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«In den USA werden wir Fans verlieren»

Ryan Smyth (36) äussert sich zu seiner Spengler-Cup-Premiere und über den Stillstand in der NHL. Der NHL-Saurier befürchtet wegen des Lockout einen massiven Imageverlust der Sportart.

Haudegen: Ryan Smyth hat eine grosse Erfahrung als Eishockey-Profi.
Haudegen: Ryan Smyth hat eine grosse Erfahrung als Eishockey-Profi.
Keystone

Gegenüber der Agentur Sportinformation erklärte Ryan Smyth, dass er vor seinem Trip in die Schweiz bei seinem Coach Ralph Krueger in Edmonton ein paar Basisdaten eingeholt habe. «Ich musste ja wissen, wo die besten Spots sind.» Der frühere Schweizer Nationaltrainer hat ihm offenbar nicht zu viel versprochen: «Es ist beeindruckend schön hier. Die Berge sind so nah, und das Essen ist phänomenal gut.»

Der höfliche Star-Gast aus Kanada versicherte, dass «wir hier mit Stolz dabei sind und das Turnier natürlich gewinnen wollen». Den missratenen Start gegen Mannheim relativierte der Captain von Team Canada: «Im ersten Spiel ist es oft nicht einfach, den Game-Speed wieder zu finden.»

Ablenkung vom tristen Alltag

Für den Stürmer ist die sechstägige Exhibition in Davos in erster Linie eine kurze Ablenkung von der zurzeit tristen Eishockey-Lage in Nordamerika. Der Mann mit dem beeindruckendsten Palmarès aller Spengler-Cup-Teilnehmer – 1244 NHL-Spiele, Olympiasieger 2002 und zweifacher Weltmeister – sorgt sich wegen des andauernden Lockout um das Image seiner Sportart: «In Kanada bleibt das Interesse gross, aber in den USA werden wir Fans verlieren. Dort verlieren die Besitzer, die Spieler und vor allem das Hockey.»

Smyth hält eine Lösung des Tarifstreits gleichwohl für möglich: «Sie sprechen ja wieder miteinander. Das zumindest ist gut.» Einen endgültigen Entscheid erwartet er bis Mitte Januar. Ob er im Falle einer kompletten Absage der Saison vielen anderen kanadischen NHL-Professionals nach Europa folgen würde, lässt der dreifache Vater offen: «Ich müsste das zuerst einmal mit meiner Familie besprechen.»

Ein Transfer in die NLA kommt für den Oldie wohl eher nicht infrage, auch wenn er ein Comeback in der Schweiz nicht kategorisch ausschliesst: «Sag niemals nie. Nein, ich weiss es wirklich nicht.»

si/fal

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