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«Jedes Jahr die Chance, um den Kübel zu spielen»

ZSC-Captain Patrick Geering (28) über die Gründe seiner Vertragsverlängerung bis 2023. Und über seinen schwierigen Weg zurück.

Meisterjubel: Patrick Geering stemmt nach Spiel 7 in Lugano den Pokal.
Meisterjubel: Patrick Geering stemmt nach Spiel 7 in Lugano den Pokal.
Keystone

Sie schlossen sonst immer nur kürzere Verträge ab, jetzt haben Sie gleich bis 2023 verlängert. Wieso?

Das ist relativ einfach zu erklären: Für mich wird der ZSC immer die Nummer 1 in der Schweiz sein, deshalb wollte ich einen längeren Vertrag unterschreiben. Ein Faktor war sicher auch, dass ich den Umzug ins neue Stadion noch erleben möchte.

War für Sie ein Transfer nie ein Thema?

In all meinen Jahren habe ich ein einziges Mal mit einem anderen Sportchef geredet. Sonst liebäugelte ich nie mit einem Transfer. So lange der Verein mich möchte und ich eine tragende Rolle spielen kann, gibt es keinen Grund, aus Zürich wegzugehen. Für mich ist Zürich die beste Stadt der Schweiz, und wir haben jedes Jahr die Chance, um den Kübel zu spielen.

War der Sportchef, mit dem Sie redeten, der SCB-Sportchef?

(lacht) Nein. Und das war auch nicht dieses Jahr, sondern früher. Diesmal hatte ich mit keinem anderem Verein Kontakt. Für mich ist diese Vertragsverlängerung ein Bekenntnis zu den ZSC Lions, bei denen ich ja letzte Saison die Captainrolle übernehmen durfte. Ich hoffe, meine Unterschrift ist auch ein Signal für andere, in Zürich zu bleiben.

Für Sie war die Saison bisher kurz, Sie fielen bereits im zweiten Saisonspiel aus. Was ist eigentlich genau passiert?

Es war eine unglückliche Kollision mit dem Schiedsrichter. Ich jagte einen gegnerischen Spieler, der Schiedsrichter wich aus und nahm die Hände hoch, um sich zu schützen, und ich prallte in ihn rein. Man sagt ja, der Schiedsrichter sei Luft. Aber das fühlte sich gar nicht so an. Ich prallte an seinen Ellbogen und erlitt eine Gehirnerschütterung.

Wie nah ist Ihr Comeback?

Ich bin eigentlich nah dran, trainiere wieder auf dem Eis mit dem Team. Aber ich habe noch etwas Mühe mit dem Visuellen. Ich bin daran, mich heranzutasten. Aber bei einer Gehirnerschütterung ist es immer schwierig, Prognosen zu machen.

Wie haben Sie die ZSC-Saison bisher erlebt?

Ich schaue die Spiele schon, die Auswärtsspiele am Fernsehen. Wir erwischten einen schwierigen Start, nahmen danach aber etwas Schwung auf, auch in der Champions League. Momentan es ist gerade wieder etwas schwierig. Wir müssen mehr Konstanz reinbringen.

Wie sehen Sie die Perspektiven in dieser Saison?

Spätestens seit letzter Saison weiss man ja, dass man im Oktober oder November nicht abschätzen kann, wie eine Saison herauskommt. Es liegt sicher noch viel Arbeit liegt vor uns. Aber jedes Team, das ein Wörtchen mitreden möchte um den Titel, hat noch viel Arbeit vor sich. Klar ist: Wenn man wie wir Meister wurde, kann nur der Titel das Ziel sein.

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