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HCL-Steuerbetrug: Prozess beginnt in neun Tagen

Am 8. Oktober beginnt vor dem Strafgericht Lugano der mit Spannung erwartete Prozess um die Schwarzen Kassen beim HC Lugano.

Auf der Anklagebank müssen Ex-Präsident Fabio Gaggini und Ex-Geschäftsführer Beat Kaufmann Platz nehmen. Staatsanwältin Monica Galliker wirft dem Duo wiederholten Steuerbetrug vor, wie man einer Mitteilung des Strafgerichtes entnehmen kann.

In weiten Teilen geständig

Neben den beiden langjährigen Klubchefs wird sich auch ein Bankangestellter vor dem Strafgericht verantworten müssen. Dieser wird beschuldigt, unter anderem das Schwarzgeld auf geheime Konten transferiert zu haben. Dem Anwalt Gaggini und dem ehemaligen Spieler Kaufmann wiederum wird vorgeworfen, zwischen dem 1. Januar 1996 und dem 31. Dezember 2005 insgesamt 3,5 Millionen Franken Steuern hinterzogen zu haben. Sie haben mittlerweile 2,86 Mio. Franken zurückbezahlt und sind in weiten Teilen geständig.

Fiskus schöpfte Verdacht

Weiter hat der HCL in jenem Zeitraum rund 1,5 Millionen Franken zu wenig in die AHV-Kasse einbezahlt. Auch dafür müssen sich die beiden Hauptangeklagten verantworten.

Aus den Schwarzen Kassen waren ausländische Spieler und Trainer entlöhnt worden. Aufgeflogen waren die geheimen Konten, als die Tessiner Steuerbehörde feststellte, dass der HCL deutlich weniger hohe Löhne versteuerte als der Kantonsrivale HC Ambrì-Piotta. Wie lange der Prozess vor dem Strafgericht Lugano dauert, ist noch nicht bekannt. Leiten wird die Gerichtsverhandlung Richter Claudio Zali.

SDA/fal

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