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Jagr phänomenal – kein deutsches Märchen

Tschechien gegen Schweden lautet am Freitagnachmittag der erste und erwartete Halbfinal an der Eishockey-WM im slowakischen Bratislava.

Ein Senior brilliert an der WM: Jaromir Jagr entzückt die tschechischen Fans in Bratislava mit einem Hattrick.
Ein Senior brilliert an der WM: Jaromir Jagr entzückt die tschechischen Fans in Bratislava mit einem Hattrick.
Keystone

Titelverteidiger Tschechien gewann dank eines überragenden Jaromir Jagrs (drei Treffer) 4:0 gegen die USA, Schweden setzte sich gegen Deutschland mit 5:2 durch. In der zweiten Tranche der Viertelfinals am Donnerstag treffen Finnland und Norwegen sowie Russland und Kanada aufeinander.

Beim 4:0 gegen die USA in Bratislava glänzte Superstar Jaromir Jagr mit drei Treffern. Der mittlerweile 39-jährige Jagr entschied die Partie praktisch im Alleingang. Nachdem sein Team zu Beginn Mühe bekundete, in die Partie zu finden, riss (einmal mehr) Superstar Jagr seine Mannschaft aus dem Zwischentief heraus. Mit Treffern in der 19. und in doppelter Überzahl in der 25. Minute schoss er seine Equipe wegweisend in Führung. Nachdem Tomas Plekanec zwischenzeitlich auf 3:0 erhöht hatte, setzte Jagr mit dem 4:0 im Powerplay auch den Schlusspunkt.

Zum zweiten Matchwinner für den Titelverteidiger avancierte Torhüter Ondrej Pavelec. Denn zumindest in der Anfangsphase wiesen die Amerikaner eher mehr Spielanteile aus. Doch immer wieder scheiterten sie an Pavelec. Der Goalie der Atlanta Thrashers parierte insgesamt 25 Schüsse und realisierte seinen zweiten Shutout an dieser WM (nach dem 6:0 gegen Dänemark).

Kein zweites deutsches Eiswunder"

Nach einem starken Auftakt ist das WM-Turnier auch für Deutschland vorbei. Das Team von Trainer Uwe Krupp blieb gegen Schweden letztlich wie erwartet chancenlos und verpasste ein neuerliches «Eismärchen» in der Form eines Halbfinal-Einzuges klar. Vor einem Jahr hatten die Deutschen dank eines 1:0-Sieges im Viertelfinal gegen die Schweiz die erste Top-4-Klassierung seit 1938 erreicht.

Schweden ging bis zur 29. Minute entscheidend 4:1 in Führung. Bereits nach 27 Sekunden und dem zweiten Anschlussversuch gingen sie durch Doppeltorschütze Martin Thörnberg in Führung. Deutschland vermochte zwar wenig später durch Alexander Bartas 1:1 (3.) noch zu reagieren, Schweden hatte die Partie aber jederzeit im Griff und legte noch im ersten Drittel wieder vor.

Schweiz bleibt wohl Nummer 7

Nach dem Ausscheiden von Deutschland dürfte auch klar sein, dass die Schweiz den 7. Rang in der Weltrangliste behalten wird. Mit einem Vorstoss in die Halbfinals hätten die Deutschen das Team von Sean Simpson überholt. Die Schweiz kann theoretisch nur noch von Norwegen überholt werden, das dafür allerdings die Bronze-Medaille gewinnen müsste.

si/fal

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