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«Ich hoffe, du hast deinen Frieden gefunden»

Alte Weggefährten erinnern sich an den tragisch verstorbenen Eishockey-Internationalen Peter Jaks. Ambri wird die Nummer 19 zu seinen Ehren nicht mehr vergeben.

Er machte auch im Anzug eine gute Figur:Peter Jaks (l.) 2007 als Sportchef bei Ambri.
Er machte auch im Anzug eine gute Figur:Peter Jaks (l.) 2007 als Sportchef bei Ambri.
Keystone
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Jaks 1997 mit seinen drei Töchtern Katarina, Vittoria und Rebecca (v.l.).
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Jaks 1997 mit seinen drei Töchtern Katarina, Vittoria und Rebecca (v.l.).
Keystone
Jaks feiert sein Tor zum 3:2 gegen Lugano im fünften Spiel des Playoff-Finals 2000.
Jaks feiert sein Tor zum 3:2 gegen Lugano im fünften Spiel des Playoff-Finals 2000.
Keystone
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Besonders gross ist die Bestürzung über den Tod von Peter Jaks in Ambri, wo der 146-fache Internationale 13 Saisons als Spieler sowie zwischen 2003 und 2009 als Sportchef tätig war. «Der HC Ambri Piotta ist seiner Definition nach eine grosse Familie und hat nun einen Sohn verloren. Wir sind alle mit grosser Trauer erfüllt», sagte Filippo Lombardi, der Präsident des NLA-Klubs, gegenüber «Ticino online».

«Ich verliere nicht nur ein Jugendidol und Ambris besten Stürmer aller Zeiten, sondern auch einen Freund.» Lombardi erklärte weiter, es schmerze ihn, dass er nicht früher erkannt habe, dass Jaks in Schwierigkeiten steckte: «Wir hätten ihm gerne die Hand gereicht, aber er war stets ein reservierter Mann.»

Vicky Mantegazza, die starke Frau an der Spitze des HC Lugano, sagte, sie habe noch immer vor Augen, wie Jaks strahlte, als er mit den Bianconeri 1988 seinen ersten Meistertitel gewann. «Wir werden seine wunderschönen Tore in Erinnerung behalten und alles, was er für unseren geliebten Sport getan hat.»

«Er liebte es zu scherzen und zu lachen»

Jaks' langjähriger Nationalmannschafts-Kollege Roberto Triulzi würdigte den Toten als positiven und enthusiastischen Menschen, der es liebte zu scherzen und zu lachen. «Er war eine grosse Sportlerpersönlichkeit, die zweifellos fehlen wird», so der einstige SCB-Profi. Der frühere ZSC-Meisterschütze Morgan Samuelsson erklärte gegenüber «Le Matin», der Vater dreier Töchter habe ihn noch in der vergangenen Woche angerufen: «Er sagte, er werde mich bald im Wallis besuchen kommen.»

Jean-Guy Trudel, der in Ambri unter dem Sportchef Jaks spielte, äusserte seinen Schmerz via Facebook: «Ich vermisse dich, danke für die grossartigen Erinnerungen. Ein sehr trauriger Tag in meinem Leben. Das Eishockey hat eine Legende verloren.» «Ich hoffe, du hast deinen Frieden gefunden», schrieb ZSC-Profi Adrian Wichser auf Jaks' Pinnwand.

Die 19 soll nie mehr vergeben werden

John Gobbi von den ZSC Lions, als Jungprofi Teamkollege von Jaks in Ambri, erinnerte sich an die gemeinsamen Fussballdiskussionen: «Peter war Roma-Fan, ich bin ein Bewunderer der AC Milan. Wir haben deswegen oft diskutiert, er war ein intelligenter Mann.» Auch die Führung der Zürcher trauert. «Verwaltungsrat, Geschäftsleitung, Spieler und Staff der ZLE Betriebs AG (ZSC Lions) sprechen den Angehörigen ihr herzliches Beileid aus», heisst es in einer Mitteilung der Lions, mit denen Jaks 2000 und 2001 den Schweizer Meistertitel gewann.

Im Vorfeld der anstehenden NLA-Partien kommt es zu einer Schweigeminute für Peter Jaks. Fans von Jaks haben auf Facebook eine Initiative lanciert. Sie wollen, dass die Klubs der Swiss Ice Hockey League Jaks' Nummer 19 nicht mehr vergeben. Ambri wird die 19 im Rahmen einer Ehrung für Jaks zurückziehen.

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