«Ich kann es kaum erwarten, hier zu spielen»

Timo Meier (21) ist in Kopenhagen angekommen. Gegen Tschechien sieht er auf der Tribüne zu, am Mittwoch gegen Weissrussland spielt der Stürmer der San Jose Sharks erstmals.

Gefragte Person: Timo Meier stellt sich den Fragen der Journalisten in Kopenhagen. (8. Mai 2018)

Gefragte Person: Timo Meier stellt sich den Fragen der Journalisten in Kopenhagen. (8. Mai 2018) Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone

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Timo Meier, sind Sie gut gereist?
Timo Meier: Ja, danke, meine Reise war sehr gut. Ich bin mit einer grossen Vorfreude abgereist und jetzt sehr glücklich, dass ich hier bin. Ich freue mich sehr, hier spielen zu können und kann es kaum erwarten.

Wie lange waren Sie unterwegs?
Der Flug dauerte zehn Stunden. Es waren sehr hektische letzte Tage. Zu viel Schlaf bin ich nicht gekommen. Aber wenn man dies berücksichtigt, dann fühle ich mich eigentlich sehr gut.

Können Sie ein wenig von ihrer NHL-Saison erzählen?
Es war eine gute Saison. Wichtig war für mich, dass ich von anfangs Saison bis Ende Saison einen Schritt nach vorne machen konnte. Es ist sehr schwierig, in der NHL jeden Abend auf Toplevel zu spielen. Da konnte ich viel lernen, wir haben grossartige Leader in unserer Mannschaft, die den Jungen dabei helfen. Leider sind wir dann im Playoff zu früh ausgeschieden, doch auch daraus lässt sich viel für die Zukunft lernen.

Wie frisch fühlen Sie sich noch nach der langen NHL-Saison?
Ich fühle mich gut, denn ich habe mich auf eine lange Saison vorbereitet. Deshalb betrachte ich mein Energie-Level weiterhin als sehr hoch.

Sie werden erstmals überhaupt das Trikot der A-Nationalmannschaft tragen. Wie ist das für Sie?
Es ist ein tolles Gefühl. Als kleiner Bub habe ich die WM immer im Fernseher verfolgt. Es war immer ein Ziel, eines Tages selbst mal an einer WM spielen zu können. Die Möglichkeit zu haben, jetzt hier zu sein und mein erstes Spiel zu spielen, ist für mich grossartig.

Wann werden Sie erstmals im Einsatz stehen?
Am Mittwoch gegen Weissrussland. Darauf freue ich mich wahnsinnig. Ich werde das Team aber schon jetzt gegen Tschechien unterstützen, mir das System anschauen und mit den Jungs ein wenig familiär werden.

Schon gegen Tschechien zu spielen, wäre für Sie unmöglich gewesen?
Im Extremfall wäre das schon gegangen. Aber es ist sicher besser, dass ich nach der langen Reise noch ein wenig Erholung bekomme. Ich hoffe, dass ich diese Nacht gut schlafen kann. Dann werde ich gegen Weissrussland mit vollem Tank bereit sein.

Was können Sie dem Schweizer Team bringen?
Ich bin ein Spieler, der gerne dorthin geht, wo es weh tut und der versucht, dem Team in allen Zonen zu helfen. Das hoffe ich, auch hier einbringen zu können. Ich will im System der Mannschaft meine Stärken ausspielen.

Kennen Sie viele Spieler des Schweizer WM-Teams?
Ja, einen Grossteil. Mit Mirco Müller habe ich in San Jose zusammengespielt, Noah Rod kenne ich seit der U14, und im letzten Jahr waren wir in San Jose mit den Barracudas ebenfalls im gleichen Team. Es ist cool, zurück zu sein und mit vielen Spielern, die ich von früher kenne, nun in der gleichen Mannschaft zu sein.

Erstellt: 08.05.2018, 20:26 Uhr

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