Bern gewinnt knapp – Kloten mit zweitem Sieg

In der 8. Runde der NLA schlägt Meister Bern den HC Davos in einer umkämpften Partie. Kloten kann nach dem ersten Sieg nachlegen und auch gegen Lausanne punkten.

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Der SC Bern gewinnt zum fünften Mal hintereinander ein Heimspiel gegen den HC Davos. Der Titelverteidiger setzt sich 3:2 durch. Zweimal gaben die Berner eine Führung preis, nach dem 3:2 von Calle Andersson in der 49. Minute waren die Davoser dann aber zu keiner Reaktion mehr fähig.

Die ersten drei Tore fielen allesamt im Powerplay. Für den SCB trafen Simon Moser (15.) und Tristan Scherwey (36.), das 1:1 der Davoser schoss der schwedische Neuzugang Magnus Nygren (26.). Es waren bereits die Saisontreffer 10 und 11 für die Berner in Überzahl. Allerdings war das 2:1 von Scherwey kein typisches Powerplay-Tor, zog er doch alleine auf den Davoser Keeper Gilles Senn los, nachdem er HCD-Verteidiger Félicien Du Bois alt hatte aussehen lassen.

Erfolgreiche Coaches Challenge

In der 40. Minute bejubelten die Berner Fans das vermeintliche 3:1 durch Andrew Ebbett. Der Davoser Kulttrainer Arno Del Curto nahm jedoch die «Coaches Challenge» und bekam Recht. Ein Schlittschuh von Ebbett war bei der Puckannahme in der Luft, sodass die Schiedsrichter folgerichtig auf Offside entschieden. Die Partie hatte mit etwas Verspätung begonnen, da vor dem Anpfiff die Nummer 26 von Marc Reichert unters Hallendach gezogen worden war

Kloten feiert 2. Saisonsieg

Kloten macht mit einem starken Endspurt in den letzten elf Minuten aus einem 0:1-Rückstand einen 2:1-Sieg über Lausanne und feiert dadurch den zweiten Saisonsieg. Erst mit dem 1:1-Ausgleich von Robin Leone (49.) erwachten die Zürcher Unterländer und setzten die Gäste auch aufgrund einer zweiminütigen Überzahlphase nochmals gewaltig unter Druck. Das Siegtor erzielten die Gastgeber indes nach einem schnell vorgetragenen Konter, der von Captain Denis Hollenstein neun Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit resolut abgeschlossen wurde.

Lausanne, das in der letzten Saison noch als Vierter der Qualifikation verblüfft hatte, kassierte die siebte Niederlage im neunten Wettbewerbsspiel der laufenden Saison (8 Meisterschaft, 1 Cup). Das Team von Dan Ratushny liegt als Tabellen-Neunter nunmehr nur noch zwei Punkte vor dem Vorletzten Kloten.

Zug gewinnt Spitzenduell

Ein kompakter EV Zug gewinnt das Spitzenspiel bei Fribourg-Gottéron mit 3:0 und übernimmt von den Romands den Leaderthron in der National League. EVZ-Goalie Tobias Stephan parierte 32 Schüsse für seinen ersten Saison-Shutout. Ein Genieblitz von Viktor Stalberg zwölf Minuten vor Spielende besiegelte die Niederlage von Gottéron.

Der Schwede erkämpfte sich in Zuger Unterzahl die Scheibe im eigenen Abwehrdrittel und realisierte mit einem Sololauf übers ganze Eis das 2:0. Schliesslich sorgte Stalberg mit seinem bereits sechstem Meisterschaftstor, einem empty netter, in der Schlussminute noch für das Endresultat.

Schwaches Powerplay von Fribourg

Schon das Zuger 1:0 von Reto Suri (5.) wäre fast ein Shorthander der Gäste gewesen. Der Schweizer Nationalstürmer profitierte von einem Lapsus von EVZ-Back Yannick Rathgeb, der an der blauen Linie zum Ausklang eines Freiburger Powerplays die Scheibe verlor. Unmittelbar davor war der Zuger Back Timo Helbling von der Strafbank zurückgekehrt.

Am Ende endeten fünf Freiburger Überzahlphasen ohne Torerfolg der Gastgeber. Beim EVZ bot mit dem makellos gebliebenen Stephan vorab auch der Schweizer Nationalkeeper eine herausragende Leistung. Gottéron und Zug hatten vor ihrem Gipfeltreffen das Eis jeweils einzig in der zweiten Runde der aktuellen NL-Saison nicht als Sieger verlassen.

Lugano revanchiert sich gegen Ambri

Ein effizientes Lugano rehabilitiert sich mit einem 4:1-Sieg bei Ambri-Piotta für die Derby-Heimniederlage zum Meisterschafts-Auftakt. Ambri besass im zweiten Tessiner Saisonderby vorab in den ersten beiden Dritteln mehr Spielanteile, doch Lugano erwies sich als deutlich effizienter. Das Siegtor für Lugano realisierte der formstarke Gregory Hofmann (ex-Ambri) mit dem 2:1 zur Spielmitte.

