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Berner Märchen geht weiter

Dank einem 2:1-Heimerfolg gegen undisziplinierte Davoser bauen die Berner ihre Führung in der Playoff-Halbfinal-Serie auf 2:0 aus.

Schon früh im ersten Drittel muss Genoni im Davoser Tor die Scheibe ein erstes Mal passieren lassen. Blums Weitschuss schlägt unten rechts ein und beschert dem Heimteam die 1:0-Führung im Startdrittel.
Schon früh im ersten Drittel muss Genoni im Davoser Tor die Scheibe ein erstes Mal passieren lassen. Blums Weitschuss schlägt unten rechts ein und beschert dem Heimteam die 1:0-Führung im Startdrittel.
Alessandro della Valle, Keystone
Davos kommt in der Folge besser ins Spiel und kommt durch Wieser per Penalty zur grossen Ausgleichschance. Der Bündner scheitert allerdings am gut reagierenden Stepanek im Berner Tor.
Davos kommt in der Folge besser ins Spiel und kommt durch Wieser per Penalty zur grossen Ausgleichschance. Der Bündner scheitert allerdings am gut reagierenden Stepanek im Berner Tor.
Alessandro della Valle, Keystone
Am Ende jubeln schliesslich die Genfer. In der achten Minute der Verlängerung fällt der Siegtreffer für die Romands, welche dank diesem 2:1-Erfolg die Halbfinal-Serie ausgleichen können.
Am Ende jubeln schliesslich die Genfer. In der achten Minute der Verlängerung fällt der Siegtreffer für die Romands, welche dank diesem 2:1-Erfolg die Halbfinal-Serie ausgleichen können.
Gabriele Putzu, Keystone
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Spätestens nach dem jüngsten Auftritt ist Bern seinen Bonus als Aussenseiter im Kampf um die Meisterschaft los. Der Achte der Qualifikation dominierte Davos lange Zeit und trat bis auf die Schlussphase überzeugend auf. Die Treffer zur hochverdienten 2:0-Führung erzielten Verteidiger Eric Blum mit einem Weitschuss (9.), der vermutlich noch leicht abgelenkt wurde, und Simon Moser im Powerplay (24.).

Wie bereits im ersten Vergleich, in dem der Meister im letzten Drittel einen Dreitore-Rückstand noch aufholte, wusste der HCD eine Antwort. Allerdings schossen die Bündner den Anschlusstreffer erst in der 58. Minute - zu spät, um wie am Donnerstag noch eine Verlängerung zu erzwingen. Der Ausgleich wäre allerdings etwas gar schmeichelhaft gewesen.

Forster kassiert Spieldauerstrafe

Das Finale der erneut packenden Halbfinal-Partie zeigte, dass mit einem Comeback von Davos jederzeit zu rechnen ist. Nachdem es davor lange Zeit chancenlos gewesen war, versuchte das zunehmend frustrierte Davos mit teilweise übertriebener Härte die zweite Niederlage zu verhindern – mit einem Stockschlag von Beat Forster gegen Thomas Rüfenacht als negativem Höhepunkt (49.). Forster wurde mit einem Restausschluss bestraft und leistete seinem Team damit einen Bärendienst.

Zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie jedoch längst entschieden sein müssen. Bern vergab bereits im Startdrittel Chancen im Minutentakt. Und zu Beginn des letzten Drittels scheiterten zweimal PostFinance-Topskorer Cory Conacher (42./44.) und einmal Samuel Kreis (47.). Davos durfte sich bei seinem Torhüter (und künftigen SCB-Keeper) Leonardo Genoni bedanken, dass es nicht frühzeitig entscheidend in Rückstand geraten war.

Der SCB im Rausch

Wie bereits die ZSC Lions im Halbfinal scheint auch Davos derzeit kein Rezept gegen den SCB zu finden. Bern dagegen reiht Sieg an Sieg und ist mittlerweile seit sechs Partien ungeschlagen. Im Vergleich mit der Qualifikation ist er nicht wieder zu erkennen und scheint sich momentan durch nichts stoppen zu lassen.

