Servette siegt im Penaltyschiessen

Das Strichduell zwischen Servette und Kloten ist lange ausgeglichen. Die Entscheidung fällt in der Überzeit.

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Genève-Servette gewann in Kloten das Duell zweier Krisenteams 2:1 nach Penaltyschiessen. Damit hievten sich die Westschweizer auf Kosten des EHC Kloten über den Strich.

Den Zusatzpunkt sicherte sich Servette, weil es mit Nathan Gerbe und Noah Rod im Penaltyschiessen zwei treffsichere Spieler in ihren Reihen wussten, während bei Kloten nur Drew Shore erfolgreich war.

Kloten scheitert an Ineffizienz

Nach zuletzt zwei Niederlagen in dieser Woche ging es in diesem Duell für beide Mannschaften um viel. Dementsprechend verunsichert gingen sie ans Werk. Kloten war zwar bemüht, scheiterte aber erneut an der Effizienz im Abschluss und an der Schwäche im Powerplay. Das einzige Tor aus dem Spiel heraus erzielten die Zürcher Unterländer just dann, als eine Strafe gegen Gerbe abgelaufen war. Robin Leone hatte für Kloten kurz nach Spielhälfte zum wichtigen 1:1-Ausgleich getroffen. Zuvor hatte Daniel Rubin (24.) die Gäste nach einem Konter in Führung gebracht.

Genf klettert über den Strich

Nach der siebenten Niederlage in Serie startet Kloten unter dem Strich ins neue Jahr. Genf, das seine besten Szenen im Schlussdrittel hatte, beendet das Jahr nach zuletzt nur zwei Siegen aus zwölf Spielen mit einem kleinen Erfolgserlebnis.

Berns Serie geht weiter

Der SC Bern geht nach dem siebten Sieg in Serie als Leader ins neue Jahr. Der Titelverteidiger gewann im Zähringer Derby gegen Fribourg-Gottéron 4:3. Den Siegtreffer erzielte Mark Arcobello 50 Sekunden vor dem Ende. Während die Berner den 18. Sieg in den letzten 20 Partien feierten, erlitt Fribourg die achte Niederlage in den vergangenen neun Spielen.

Lausanne im Hoch

Nach den beiden Auswärtssiegen in Langnau (5:3) und Lugano (4:3) schloss der Lausanne HC eine perfekte Vorweihnachtswoche mit einem souveränen 5:1-Heimerfolg gegen Ambri-Piotta ab. Mit dem Tor zum 2:0 hatte Pesonen das Spiel 19,7 Sekunden vor Ende des Startdrittels in entscheidende Bahnen gelenkt. Beim 4:1 nach 35 Minuten erwischte er im Fallen Ambri-Goalie Sandro Zurkirchen in der nahen Ecke. Zurkirchen wurde danach durch Ersatzmann Gauthier Descloux ersetzt. Für Pesonen waren es die Saisontore Nummer 10 und 11. Ambri, das zuletzt fünf von sieben Spielen gewonnen hatte, musste bereits im fünften Gastspiel in Folge in Lausanne als Verlierer vom Eis. Lausanne ist derweil als Vierter auf bestem Weg, die Playoffs erneut zu erreichen.

ZSC entscheidet Partie im letzten Drittel

Der ZSC feierte den siebenten Meisterschaftssieg in Serie gegen Lugano. Die Lions gewannen zu Hause dank dreier Tore im letzten Drittel 4:2. Dass es diesmal zum vierten Sieg in den letzten acht Heimspielen reichte, verdankte der ZSC einem Doppelschlag im letzten Drittel. Der schwedische Defensivspieler David Rundblad (46.) und Inti Pestoni (48.) brachten die Stadtzürcher innert 148 Sekunden 3:1 in Führung. Mehr als der Anschlusstreffer durch Dario Bürgler (55.) gelang den Tessinern in der Folge nicht mehr. 26 Sekunden vor dem Ende besiegelte Pius Suter mit einem Schuss ins leere Tor die dritte Niederlage in Serie der Luganesi.

Gerber führt Langnau zum Sieg

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie feierten die SCL Tigers zuhause gegen den HC Davos einen wichtigen 2:1-Heimsieg. Matchwinner war Langnaus Stürmer Roland Gerber mit zwei Toren. Der 32-jährige Roland Gerber, sonst vor allem für sein physisches Spiel bekannt, glänzte für einmal als Skorer und liess sich als Doppeltorschütze feiern. Dem 1:0 nach 16 Minuten ging ein schöner Doppelpass mit Claudio Moggi voraus. Beim siegbringende 2:1 zum Anfang des Schlussdrittels lenkte Gerber einen Schuss von Topskorer Rob Schremp ab. Zuvor hatte Roland Gerber seit Saisonbeginn erst einmal getroffen, beim 5:3-Sieg am 1. Oktober in Kloten.

