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Kein Déjà-vu für Kloten, nun heisst es alles oder Abstieg

Der EHC verliert auswärts 1:2 gegen die Lakers. Nun kommt es morgen zum Showdown um den letzten Platz in der National League.

Nun kommt es zum Showdown: Rapperswil erzwingt 7. Spiel. (Video: Tamedia/SRF)

Sie brannte wieder, die vom Kloster Einsiedeln gesegnete Kerze, die seit Playoffstart im Regieraum der Lakers für Heimsiege sorgt. Ein einziges Mal versagte sie, am Donnerstag gegen Kloten. Nun aber kehrte sie zum Erfolg zurück. Mit 10 Siegen aus 11 Einsätzen ist ihre Bilanz überragend. Und die Lakers trennt seit gestern nur noch ein Sieg vom Aufstieg in die National League.

Was hingegen vierzig Minuten lang nicht brannte, war das Feuer bei den Spielern des EHC Kloten. Ihr Auftritt war blutleer, zögerlich, fehlerhaft, unerklärlich. Und sie schafften am Ende nicht, was ihnen am Samstag noch gelungen war: sich mit einem Tor in der 60. Minute wenigstens in die Overtime zu retten. Eine Niederlage noch trennt Kloten nach 56 Jahren höchster Liga vom Abstieg.

Praplans 2. Tor in 19 Spielen

Immerhin: Im Schlussdrittel probierten es die Gäste doch noch irgendwie, stürmten vorwärts, hofften auf ein neuerliches Wunder. Aber Wunder muss man sich auch verdienen, und davon konnte beim EHC an diesem Montag über weite Strecken keine Rede sein.

Mit dem 0:1 nach dem Startdrittel war das Team von André Rötheli noch gut bedient, zeigte auch nach der Pause keinerlei Reaktion, nahm dafür die ersten drei Strafen der Partie. Und das überzeugende Rapperswiler Powerplay profitierte. Zuerst Playoff-Topskorer Casutt (15.), einst bei Kloten ausgemustert und in der Ligaqualifikation bei 6 Punkten aus 6 Spielen angelangt. Und dann Knelsen, der die Scheibe mit der Selbstverständlichkeit des Topskorers ins Tor hämmerte (33.).

Der entscheidende Treffer zum 2:0 durch Dion Knelsen. Quelle: Twitter.

Dann kam die Hoffnung zurück. Ausgerechnet Praplan, der seit Monaten an alles andere als einen künftigen NHL-Stürmer erinnert. Der in den 18 Spielen zuvor bloss ein einziges Mal getroffen hatte. Ausgerechnet er. Der 23-Jährige benötigte dafür viel Zeit, ein weit ­offenes Tor und ein schönes Zuspiel von Bieber. Aber er beantwortete das 0:2 bloss zwei Minuten später mit dem Anschlusstreffer.

«Werden bereit sein»

Es war schmeichelhaft für die Klotener. Denn das Team, das an diesem Montag den Klassenerhalt hätte schaffen können, erinnerte fatal an jenes, das schon zum Auftakt dieser Ligaqualifikation so gar nicht bereit gewesen war. Es wurde viel zu wenig gelaufen, es gab viel zu ­wenig Checks, es gab Missverständnisse in allen Zonen und Zaudern im Spiel­aufbau. Der junge Bader war fast der ­einzige Lichtblick, beim Gros seinerKollegen wirkte es, als habe jemand die Energiezufuhr unterbrochen.

Der Coach sah es etwas anders. «Vor allem das erste Drittel war nicht gut, ab der 15. Minute wurde es etwas besser», sagte Rötheli. Aber ein Tor, das die Verkrampfung endlich löste, sah auch er nicht. Und Center Schlagenhauf befand, sein Team habe zu Beginn den Center nicht gefunden und damit den Lakers in die Karten gespielt. Ist die Moral fürs Entscheidungsspiel am Mittwoch intakt, will ein Radioreporter wissen. «Sowieso», bekräftigte der Urklotener.

Auch Kollege Kellenberger wollte sich von diesem 1:2 nicht beirren lassen. «Wir werden hundertprozentig bereit sein», versprach er. Noch ein paar andere schonten ihre Kraftreserven: Eine zwanzigköpfige Gruppe um Präsident Hans-Ulrich Lehmann wollte im Fall eines Siegs trotz Regen zu Fuss nach Kloten zurückkehren. Für sie wurde es ein bequemer, aber bitterer Heimweg.

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