Nach den zwei kassierten Shorthandern am Sonntag beim 2:4 in Davos erhielt Ambri auch gegen Lugano wieder einen Treffer in eigener Überzahl. Jani Lajunen profitierte bei einer fünfminütigen Überzahlphase der Leventiner von einem Scheibenverlust von Igor Jelovac an der blauen Linie (36.) und erzielte das 3:1 für die Gäste.

Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Walker

Luganos Julian Walker war kurz davor unter die Dusche geschickt worden. Der deutlich grössere Stürmer von Lugano hatte Ambris Youngster Noele Trisconi mit dem Check am Kopf getroffen. Trisconi hatte am Ursprung von Ambris zwischenzeitlichem 1:1-Ausgleich von Diego Kostner (18.) gestanden, als er Luganos Captain Alessandro Bertaggia die Scheibe abnahm. Mehr brachten die Leventiner aber vorab wegen des unzureichenden Powerplays nicht zustande.

Ambri kassierte damit die dritte Niederlage in Folge und die fünfte aus den letzten fünf Meisterschaftsspielen. Zudem verpassten die Leventiner die Möglichkeit, erstmals seit 2013 zwei Derby-Siege aneinanderzureihen.

Zweiter Saisonsieg für die Tigers

Die SCL Tigers feiern im achten Meisterschaftsspiel den zweiten Sieg. Sie gewinnen das Derby gegen Biel mit 2:1 und revanchieren sich für die 3:6-Auswärtsniederlage im ersten Saisonduell.

Der missratene Saisonstart der Tigers war auch auf ein schwaches Powerplay zurückzuführen. Vor dem Spiel gegen Biel hatten die Emmentaler trotz 37 Minuten Überzahl bloss zwei Tore zu Stande gebracht. Diesmal nutzten sie im ersten Drittel beide Strafen gegen die Seeländer. Einen grossen Anteil am 1:0 hatte Thomas Nüssli, der nach einem schönen Solo den Pfosten traf, worauf Yannick-Lennart Albrecht mit seinem ersten Saisontor doch noch traf. In der 20. Minute erhöhte Alexej Dostoinow auf 2:0.

Punnenovs nach Verletzung zurück

In der 22. Minute bot sich Anton Gustafsson die grosse Chance, die Führung weiter auszubauen. Er entschied sich allerdings für einen Pass, anstatt ins leere Tor zu schiessen. Da die Tigers zum ersten Mal in dieser Spielzeit weniger als zwei Gegentreffer kassierten, rächte sich das nicht - in den ersten sieben Meisterschaftspartien hatte Langnau nicht weniger als 29 Gegentore erhalten.

Der nach einer Verletzung überraschend zwischen den Pfosten stehende Ivars Punnenovs liess sich einzig von Marco Pedretti (34.) bezwingen, der im Powerplay erfolgreich war. So beendeten die Tigers eine drei Spiele dauernde Niederlagenserie gegen Biel, das zuvor in dieser Spielzeit sämtliche drei Auswärtspartien für sich entschieden hatte.

Bern - Davos 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)
16'626 Zuschauer. SR Hebeisen/Wiegand, Borga/Progin.
Tore: 15. Moser (Arcobello, Ebbett/Ausschluss Jörg) 1:0. 26. Nygren (Kousal, Ambühl/Ausschluss Raymond) 1:1. 36. Scherwey (Haas/Ausschluss Jörg) 2:1. 42. Walser (Jörg, Little) 2:2. 49. Andersson (Scherwey) 3:2.
Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Pyörälö) gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Ebbett; Nygren.
Bern: Genoni; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Burren; Kamerzin, Krueger; Wolf; Bodenmann, Haas, Scherwey; Moser, Arcobello, Pyörälä; Meyer, Ebbett, Raymond; Berger, Heim, Randegger.
Davos: Senn; Du Bois, Grossniklaus; Nygren, Aeschlimann; Barandun, Paschoud; Kindschi, Jung; Simion, Egli, Little; Marc Wieser, Ambühl, Jörg; Frehner, Walser, Dino Wieser; Portmann, Kousal, Eggenberger.
Bemerkungen: Bern ohne Rüfenacht (gesperrt), Noreau (überzähliger Ausländer), Hischier und Blum. Davos ohne Kessler, Lindgren, Schneeberger, Heldner, Corvi (alle verletzt) und Sciaroni (krank). - 40. Tor von Ebbett wegen Offside aberkannt. - 42. Lattenschuss Jörg. - Timeout Davos (56.). - Davos ab 59:26 ohne Goalie.