Genf-Servette gleicht Serie aus

Auch dank einem stark verbesserten Mayer im Tor holten sich die Genfer mit einem Sieg in der Overtime den Heimvorteil wieder zurück. Den Siegtreffer markierte Antionietti in der achten Minute der Verlängerung.

Lugano hatte das erste Drittel dominiert, konnte aber abgesehen vom Führungstreffer durch Martensson kein Kapital aus seiner Überlegenheit schlagen. Pyatt glich die Partie für Servette im Mitteldrittel aus. Der Ausgleich war aufgrund der Leistungssteigerung der Genfer im zweiten Drittel durchaus gerechtfertigt.

Klasen vergibt den Sieg

Im Schlussdrittel vermochte sich keines der Teams durchzusetzen, die Verlängerung musste den Sieger küren. Nach verpasster Grosschance von Topskorer Klasen fiel schliesslich das entscheidende Tor für Servette. Die Halbfinal-Serie ist damit wieder offen.

Bern - Davos 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)

17'031 Zuschauer (ausverkauft). – SR Massy/Kurmann, Borga/Kaderli.Tore: 9. Blum (Plüss) 1:0. 24. Moser (Pascal Berger, Plüss/Ausschluss Axelsson) 2:0. 58. Corvi (Schneeberger, Jörg) 2:1.Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 plus 5 Minuten (Forster) plus Spieldauer (Forster) gegen Davos. PostFinance-Topskorer: Conacher; Lindgren.Bern: Stepanek; Jobin, Untersander; Krueger, Blum; Helbling, Gerber; Kreis; Bodenmann, Ebbett, Moser; Conacher, Roy, Rüfenacht; Luca Hischier, Plüss, Scherwey; Alain Berger, Pascal Berger, Gian-Andrea Randegger; Reichert.Davos: Genoni; Heldner, Forster; Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Paschoud; Guerra, Jung; Ambühl, Corvi, Paulsson; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Kessler, Aeschlimann, Dino Wieser; Simion, McGrath, Jörg.Bemerkungen: Bern ohne Flurin Randegger (krank), Bergenheim, Bührer, Kobasew, Kousa (alle verletzt), Smith, Ness, Müller und Wiedmer (alle überzählig), Davos ohne Setoguchi (krank), Walser, Sciaroni (beide verletzt), Picard, Rampazzo und Egli (alle überzählig). NLA-Debüt von McGrath. 500. NLA-Spiel von Pascal Berger. Pfostenschüsse Bodenmann (2.), Ebbett (49.) und Paulsson (58.). Stepanek hält Penalty von Marc Wieser (17.). Timeouts Davos (24.) und Bern (27.). Davos ab 59:14 ohne Torhüter.

Lugano - Genf-Servette 1:2 (1:0, 0:1, 0:0, 0:1) n.V.

7405 Zuschauer. – SR Eichmann/Stricker, Bürgi/Wüst.Tore: 18. Martensson (Hofmann, Brunner/Ausschluss Fransson) 1:0. 39. Pyatt 1:1. 68. (67:23) Antonietti 1:2.Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Genf-Servette.PostFinance-Topskorer: Klasen; D'Agostini.Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Kparghai; Kienzle, Hirschi; Brunner, Martensson, Klasen; Bertaggia, Stapleton, Hofmann; Walker, Sannitz, Lapierre; Kostner, Morini, Reuille.Genf-Servette: Mayer; Antonietti, Bezina; Vukovic, Fransson; Mercier, Iglesias; Traber, Heinimann, Gerber; Douay, Pyatt, Jacquemet; Loeffel, Lombardi, Pedretti; D'Agostini, Romy, Kast.Bemerkungen: Lugano ohne Vauclair, Steinmann und Pettersson. Genf-Servette ohne Bays, Riat, Wick, Almond (alle verletzt), Simek, Rubin (beide krank), Slater und Rod (beide gesperrt). - Pfostenschüsse: 6. Pfostenschuss Bezina (Ablenker Kienzle), 60. (59:49) Lombardi. - Timeout Genf-Servette (66.).

SDA/jf/ns

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