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«Ohne sie wäre ich nicht mehr am Leben»

Den Sportler hat Stefan Grogg noch immer in sich: Täglich fährt er eine Stunde auf dem Hometrainer für den Rollstuhl – die Beine kann er verhältnismässig gut bewegen.
Dank dem Sprechcomputer, den er mit den Augen steuert, kann Grogg wieder besser kommunizieren.
Das Eishockey verfolgt der langjährige Profi und Nationalspieler noch immer intensiv – auf dem ganz grossen Bildschirm.
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Wie sind Sie mit der Diagnose ALS umgegangen?

Wie lange dauerte es, bis Sie wieder nach vorne schauen konnten?

Waren Sie schon immer ein positiver Mensch?

«Ohne Magdalena wäre ich längst nicht mehr am Leben.»

Stefan Grogg über seine Frau

Wann lernten Sie sich kennen?

Welche Bedeutung hat Ihre Frau für Sie?

Die Lebenserwartung nach der Diagnose wird bei ALS mit drei bis fünf Jahren bemessen. Wie haben Sie es bisher geschafft, so lange so stark zu sein?

«In ganz schwierigen Situationen ist er noch stärker.»

Magdalena Grogg über ihren Mann

Wurde Ihre Entschlossenheit noch stärker in diesen ­schwierigen Zeiten?

Wie muss sich ein Laie die Zeit während einer Lungenentzündung vorstellen?

Haben Sie da manchmal auch Angst? Oder ist es ein anderes Gefühl?

Grogg verfolgt das Eishockey immer noch intensiv. Foto: Stefano Schröter

Gab es in all diesen Jahren auch Phasen, in denen Sie am liebsten aufgegeben hätten?

Wie sieht bei Ihnen ein typischer Tag aus?

Wie kann man sich das vor­stellen?

Schauen Sie ähnliche Serien?

«Ich habe die grösste körperliche Transformation erlebt.»

Sie waren ein kräftiger, körperbetonter Spieler, das Eishockey prägte Sie 30 Jahre. Welche neuen Aspekte des Lebens haben Sie seither kennen gelernt? Welche Einschränkungen? Welche neuen Welten?

Glauben Sie an Gott? Fragen Sie sich manchmal nicht: Wieso ausgerechnet ich?

Was tun Sie, wenn Sie hadern?

Was ist das Unangenehmste an Ihrer Situation?

«Meine Seele und mein Herz sind immer noch wie früher.»

Sie sagten auch schon, Sie seien immer noch der Gleiche, nur der Körper nicht mehr. Hilft Ihnen diese Anschauung?

Welche Reaktionen gibt es, wenn Fremde Sie sehen?

Hat sich Ihre Sicht aufs Leben verändert?

Denken Sie nicht manchmal, es ist lächerlich, über welche Kleinigkeiten sich die Leute ­aufregen?

Merkten Sie durch die Erkrankung erst, welche Kraft der Geist hat? Dass in Ihnen etwas Spezielles steckt?

(Gelächter) Ja, ist absolut okay.

«Ich glaube, dass wir unser Hirn zu wenig effizient nutzen.»

Oft sagt man ja, die Menschen schöpften nur einen Bruchteil ihres geistigen Vermögens aus. Teilen Sie aufgrund Ihrer Erfahrungen diese Ansicht?

(Lachen) Gerne mit.

Haben Sie sich durch die Krankheit als Mensch neu entdeckt?

Haben Sie heute das Gefühl, vorher zu wenig bewusst gelebt zu haben?

Ja klar.

«Die Hockeyfamilie empfinde ich als überaus loyal.»

Wie sehr verbunden Sie dem Sport heute noch? Mit welchen Ex-Teamkollegen oder generell Menschen aus der Eishockeyszene stehen Sie noch in regelmässigem ­Kontakt?

Während der WM 2013 in Stockholm sendeten Sie täglich Motivations­messages ans Team, das Silber gewann. Wie kam es dazu?

Was gab Ihnen das Eishockey?

Die Nummer 57 prägte den EV Zug während Jahren. Von 1996 bis 2002 stürmte Stefan Grogg in der Herti und erzielte dabei insgesamt ... 57 Tore.
Im April 1997 war Grogg an der B-WM in Katovice dabei. Hier freut er sich mit Franz Steffen (Mitte) vor Nationaltrainer Simon Schenk über ein Schweizer Tor.
4. Dezember 2004: Grogg wird durch einen Puck im Gesicht verletzt und muss im Heimspiel gegen den SC Bern verarztet werden.
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Ein Blick auf den Sport könnte für Sie heute auch schmerzlich sein. Sie sind aber immer noch ein riesiger Sportfan. Wieso?

Welche Menschen inspirieren Sie generell? Auch ausserhalb des Sports?

Zählt der britsche Physiker Stephen Hawking dazu, der seit über 50 Jahren mit ALS lebt?

«Hawkings Wille, sich nicht behindern zu lassen, ist vorbildlich.»

Ist Ihnen bewusst, dass Sie selber andere Menschen ­inspirieren?

Woraus ziehen Sie Lebens­freude?

Wenn Sie den Sinn des Lebens in ein paar Sätzen zusammenfassen müssten. Was wäre er?