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Kämpferisches Lausanne, desolate ZSC Lions

Mit einem 6:2 stoppen die Waadtländer ihre Niederlagenserie, der Leader gibt Rätsel auf.

Nicht der Abend der Torhüter: Lukas Flüeler, der für Joni Ortio ins Spiel kam, kann das vierte Tor der Lausanner nicht verhindern.
Nicht der Abend der Torhüter: Lukas Flüeler, der für Joni Ortio ins Spiel kam, kann das vierte Tor der Lausanner nicht verhindern.
Walter Bieri, Keystone

Dieser für die ZSC Lions völlig verunglückte Abend lässt sich in zwei Szenen zu Beginn des Schlussabschnitts gut zusammenfassen: Die Zürcher hatten beim Stand von 2:4 die Möglichkeit, in Überzahl das Anschlusstor anzustreben. Doch Goalie Flüeler, der das Spiel schnell machen wollte, spielte Jeffrey genau auf den Stock, wofür sich der Lausanner Topskorer mit dem 5:2 bedankte. Im nächsten Einsatz fuhr der Zürcher Captain Geering völlig unbedrängt ins eigene Tor, verschob dieses und kassierte so eine Zweiminutenstrafe wegen Spielverzögerung. Im Powerplay erhöhte Lindbohm für die Gäste auf 6:2.

Hatten die Zürcher tags zuvor in Freiburg beim 3:0 eine fast makellose Leistung gezeigt, wobei es nur die mangelnde Effizienz in der Offensive zu kritisieren gab, zeigten sie gegen Lausanne nach einem ansprechenden Start eine indiskutable Leistung. Vielleicht hatten sie gedacht, die Waadtländer würden nach fünf Niederlagen in Serie kaum Widerstand leisten. Und dann fehlte diesen erst noch Vermin, der beste Torschütze, der am Freitag von Servettes Wingels niedergestreckt worden war und eine Gehirnerschütterung erlitten hat.

Nur zwei Spieler genügten beim ZSC

Doch im Hallenstadion setzten die Lausanner mit ihrer kämpferischen Leistung ein Ausrufezeichen. Anfangs noch etwas verunsichert, rissen sie das Spiel mit beherztem Einsatz immer mehr an sich. Und es gab ihnen Auftrieb, dass Almond elf Sekunden vor der ersten Pause auf 2:2 ausglich. Danach spielte nur noch Lausanne. Die Mannschaft scheint die Botschaft von Coach Ville Peltonen, der Topverteidiger Junland zum zweiten Mal in Serie zuschauen liess, verstanden zu haben.

Und was war mit den ZSC Lions? Coach Rikard Grönborg hatte gar kein Verständnis für den schwächsten Saisonauftritt seines Teams. Er vermisste den Stolz bei seinen Spielern, hob einzig Krüger und Geering noch positiv hervor. «Aber wir brauchen mehr als zwei Spieler.» Ein Spiel bleibt noch zur Korrektur vor Weihnachten, am Montag in Biel. Doch auch die Seeländer haben etwas gutzumachen.

ZSC Lions - Lausanne 2:6 (2:2, 0:2, 0:2) 10'832 Zuschauer (Saisonrekord). - SR Stricker/Salonen, Kaderli/Huguet Tore: 7. Trutmann (Schäppi) 1:0. 9. Genazzi (Lindbohm/Ausschluss Trutmann) 1:1. 15. Diem (Bodenmann, Krüger/Ausschluss Kenins) 2:1. 20. (19:48) Almond (Frick) 2:2. 23. Jooris (Traber) 2:3. 28. Kenins (Lindbohm) 2:4. 42. Jeffrey (Ausschluss Grossmann!) 2:5. 44. Moy (Lindbohm, Emmerton/Ausschluss Geering) 2:6. Strafen: 5-mal 2 plus 10 Minuten (Bodenmann) gegen die ZSC Lions, 4-mal 2 Minuten gegen Lausanne.

ZSC Lions: Ortio (23. Flüeler); Trutmann, Marti; Sutter, Geering; Blindenbacher, Phil Baltisberger; Braun; Suter, Roe, Wick; Sigrist, Krüger, Bodenmann; Pettersson, Prassl, Diem; Chris Baltisberger, Schäppi, Pedretti; Simic.

Lausanne: Stephan; Heldner, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Oejdemark; Bertschy, Jooris, Kenins; Moy, Emmerton, Leone; Almond, Jeffrey, Herren; Traber, Froidevaux, Roberts.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Noreau (gesperrt), Hollenstein (krank) und Berni (U20-WM), Lausanne ohne Antonietti, Vermin (beide verletzt) und Junland (überzählig). Lattenschüsse Phil Baltisberger (6.) und Frick (21.). Pfostenschüsse Geering (25.) und Almond (36.).

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