Davos misslang die Spengler-Cup-Hauptprobe gründlich. Das Team von Arno Del Curto, das durch Dario Simion in der 19. Minute im Powerplay ausgeglichen hatte, verlor damit auch das dritte Duell der Saison gegen die Tigers.

Kloten - Genève-Servette 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.
4747 Zuschauer. - SR Koch/Vinnerborg, Kaderli/Kovacs.
Tore: 24. Rubin (Loeffel, Petschenig) 0:1. 33. Leone (Praplan/Ausschluss Gerbe) 1:1.
Penaltyschiessen: Leone -, Schweri; Lemm -, Loeffel -; Praplan -, Gerbe 0:1; Shore 1:1, Almond -; Hollenstein -, Rod 1:2.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Kloten, 7mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Loeffel.
Kloten: Boltshauser; Hecquefeuille, Frick; Stoop, Gähler; Back, Harlacher; Egli; Praplan, Shore, Hollenstein; Bieber, Schlagenhauf, Sheppard; Leone, Lemm, Kellenberger; Obrist, Homberger, Bader.
Genève-Servette: Mayer; Loeffel, Mercier; Jacquemet, Fransson; Vukovic, Petschenig; Ehrhardt; Wick, Slater, Rubin; Gerbe, Almond, Rod; Simek, Kast, Impose; Traber, Heinimann, Schweri; Massimino.
Bemerkungen: Kloten ohne Von Gunten, Grassi, Tim Ramholt und Sanguinetti (alle verletzt), Bircher (NLB/Winterthur), Weber (U20-Nati), Servette ohne Spaling, Douay und Romy (alle verletzt), Antonietti (NLB/Ajoie), Riat (U20-Nati).

Bern - Fribourg-Gottéron 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)
17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Prugger/Wiegand, Borga/Castelli.
Tore: 12. Neukom (Mauldin) 0:1. 20. (19:26) Lasch (Ebbett) 1:1. 29. Reichert (Kamerzin, Berger) 2:1. 38. Leeger (Rathgeb, Schmutz) 2:2. 47. Plüss (Lasch, Bodenmann/Ausschlüsse Rathgeb, Abplanalp) 3:2. 53. Bykow (Mottet, Sprunger) 3:3. 60. (59:10) Arcobello (Moser, Noreau) 4:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Rathgeb, Rivera) plus Spieldauer (Rivera) gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Sprunger.
Bern: Genoni; Andersson, Untersander; Noreau, Gerber; Jobin, Krueger; Kamerzin; Lasch, Ebbett, Bodenmann; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Hischier, Plüss, Scherwey; Berger, Reichert, Müller; Randegger.
Fribourg-Gottéron: Saikkonen; Stalder, Leeger; Rathgeb, Picard; Kienzle, Abplanalp; Chavaillaz; Fritsche, Rivera, Neuenschwander; Mauldin, Cervenka, Birner; Sprunger, Bykow, Mottet; Steiner, Schmutz, Neukom; Chiquet.
Bemerkungen: Bern ohne Macenauer (überzähliger Ausländer) und Blum. Fribourg-Gottéron ohne Ritola, Loichat, Schilt, Maret (alle verletzt) und Marchon (U20-Nati). - 25. Tor von Abplanalp aberkannt (Torhüterbehinderung). - 27. Lattenschuss Mottet. - 53. Saikkonen hält Penalty von Arcobello. - Timeout Bern (60.). - Fribourg von 59:25 bis 60:00 ohne Goalie.

