Zug entscheidet Tor-Spektakel für sich

Elf Tore fallen im Duell zwischen dem EV Zug und dem HC Lugano. Die ZSC Lions bezwingen Aufsteiger Rapperswil-Jona.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Entscheidung in Zug fiel nach 51 Minuten: Verteidiger Thomas Thiry brachte den Puck mit einem Bogenschuss vor das Tor von Luganos Elvis Merzlikins, wo Stalberg am verdutzten Keeper vorbei den Puck über die Linie schob. Merzlikins erwischte wie auch sein Gegenüber Tobias Stephan nicht den besten Abend und sah besonders bei diesem entscheidenden letzten Gegentreffer nicht gut aus.

Zuvor hatte Lugano in den ersten beiden Abschnitten dreimal ausgeglichen und eher den sattelfesteren Eindruck hinterlassen als Zug, das in der Vorwärtsbewegung immer wieder den Puck verlor. Vor allem im Mittelabschnitt überzeugten die Tessiner, als sie aus sechs Abschlüssen drei Treffer erzielten.

McIntyre angeschlagen

Zug liess sich aber nicht abschütteln und behielt am Ende das bessere Ende für sich. Getrübt wird das erfolgreiche Startwochenende - am Freitag hatte Zug in Ambri 2:1 gewonnen - durch den Ausfall von David McIntyre. Der Kanadier schied gegen Lugano zu Beginn des zweiten Drittels mit einer unbekannten Verletzung aus.

Knapper Sieg beim Aufsteiger

Rapperswil-Jona hielt gegen die ZSC Lions lange gut mit, bis der Meister im letzten Drittel seine Klasse ausspielt. Maxim Noreau sorgt mit einem Hocheckschuss aus dem Handgelenk für die Differenz. Auf den frühen Rückstand, Denis Hollenstein hatte von einem Torhüterfehler profitiert, reagierte Rapperswil noch kräftig und temporär erfolgreich. Aber im letzten Drittel erhöhte der zuvor nicht restlos überzeugende Titelhalter den Druck markant. Im offensiven Bereich fand die Equipe in der Schlussphase nahezu nicht mehr statt. Die Lions und ihre mit diversen Nationalspielern veredelten Linien benötigten allerdings zu viele Anläufe bis zur Zäsur.

Derby-Erfolg für den SCB

Einen Tag nach dem Prestigesieg zum Saisonauftakt bei den ZSC Lions (2:1 nach Verlängerung) zeigte sich Bern im ersten Heimspiel gegen die SCL Tigers abgeklärt. 3:0 gewann der SCB das Berner Derby. Bereits im ersten Drittel legte das Team von Trainer Kari Jalonen in der mit 17'031 Zuschauern ausverkauften PostFinance-Arena die Basis zum Sieg. Andrew Ebbett mit einem frühen (2.) und Thomas Rüfenacht mit einem späten Treffer (20.) schossen das Heimteam vorentscheidend in Führung. Langnau kam ab dem zweiten Abschnitt zwar etwas besser ins Spiel, vermochte aber nicht zu reagieren. Die wenigen Chancen, die sich den Emmentalern boten, vermochten sie nicht in Tore umzumünzen.

Frühe Ernüchterung in Davos

Davos verlor auch das Duell der beiden Fehlstarter gegen Ambri. Das 2:5 verdeutlicht zu einem frühen Zeitpunkt, dass der Rekordmeister vor einem schwierigen Herbst steht. Nach Inti Pestonis Ausgleich (1:1) erlitten die teilweise konfusen Bündner einen regelrechten Einbruch. Im Sog des brillanten tschechischen WM- und Olympia-Teilnehmers Dominik Kubalik düpierten die Tessiner die Einheimischen innerhalb von 151 gleich zweimal. Eine Reaktion blieb aus, dem Rekordmeister fehlte die Form und phasenweise die Qualität, mehr Intensität in den Rink zu bringen.

Matchwinner Almond lässt Servette jubeln

Cody Almond führte Genève-Servette gegen das weiterhin punktelose und letztklassierte Fribourg-Gottéron zum 3:1-Sieg. Er stellte Fribourg-Gottéron zweimal vor unlösbare Probleme. Beim zweiten und kursweisenden Treffer in der 31. Minute profitierte der Genfer Matchwinner allerdings von einer unvorteilhaften Aktion von Reto Berra. Dem Goalie, nach fünf NHL-Jahren ohne Schlüsselrolle in Freiburg als Hoffnungsträger empfangen, entglitt zunächst die Scheibe und dann die Übersicht.

Biel gewinnt trotz Rückstand

Im Duell der ambitionierten Lausanne und Biel behielten die Gäste dank einer Steigerung im letzten Drittel die Oberhand. 4:1 setzten sich die Seeländer nach einem 0:1-Rückstand durch. Marc-Antoine Pouliot sorgte in der 52. Minute für die Entscheidung. Der kanadische Stürmer des EHCB lenkte einen Weitschuss von Kevin Fey zum 2:1 ab. Auf den Treffer gelang Lausanne keine Reaktion mehr. Im Gegenteil: Mike Künzle und Jan Neuenschwander sorgten in der letzten Minute mit ihren Schüssen ins leere Tor für einen am Schluss komfortablen Sieg.

