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Genf siegt gegen Bern – Lakers gewinnen gegen Davos

Servette schafft die Rückkehr vom Spengler-Cup und gewinnt das Duell gegen den SCB. Zug besiegt Ambri und die Lakers schlagen Davos dank gutem Startdrittel.

Niklas Persson, hinten, von den Lakers, spielt den Puck gegen Samuel Walser von Davos, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Davos. (3. Januar 2014)
Niklas Persson, hinten, von den Lakers, spielt den Puck gegen Samuel Walser von Davos, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Davos. (3. Januar 2014)
Keystone

Den Lakers scheint der Weihnachtsschmaus gut bekommen zu sein. Die Gastgeber starteten furios ins neue Jahr und wirbelten Davos im ersten Drittel tüchtig durcheinander. Die Bündner hätten sich nicht beklagen können, wenn sie nach den ersten 20 Minuten höher als mit 0:3 in Rückstand gelegen hätten.

Das 1:0 von Duri Camichel fiel bereits nach 80 Sekunden, in der 7. Minute erhöhte Samuel Friedli nach einem Fehler von HCD-Keeper Leonardo Genoni auf 2:0. In der Folge vergaben die Rapperswiler weitere gute Chancen - Jordy Murray traf nur den Pfosten (16.) -, ehe in der 17. Minute der dritte Treffer doch noch Tatsache wurde. Niklas Persson, der während des Spengler-Cups für Davos gespielt hatte, lenkte im Powerplay einen Schuss von Murray ab.

Rappis fünfter Heimsieg der Saison, der zweite gegen den HCD, war nicht mehr wirklich gefährdet. Zwar zeigten sich die Gäste nach der ersten Pause verbessert, doch der Rapperswiler Goalie David Aebischer präsentierte sich in Topform und wehrte insgesamt 40 Schüsse ab. Er musste sich einzig von Andres Ambühl (43.) bezwingen lassen. Bereits heute bietet sich den Davosern die Möglichkeit zur Revanche.

Viertes Meisterschaftsspiel

Da soll noch einer sagen, der Davoser Spengler-Cup sei für einen NLA-Klub zu kräfteraubend. Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause hatte Servette gegen die Rapperswil-Jona Lakers, das schwächste Team der Liga, in Genf 2:3 verloren. Nach dem Traditionsturnier besiegte das Team von Chris McSorley hingegen den SC Bern, das zuvor "heisseste" Team der NLA, mit 3:1.

Servette feierte im vierten Meisterschaftsspiel gegen Bern verdientermassen den dritten Sieg. Die Genfer gestalteten insbesondere die erste Spielhälfte überlegen und führten nach einer halben Stunde eigentlich zu knapp mit 2:1. Cody Almond (1:0) und Eliot Berthon (2:1) erzielten die Tore für Servette; dazwischen traf der Tscheche Rostislav Olesz für den SC Bern. Berthons "Gamewinner" nach 27 Minuten war zugleich dessen erstes Saisontor.

Beim Skore von 2:1 blieb es bis eine Sekunde vor Schluss. Der SC Bern, der vor der Weihnachtspause neun von zehn Spielen gewonnen hatte, musste sich den Vorwurf gefallen lassen, wie bei der Niederlage in Ambri-Piotta vor den Festtagen erst in der zweiten Spielhälfte aufgedreht zu haben. Die Berner kamen dem Ausgleich verschiedentlich noch sehr nahe. Einmal klärte Jérémie Kamerzin für den bereits geschlagenen Goalie Tobias Stephan mit einem Hechtsprung gegen Michael Loichat auf der Linie (29.). In der 47. Minute traf Philippe Furrer bloss den Pfosten. Ausserdem nützte Bern in der zweiten Spielhälfte beim Stand von 1:2 drei Powerplay-Chancen nicht. In den letzten beiden Minuten befand sich aber Bern in Unterzahl, was im Finish ein letztes Anstürmen verhinderte. Nach einer Massenschlägerei, einer längeren Unterbrechung und vielen Tumulten auf dem Eis kassierten die Berner in der Schlusssekunde in doppelter Unterzahl und ohne Goalie durch einen Schuss ins leere Tor das 1:3.

Torflaute beendet

Lange sah es nach einem weiteren Dämpfer für die Zuger aus. Obwohl die Zentralschweizer gute Torchancen en masse hatten, lagen sie von der 25. bis zur 49. Minute mit 1:2 zurück. Dann gelang Sven Lindemann in Unterzahl der verdiente Ausgleich, nachdem Ambris Goalie Sandro Zurkirchen den Puck hinter dem Tor vertändelt hatte. Für Zurkirchen, der auf diese Saison vom EVZ ins Tessin gewechselt hatte, war der Gegentreffer umso bitterer, als er ansonsten eine grandiose Partie spielte.

Kurz nach dem 2:2 wäre Reto Suri, der einige Male im Abschluss sündigte, beinahe noch der siebente Shorthander der Zuger in dieser Saison gelungen. In der 59. Minute erlöste Josh Holden die Mehrheit der 7015 Zuschauer in der ausverkauften Bossard-Arena doch noch. Der Kanadier beendete eine acht Spiele dauernde Torflaute, nachdem Patrick Fischer unmittelbar zuvor nur den Pfosten getroffen hatte.