Kloten - Lausanne 2:1 (0:0, 0:1, 2:1)
4531 Zuschauer. SR Vinnerborg/Weber, Abegglen/Obwegeser.
Tore: 31. Pesonen (Jeffrey, Frick) 0:1. 49. Leone (Grassi) 1:1. 60. (59:51) Hollenstein 2:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kloten, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne. PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Junland.
Kloten: Boltshauser; Andersen, Stoop; von Gunten, Bäckman; Weber, Back; Bieber, Trachsler, Lemm; Hollenstein, Sallinen, Praplan; Grassi, Marchon, Leone; Bader, Schlagenhauf, Kellenberger; Bozon, Obrist.
Lausanne: Zurkirchen; Fischer, Gobbi; Junland, Borlat; Trutmann, Frick; Genazzi; Zangger, Kneubuehler, Ryser; Danielsson, Jeffrey, Pesonen; Herren, Froidevaux, Simic; Nodari, In-Albon, Schelling.
Bemerkungen: Kloten ohne Santala, Ramholt und Harlacher (alle verletzt), Lausanne ohne Walsky und Vermin (beide verletzt). - 59:51 Timeout Lausanne, anschliessend ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Zug 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)
5255 Zuschauer. SR Dipietro, Massy/Fluri, Rebetez.
Tore: 5. Suri (McIntyre) 0:1. 48. Stalberg (Ausschluss Helbling!) 0:2. 60. (59:08) Stalberg (Roe, Lammer) 0:3 (ins leere Tor).
Strafen: keine gegen Fribourg-Gottéron, 5mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Sprunger; Roe.
Fribourg-Gottéron: Brust; Holos, Chavaillaz; Kienzle, Stalder; Rathgeb, Schilt; Glauser; Leeger; Sprunger, Slater, Birner; Neuenschwander, Meunier, Nathan Marchon; Rossi, Bykow, Mottet; John Fritsche, Flavio Schmutz, Chiquet.
Zug: Stephan; Morant, Grossmann; Diaz, Geisser; Schlumpf, Stadler; Fohrler, Helbling; Lammer, Roe, Stalberg; Martschini, McIntyre, Suri; Klingberg, Kast, Senteler; Schnyder, Zehnder, Forrer.
Bemerkungen: Gottéron ohne Abplanalp, Cervenka (beide verletzt) und Tristain Vauclair (krank) sowie Rivera (gesperrt), Zug ohne Diem und Alatalo (beide verletzt). - 39. Pfostenschuss Slater. - 59. Timeout Gottéron, von 58:00 bis 59:08 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Lugano 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)
6500 Zuschauer (ausverkauft). SR Koch/Stricker, Kaderli/Wüst.
Tore: 13. Fazzini (Hofmann, Lapierre) 0:1. 18. Kostner (Berthon, Trisconi) 1:1. 30. Hofmann (Fazzini, Sanguinetti) 1:2. 36. Lajunen (Ausschluss Walker!) 1:3. 60. (59:45) Lapierre (Lajunen) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 plus 5 Minuten (Walker) plus Spieldauer (Walker) gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Bürgler.
Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Zgraggen; Fora, Pinana; Ngoy, Jelovac; Collenberg; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Emmerton, Zwerger; Lhotak, Müller, Monnet; Lauper, Taffe, Berthon; Guggisberg.
Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Furrer; Wellinger, Vauclair; Chiesa, Ronchetti; Riva; Bürgler, Lajunen, Klasen; Fazzini, Lapierre, Hofmann; Morini, Sannitz, Bertaggia; Walker, Cunti, Romanenghi; Reuille.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Hrabec und Stucki (beide verletzt), Lugano ohne Ulmer und Brunner (beide verletzt). - 21. Pfostenschuss Sanguinetti. - 58:02 Timeout Ambri-Piotta, anschliessend bis 59:45 ohne Torhüter. - 60. Lattenschuss D'Agostini.

SCL Tigers - Biel 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)
5606 Zuschauer. SR Oggier/Wehrli, Fuchs/Küng.
Tore: 5. Albrecht (Nüssli/Ausschluss Steiner) 1:0. 20. Dostoinow (Nüssli, Albrecht/Ausschluss Diem) 2:0. 34. Pedretti (Fuchs/Ausschluss Nüssli) 2:1.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 6mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Erkinjuntti; Rajala.
SCL Tigers: Punnenovs; Zryd, Koistinen; Seydoux, Erni; Lardi, Huguenin; Müller; Elo, Gustafsson, Erkinjuntti; Kuonen, Gagnon, Neukom; Dostoinow, Albrecht, Nüssli; Gerber, Peter, Haas; Kämpf.
Biel: Hiller; Lofquist, Steiner; Jecker, Forster; Kreis, Dufner; Hächler; Joggi, Earl, Rajala; Schmutz, Fuchs, Pedretti; Micflikier, Diem, Tschantré; Fabian Lüthi, Sutter, Wetzel.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Nils und Pascal Berger, Stettler, Randegger und Blaser. Biel ohne Neuenschwander, Maurer, Valentin Lüthi, Fey (alle verletzt) und Pouliot (überzähliger Ausländer). - 5. Pfostenschuss Nüssli. - Biel ab 59:10 ohne Goalie. - Timeout Biel (59:57).
(lif/sda)

Erstellt: 29.09.2017, 19:37 Uhr

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