Zug - Lugano 6:5 (4:2, 1:3, 1:0)
6833 Zuschauer. - SR Salonen/Stricker, Castelli/Kovacs.
Tore: 1. (0:46) McIntyre 1:0. 6. Walker (Sannitz) 1:1. 8. Simion (McIntyre, Zgraggen) 2:1. 13. Cunti (Jecker) 2:2. 16. Martschini (Zgraggen, McIntyre) 3:2. 20. (19:59) Lammer (Ausschluss Sannitz) 4:2. 22. Lapierre (Lajunen, Loeffel) 4:3. 26. Albrecht 5:3. 29. Morini 5:4. 32. Fazzini 5:5 (Strafe angezeigt). 51. Stalberg (Thiry, Lammer) 6:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 plus 10 Minuten (Bertaggia) gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Zryd; Lapierre.
Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Stadler; Zgraggen, Zryd; Morant; Lammer, Roe, Stalberg; Martschini, McIntyre, Simion; Klingberg, Albrecht, Suri; Schnyder, Senteler, Haberstich; Zehnder.
Lugano: Merzlikins; Jecker, Chorney; Loeffel, Wellinger; Ulmer, Ronchetti; Riva, Vauclair; Lajunen, Lapierre, Hofmann; Walker, Sannitz, Jörg; Bürgler, Cunti, Bertaggia; Fazzini, Morini, Reuille.
Bemerkungen: Zug ohne Schlumpf und Fohrler, Lugano ohne Chiesa, Sartori, Romanenghi und Klasen (alle verletzt). McIntyre verletzt ausgeschieden (22.). Lattenschuss Alatalo (44.). Pfostenschüsse Albrecht (45.) und Diaz (60.). Lugano ab 59:05 ohne Torhüter. Timeout Lugano (59:14).

Rapperswil-Jona - ZSC Lions 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
5126 Zuschauer. - SR Wiegand/Oggier, Cattaneo/Duarte.
Tore: 5. Hollenstein (Wick) 0:1. 28. Schlagenhauf (Casutt, Iglesias) 1:1. 53. Noreau (Schäppi) 1:2.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 4mal 2 Minuten gegen den ZSC.
PostFinance-Topskorer: Gähler; Shore.
Rapperswil-Jona: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Gilroy, Berger; Helbling, Gähler; Hächler, Maier; Aulin, Schlagenhauf, Casutt; Wellman, Knelsen, Profico; Schweri, Mason, Mosimann; Fuhrer, Ness, Rizzello.
ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering, Noreau, Marti; Berni; Bodenmann, Shore, Herzog; Hollenstein, Suter, Wick; Sigrist, Schäppi, Chris Baltisberger; Miranda, Prassl, Hinterkircher; Bachofner.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Spiller (verletzt), Lindemann, Brem, Primeau (alle überzählig), ZSC ohne Pettersson (gesperrt), Nilsson, Cervenka (beide verletzt), Blindenbacher (überzählig).

Bern - SCL Tigers 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)
17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Massy/Urban, Gnemmi/Borga.
Tore: 2. Ebbett (Kämpf, Rüfenacht) 1:0. 20. (19:29) Rüfenacht 2:0. 60. (59:30) Haas (Ebbett/Ausschluss Kämpf!) 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Grassi; Glauser.
Bern: Genoni; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Almquist; Blum, Krueger; Kamerzin, Burren; Bieber, Haas, Scherwey; Mursak, Arcobello, Moser; Rüfenacht, Ebbett, Kämpf; Alain Berger, Heim, Grassi.
SCL Tigers: Punnenovs; Erni, Lardi; Glauser, Blaser; Cadonau, Huguenin; Leeger; Kuonen, Gagnon, Pesonen; Elo, Diem, Dostoinov; DiDomenico, Gustafsson, Neukom; Rüegsegger, Pascal Berger, Nils Berger; Melnalksnis.
Bemerkungen: Bern ohne Sciaroni (gesperrt), SCL Tigers ohne Nüssli, Peter (beide verletzt) und Johansson (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse Haas (31.) und Gagnon (35.). Timeouts Bern (53.) und SCL Tigers (59.). SCL Tigers von 58:05 bis 59:30 ohne Torhüter.