Wie überlegen die Gastgeber waren, verdeutlicht das Schussverhältnis von 44:14.

Trotz dieses Sieges liegen die Zuger weiterhin 13 Punkte unter dem Strich. Immerhin überholten sie Biel und sind nun Tabellenzehnter.

Zug - Ambri-Piotta 3:2 (1:1, 0:1, 2:0) Bossard Arena. - 7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR Popovic/Reiber, Kaderli/Wüst. Tore: 4. Lammer (Schremp/Ausschluss Park) 1:0. 6. Williams (Park/Ausschluss Sidler!) 1:1. 25. Park (Nordlund, Gautschi) 1:2. 49. Lindemann (Schnyder, Chiesa/Ausschluss Holden!) 2:2. 59. (58:31) Holden (Fischer, Schnyder) 3:2. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. PostFinance-Topskorer: Suri; Pestoni. Zug: Kilpeläinen; Chiesa, Ramholt; Simon Lüthi, Alatalo; Fischer, Erni; Suri, Holden, Schnyder; Christen, Schremp, Lammer; Martschini, Sutter, Earl; Bertaggia, Diem, Lindemann. Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Nordlund; Noreau, Chavaillaz; Trunz, Sidler; Grieder, Kobach; Pestoni, Park, Bianchi; Duca, Miéville, Reichert; Steiner, Williams, Grassi; Pedretti, Schlagenhauf, Lhotak. Bemerkungen: Zug ohne Blaser (verletzt) und Hutchinson (überzähliger Ausländer). Ambri-Piotta ohne Fabian Lüthi und Giroux (beide verletzt). - 8. Pfostenschuss Noreau. - 59. Pfostenschuss Fischer.

Genève-Servette - Bern 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) Les Vernets. - 7135 Zuschauer (ausverkauft). - SR Küng/Massy, Dumoulin/Rohrer. Tore: 9. Almond (Simek) 1:0. 22. Olesz (Martin Plüss, Pascal Berger) 1:1. 28. Berthon (Daugavins, Lombardi) 2:1. 60. (59:59) Lombardi 3:1 (ins leere Tor). Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Picard) plus Spieldauer (Picard) gegen Genève-Servette, 4mal 2 plus 2mal 5 Minuten (Roche, Ritchie) plus 2mal Spieldauer (Roche, Ritchie) gegen Bern. PostFinance-Topskorer: Lombardi; Martin Plüss. Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Marti; Eliot Antonietti, Bezina; Kamerzin, Mercier; Iglesias; Jacquemet, Romy, Hollenstein; Simek, Almond, Picard; Berthon, Lombardi, Daugavins; Roland Gerber, Rivera, Petrell; John Fritsche. Bern: Bührer; Roche, Beat Gerber; Kinrade, Philippe Furrer; Jobin, Krueger; Wellinger; Vermin, Ritchie, Domenichelli; Pascal Berger, Martin Plüss, Olesz; Loichat, Gardner, Scherwey; Alain Berger, Dostoinow, Scherwey; Rubin. Bemerkungen: Genève-Servette ohne Stafford, Bern ohne Lehtonen (beide überzählige Ausländer), Flurin Randegger und Bertschy (beide verletzt). - Pfostenschüsse: Mercier (27./Latte); Philippe Furrer (47.).

Rapperswil-Jona Lakers - Davos (3:0, 0:0, 0:1) Diners Club Arena. - 5818 Zuschauer. - SR Prugger/Rochette, Espinoza/Kohler. Tore: 2. (1:20) Camichel (Neukom, Jörg) 1:0. 7. Friedli (Sejna, Wichser) 2:0. 17. Persson (Murray, Wichser/Ausschluss Corvi) 3:0. 43. Ambühl (Guggisberg, Forster/Ausschluss Camichel) 3:1. Strafen: je 3mal 2 Minuten. PostFinance-Topskorer: Persson; Paulsson. Rapperswil-Jona Lakers: Aebischer; Derrick Walser, Collenberg; Nodari, Sven Berger; Geiger, Geyer; Gmür; Danielsson, Persson, Murray; Friedli, Wichser, Sejna; Jörg, Camichel, Neukom; Thibaudeau, Hürlimann, Rizzello; Frei. Davos: Genoni; Schneeberger, Forster; Grossmann, Koistinen; Jan von Arx, Kutlak; O'Connor, Back; Guggisberg, Corvi, Ambühl; Bürgler, Reto von Arx, Paulsson; Sieber, Samuel Walser, Hofmann; Ryser, Paschoud, Wieser. Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Camenzind, Lüthi und Nils Berger. Davos ohne Lindgren, Sciaroni, Guerra, Rizzi und Schommer (alle verletzt). - Timeout Davos (7.). - 16. Pfostenschuss Murray. - Davos von 58:08 bis 58:22 und ab 58:38 ohne Goalie.

si/ajk

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