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Zuger Aufwand – Berner Ruhe

Dem EV Zug gelingt gegen den SC Bern ein guter Auftritt. Trotzdem verlässt einmal mehr der Meister das Eis als Sieger.

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Der Titelverteidigung einen grossen Schritt näher: Der SC Bern gewinnt Spiel zwei in Zug 4:2.
Der Titelverteidigung einen grossen Schritt näher: Der SC Bern gewinnt Spiel zwei in Zug 4:2.
Alexandra Wey, Keystone
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Der SCB macht einen weiteren Schritt in Richtung erfolgreicher Titelverteidigung. Der Meister gewinnt Spiel 2 in Zug 4:2 und führt im Playoff-Final mit 2:0 Siegen.

Der EV Zug spielt vor 7015 Zuschauern in der ausverkauften Eisarena ausgezeichnet. Im Vergleich zur völlig misslungenen Darbietung vom Donnerstagabend in Bern (0:5-Niederlage) waren die Innerschweizer nicht mehr wiederzuerkennen. Zug spielt sogar vorzüglich - verliert aber trotzdem wieder. Der EV Zug entgleist nach einem furiosen ersten Abschnitt nach der ersten Pause.

Eigenfehler kosten Zug den Heimsieg. Zu Beginn des zweiten Abschnitts leisten sich Sandro Zangger und David McIntyre innerhalb von drei Minuten Zweiminutenstrafen in der Offensivzone. Bern nützt diese Zuger Undiszipliniertheiten zu Powerplaytoren durch Ryan Lasch und Ramon Untersander und macht aus dem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung. Zwar realisiert Zug nur 65 Sekunden später durch Dominic Lammer nochmals den Ausgleich, die Kontrolle über die Partie können die Zuger aber nicht mehr an sich reissen.

Genoni erneut bravourös

Nebst den dummen Strafen in der Vorwärtsbewegung entscheidet der klar bessere Torhüter die Partie für Bern. Leonardo Genoni zeigt wiederum eine Parforce-Leistung. 35 Schüsse hatte Genoni am Donnerstag beim Zunullsieg in Bern abgewehrt. 29 wichtige Paraden gelingen ihm heute. Während der grössten Zuger Druckperioden behält Genoni die Ruhe und Übersicht. Zugs Tobias Stephan gelingt dies auf der Gegenseite nicht. Nach 147 Sekunden im Schlussabschnitt verliert Stephan komplett die Übersicht. Er weiss nach einer Abwehr nicht mehr, wo sich der Puck befindet und bugsiert ihn mit dem linken Schlittschuh ins eigene Netz.

Dem kuriosen Goal - eingeleitet von Zugs Back Dominik Schmutz, der einen Pass von hinter der verlängerten Torlinie von Eric Blum Richtung eigenes Tor abfälscht - rennt der EVZ bis zuletzt erfolglos hinterher. Zweimal können die Zuger noch in Überzahl spielen. Es bieten sich auch noch Ausgleichschancen, die beste hat Reto Suri in der 59. Minute. Aber Genoni unterläuft kein Fehler. Und Zugs Sturmlauf erweist sich auch nicht mehr so druckvoll wie während der ersten 30 Minuten. 26,9 Sekunden vor der Schlusssirene stellt Simon Moser mit einem Schuss ins leere Tor zum 4:2 Berns zweiten Sieg sicher.

Viele Optionen bleiben dem EV Zug nicht mehr, um die Serie doch noch spannend zu machen. Bereits am Samstag spielte Matti Järvinen an Stelle von Josh Holden, der krankgemeldet war. Mit Järvinen in der Aufstellung, damals ebenfalls für Holden, hatte Zug in den Playoffs Servette zweimal 5:1 besiegt.

Zug - Bern 2:4 (1:0, 1:2, 0:2) 7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Vinnerborg, Borga/Kaderli. Tore: 12. Diaz (Martschini/Ausschlüsse Bodenmann, Genoni) 1:0. 24. Lasch (Ruefenacht, Untersander/Ausschluss Sandro Zangger) 1:1. 27. Untersander (Ausschluss McIntyre) 1:2. 28. Lammer (Sandro Zangger, Immonen/Ausschluss Martin Plüss) 2:2. 43. Blum 2:3. 60. (59:33) Simon Moser (Arcobello) 2:4 (ins leere Tor). Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 10mal 2 Minuten gegen Bern. PostFinance-Topskorer: Martschini; Arcobello. Zug: Tobias Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Morant; Dominik Schlumpf, Alatalo; Fohrler; Senteler, Immonen, Klingberg; Martschini, Järvinen, Suri; Lammer, McIntyre, Sandro Zangger; Peter, Nolan Diem, Fabian Schnyder. Bern: Genoni; Untersander, Blum; Jobin, Krueger; Andersson, Beat Gerber; Kamerzin; Ruefenacht, Arcobello, Simon Moser; Luca Hischier, Martin Plüss, Scherwey; Lasch, Ebbett, Bodenmann; Alain Berger, Gagnon, Marco Müller; Gian-Andrea Randegger. Bemerkungen: Zug ohne Holden (krank) und Markkanen (überzähliger Ausländer), Bern ohne Noreau, Reichert (beide verletzt) und Garnett (überzähliger Ausländer). - Timeout Zug (59.).

(SDA)

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