Lausanne - Ambri-Piotta 5:1 (2:0, 3:1, 0:0)
6497 Zuschauer. - SR Fischer/Massy, Gnemmi/Küng.
Tore: 9. Jeffrey (Ryser, Junland/Ausschluss Fuchs) 1:0. 20. (19:41) Harri Pesonen (Froidevaux) 2:0. 32. (31:08) Miéville (Déruns) 3:0. 32. (31:31) Lhotak (Fora) 3:1. 35. Harri Pesonen 4:1. 39. Walsky (Harri Pesonen, Froidevaux) 5:1.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Lausanne, 10mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Emmerton.
Lausanne: Huet; Junland, Borlat; Gobbi, Fischer; Trutmann, Nodari; Lardi, Schelling; Walsky, Froidevaux, Harri Pesonen; Danielsson, Jeffrey, Ryser; Déruns, Miéville, Herren; Antonietti, Kneubühler, Augsburger.
Ambri-Piotta: Zurkirchen (ab 35. Descloux); Zgraggen, Mäenpää; Ngoy, Jelovac; Fora, Collenberg; Berthon, Hall, Lauper; Monnet, Emmerton, Janne Pesonen; Lhotak, Kamber, Bastl; Guggisberg, Fuchs, Bianchi; Kostner.
Bemerkungen: Lausanne ohne Genazzi, Conz (beide verletzt), Ledin (überzähliger Ausländer) und In-Albon (U20-Nati), Ambri-Piotta ohne Duca, Gautschi, D'Agostini, Sven Berger und Trunz (alle verletzt).

ZSC Lions - Lugano 4:2 (1:1, 0:0, 3:1)
10'392 Zuschauer. - SR Eichmann/Hebeisen, Obwegeser/Wüst.
Tore: 9. Gardner (Wilson/Ausschluss Phil Baltisberger) 0:1. 16. Chris Baltisberger (Geering) 1:1 (Strafe angezeigt). 46. Rundblad 2:1. 48. Pestoni (Trachsler, Nilsson) 3:1. 55. Bürgler (Klasen) 3:2. 60. (59:34) Suter (Phil Baltisberger, Blindenbacher) 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Nilsson; Klasen.
ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Phil Baltisberger; Rundblad, Geering; Seger, Marti; Hächler; Thoresen, Sjögren, Suter; Nilsson, Trachsler, Pestoni; Chris Baltisberger, Shannon, Künzle; Herzog, Schäppi, Kenins.
Lugano: Manzato; Chiesa, Furrer; Sartori, Wilson; Ulmer, Ronchetti; Bürgler, Zackrisson, Hofmann; Fazzini, Martensson, Klasen; Walker, Sannitz, Bertaggia; Morini, Gardner, Reuille.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Guerra, Cunti, Bärtschi (alle verletzt), Flüeler, Wick (beide krank), Karrer und Siegenthaler (beide U20-Nati). Lugano ohne Fontana, Brunner, Kparghai, Hirschi, Vauclair (alle verletzt) und Lapierre (überzähliger Ausländer). - 33. Schlegel hält Penalty von Walker. - Morini (36.) und Martensson (55.) ausgeschieden. - Lugano von 59:26 bis 59:34 ohne Goalie.

SCL Tigers - Davos 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)
6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann/Mandioni, Bürgi/Progin.
Tore: 16. Roland Gerber (Moggi, Schirjajew) 1:0. Simion (Forster, Ambühl/Ausschluss Nüssli) 1:1. 43. Roland Gerber (Schremp, Stettler) 2:1.
Strafen: je 5mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Schremp; Lindgren.
SCL Tigers: Ciaccio; Seydoux, Koistinen; Stettler, Randegger; Weisskopf, Zryd; Adrian Gerber; Elo, Schremp, Nils Berger; DiDomenico, Albrecht, Nüssli; Dostoinow, Pascal Berger, Lindemann; Roland Gerber, Schirjajew, Moggi; Kuonen.
Davos: Senn; Du Bois, Rahimi; Heldner, Forster; Schneeberger, Paschoud; Jung, Kindschi; Sciaroni, Walser, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Kousal; Simion, Ambühl, Ruutu; Kessler, Corvi, Egli.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Haas, Murray und Blaser (alle verletzt), Müller (überzählig), Davos ohne Axelsson, Aeschlimann, Jörg (alle verletzt), Van Pottelberghe, Eggenberger, Portmann (alle U20-Nati). - Timeout Davos (49:38) und ab 59:22 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Bern 33/74 (109:73). 2. ZSC Lions 35/72 (113:85). 3. Zug 32/69 (103:67). 4. Lausanne 33/57 (105:88). 5. Biel 34/50 (104:101). 6. Lugano 35/45 (98:118). 7. Davos 33/44 (94:92). 8. Genève-Servette 33/43 (83:94). 9. Kloten 33/42 (99:108). 10. SCL Tigers 34/39 (79:104). 11. Ambri-Piotta 34/35 (83:109). 12. Fribourg-Gottéron 33/33 (83:114). (fsc/SDA)

Erstellt: 23.12.2016, 19:24 Uhr

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