Davos - Ambri-Piotta 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)
4750 Zuschauer. - SR Koch/Müller, Wüst/Obwegeser.
Tore: 7. D'Agostini (Bianchi, Plastino/Ausschluss Meyer) 0:1. 15. Pestoni (Prince) 1:1. 26. Kubalik (Müller) 1:2. 28. Müller (Hofer) 1:3. 31. Lauper (Guerra, Kubalik/Ausschluss Kessler) 1:4. 34. Meyer (Du Bois, Bader) 2:4. 45. Kubalik (Zwerger, Guerra/Ausschluss Meyer) 2:5.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Pestoni; Kubalik.
Davos: Lindbäck; Du Bois, Jung; Nygren, Paschoud; Heldner, Payr; Stoop; Pestoni, Corvi, Prince; Marc Wieser, Lindgren, Kessler; Egli, Ambühl, Dino Wieser; Meyer, Aeschlimann, Bader; Frehner.
Ambri-Piotta: Manzato; Plastino, Guerra; Ngoy, Dotti; Jelovac, Fischer; Pinana; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Novotny, Zwerger; Hofer, Müller, Kubalik; Lauper, Goi, Incir; Mazzolini.
Bemerkungen: Davos ohne Barandun (verletzt), Sandell (überzählig), Ambri-Piotta ohne Lerg (verletzt), Kienzle (gesperrt). 31. Timeout von Davos. 53. Timeout von Ambri-Piotta.

Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
6107 Zuschauer. - SR Hebeisen/Mollard, Altmann/Kaderli.
Tore: 16. Almond (Richard/Ausschluss Bykow) 1:0. 31. Almond 2:0. 52. Mottet (Walser) 2:1. 60. (59:45) Tömmernes (Almond) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Rod; Rossi.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Mercier, Bezina; Antonietti; Wick, Almond, Bouma; Rubin, Richard, Bozon; Simek, Kast, Rod; Fritsche, Heinimann, Douay; Berthon.
Fribourg-Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Furrer, Stalder; Schneeberger, Schilt; Abplanalp; Sprunger, Bykow, Birner; Miller, Slater, Mottet; Rossi, Walser, Marchon; Holdener, Schmutz, Vauclair; Lhotak.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Lazarevs, Maillard, Wingels (alle verletzt), Völlmin, Petschenig (beide überzählig), Romy (abwesend/persönliche Gründe), Fribourg-Gottéron ohne Meunier (verletzt), Marco Forrer, Sandro Forrer (beide überzählig). 18. Descloux hält Penalty von Mottet. 43. Timeout von Genève-Servette. 59. Timeout von Fribourg-Gottéron, ab 58:32 bis 59:45 ohne Goalie.

Lausanne - Biel 1:4 (1:0, 0:1, 0:3)
6700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Ströbel, Fuchs/Wolf.
Tore: 13. Vermin (Ausschluss Herren!) 1:0. 27. Riat (Earl) 1:1. 52. Pouliot (Fey) 1:2. 60. (59:24) Künzle 1:3 (ins leere Tor). 60. (59:59) Neuenschwander (Moser) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Genazzi) gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Vermin; Earl.
Lausanne: Zurkirchen; Junland, Grossmann; Genazzi, Lindbohm; Nodari, Frick; Trutmann, Borlat; Kenins, Jeffrey, Herren; Vermin, Mitchell, Bertschy; Antonietti, Froidevaux, Zangger; Traber, In-Albon, Leone.
Biel: Hiller; Egli, Salmela; Fey, Dufner; Moser, Maurer; Sataric, Hügli; Tschantré, Pouliot, Rajala; Brunner, Fuchs, Earl; Riat, Diem, Künzle; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi.
Bemerkungen: Lausanne komplett, Biel ohne Forster, Kreis (beide verletzt) und Pedretti (gesperrt). Lausanne ab 58:48 ohne Torhüter. Timeout Lausanne (59:24).

Rangliste: 1. Biel 2/6 (7:1). 2. Zug 2/6 (8:6). 3. Bern 2/5 (5:1). 4. ZSC Lions 2/4 (3:3). 5. Ambri-Piotta 2/3 (6:4). 6. Lugano 2/3 (8:7). 7. Lausanne 2/3 (6:5). 8. SCL Tigers 2/3 (5:5). 9. Genève-Servette 2/3 (3:4). 10. Rapperswil-Jona Lakers 2/0 (3:7). 11. Davos 2/0 (3:8). 12. Fribourg-Gottéron 2/0 (2:8). (fsc/SDA)

Erstellt: 22.09.2018, 19:19 Uhr

Artikel zum Thema

Emotionaler Abschied einer Legende

Video Er war Captain des Silber-Teams und spielte bei 16 Weltmeisterschaften: Nun wird Mathias Seger ein letztes Mal geehrt. Mehr...

Der ZSC verliert in der Verlängerung

Ramon Untersander verhindert das perfekte Abschiedsspiel für Mathias Seger. Er schiesst den SCB in der Overtime zum 2:1-Sieg. Lugano, Biel und die Tigers feiern Heimsiege. Zug und Lausanne siegen auswärts. Mehr...

«Dann hätte ich gesagt: Du hast ‘nen Vogel!»

Dominic Zwerger war der überraschende «Youngster des Jahres 2018» im Schweizer Eishockey. Ambris Österreicher verfolgt seinen Weg äusserst zielstrebig. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Blogs

Geldblog Lohnt sich die 3. Säule nach der Pensionierung?

Sweet Home Holen Sie sich die Natur ins Haus

Die Welt in Bildern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: Menschen in «Txatxus»-Kostümen nehmen am traditionellen ländlichen Karneval in Lantz, Nordspanien, teil. (24. Februar 2020)
(Bild: Villar Lopez) Mehr...