 2:0 und 4:2 geführt und 4:5 in Overtime verloren, diesmal liess der starke Schlegel keine Spannung aufkommen, parierte 25 von 26 Schüssen. Und seine Vorderleute traten beim 4:1 für einmal ungewohnt effizient auf.

Angeführt von Blindenbacher, der zwei Tore schoss und danach sagte: «Das war die richtige Reaktion auf das Bern-Spiel.» Fribourg sei immer gefährlich, weil Stürmer wie Sprunger oder Cervenka stets spekulierten, fand Blindenbacher. Doch Gottérons Offensivleader blieben ohne Fortüne und konnten auch nicht davon profitieren, dass das Heimteam acht Powerplays zugesprochen ­erhielt.

Als Steiner in 45. Minute in Überzahl zum 1:3 traf, war das zu spät, um die ­Partie kippen zu lassen. Die Strafen, ja, das müsse besser werden, sagte Blindenbacher. Glücklicherweise für die Zürcher ist nicht jedes Team im Powerplay so gefährlich wie der SCB. Und dann wollte Blindenbacher noch explizit den 21-jährigen Hinterkircher erwähnt ­haben, der seine Sache bei seinem ZSC-Saisondebüt gut machte.

Kein Umschwung mit Huras

Für Fribourg war das 4:0 vom Dienstag in Kloten also nur ein kleines Aufflackern gewesen. Das Playoff hatte Gottéron realistischerweise vor der Pause mit seinen sechs Niederlagen in Folge verspielt. Nothelfer Larry Huras konnte den Umschwung nicht herbeiführen. Unter ihm haben die Freiburger in 24 Spielen 26 Punkte geholt – und damit einen unwesentlich besseren Schnitt als unter Gerd Zenhäusern (8/7). In der Pflicht steht auch Sportchef Christian Dubé, der 2015 mit einem Vierjahres-Vertrag antrat und das Team stark umbaute. Unter anderem wurde letzten Sommer Identifikations­figur Benny Plüss in Rente geschickt. Doch es ist nicht besser geworden, im Gegenteil.

Immer noch trägt Sprunger das Team auf seinen Schultern, und weil die Abwehr nicht besser geworden ist, hängt viel von Goalie Conz ab. Doch der spielt eine miserable Saison, scheint immer dann ein dummes Tor zu erhalten, wenn es Fribourg am meisten wehtut. Inzwischen ist der Unmut im Publikum so gross, dass ­applaudiert wird, wenn der Stammgoalie wie gegen den ZSC fürs letzte Drittel ersetzt wird. Viel Spielraum bleibt Dubé nicht mehr. Die Verpflichtung des 36-jährigen Steiner bis Ende Saison wirkt wie eine Verzweiflungsaktion. Und die achte Ausländer­lizenz muss sich der Sportchef wohl für einen ausländischen Goalie aufsparen.

Weihnachtsspiel gegen Lugano

Deutlich besser ist die Personalsituation bei den ZSC Lions, die kraft ihres breiten Kaders auch mehrere namhafte Ausfälle gut wegstecken. Im Hinblick aufs Playoff ist aber auch bei den Zürchern ein zusätzlicher Ausländer ein Thema – allerdings noch nicht jetzt. Die Lions beschliessen ihr Jahr heute mit dem «Weihnachtsspiel» gegen Lugano, dafür gingen 3000 Tickets für 15 Franken in den Verkauf. Man rechnet bei den Zürchern mit einem vollen Hallenstadion. Eine gute Gelegenheit, sich auch einmal dem Heimpublikum von der besten Seite zu zeigen.

Erstellt: 22.12.2016, 22:36 Uhr

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