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KHL-Klubs unterstützen Lokomotive

Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz des russischen Eishockey-Teams Lokomotive Jaroslawl soll das Team mit Spielern aus anderen Vereinen wieder aufgebaut werden.

Ist das Triebwerk ausgefallen? Nach dem Absturz der Jak-42 in der Wolga rätseln die Experten über die Ursache.
Ist das Triebwerk ausgefallen? Nach dem Absturz der Jak-42 in der Wolga rätseln die Experten über die Ursache.

Bereits in zwei bis drei Tagen könne eine neue Mannschaft aufgestellt werden, die sofort in der KHL mitspielt, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende der Kontinentalen Eishockey-Liga, Wjatscheslaw Fetisow. «Viele Jungs haben in den ersten Stunden nach der Tragödie ihren Wunsch erklärt, für Lokomotive zu spielen. Dies sagt eine Menge über die Verbundenheit der Spieler und die Tradition unseres Eishockeys.»

Aber nicht nur Spieler, auch die Fans anderer Vereine unterstützen die Idee. Anhänger von Spartak Moskau schlugen vor, dass vor allem ehemalige Nachwuchsakteure von Lokomotive zu ihrem Ausbildungsverein zurückkehren sollten. Cheftrainer der neuen Equipe soll nach Angaben von Fetisow der Coach des Lokomotive-Nachwuchsteams, Pjotr Worobjow, werden.

Erinnerungen an 1979

Es wäre nicht das erste Mal, dass nach einem Unglück eine Sportmannschaft mit Akteuren anderer Vereine weiterspielt. Nachdem 1979 die Fussballer des damaligen sowjetischen Spitzenteams Pachtakor Taschkent bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen waren, gaben die übrigen Vereine Akteure ab. Zudem war beschlossen worden, dass Taschkent drei Jahre lang nicht absteigen konnte.

Zwei Überlebende

René Fasel, Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF, hat nach dem Flugzeugabsturz in Russland vom «schwärzesten Tag in der Geschichte unseres Sports» gesprochen. «Das ist eine schreckliche Tragödie für die weltweite Eishockey-Gemeinde, auch weil sie so viele Nationen betrifft», sagte der Schweizer, der sich im Rahmen einer schon zuvor geplanten Reise selbst in Russland befindet: «Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Freunden der Opfer.»

Die beiden Überlebenden des Absturzes, der russische Spieler Alexander Galimow und ein Bordingenieur, sind immer noch in einem kritischen Zustand. Galimow hat laut den Ärzten 80 Prozent seiner Haut verbrannt. Nach einer Notoperation liegt er jetzt im Koma.

Spekulationen über den Absturz

Die wahrscheinlichste Unglücksursache sei, dass eines der Triebwerke ausgefallen sei, sagte ein namentlich nicht genannter Flughafenmitarbeiter zu Interfax. Die Agentur Ria Nowosti zitierte einen Mitarbeiter der Luftfahrtindustrie, nach dessen Ansicht das Flugzeug mit minderwertigem Treibstoff betankt worden sei. Angeblich gewann die Maschine nach dem Start vom Flughafen Jaroslawl zu langsam an Höhe, streifte eine Antenne und zerschellte dann am Boden.

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