Der EHC Kloten verpasst die Playoffs

Bittere Niederlage: Die Klotener verlieren in Bern gegen den Tabellenführer knapp mit 2:3. Damit sind die Zürcher Playoff-Hoffnungen endgültig beerdigt.

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Am Donnerstag wurde bekannt, dass Plüss in Bern nach acht Jahren keinen neuen Vertrag mehr erhält. Am Freitag wurde der bald 40-jährige Mittelstürmer gerade deswegen von allen Seiten gefeiert. Die über 16'000 Zuschauer skandierten schon während des Einlaufens Lobgesänge und bedauerten, dass Plüss nicht bleiben kann. Plüss reagierte auf die Geschehnisse der letzten Tage in gewoht sachlicher, ruhiger Weise mit einer guten Leistung gegen jenen Klub, für den er die ersten zehn Profisaisons gespielt hat.

Treffer in letzter Sekunde

Bei Ryan Laschs Führungstor 0,2 Sekunden vor der ersten Pause erhielt Plüss zwar keinen Skorerpunkt, hatte aber mitgeholfen, den Puck zu erobern. Nach 59 Sekunden im Schlussabschnitt stellte Martin Plüss mit dem 3:0 gegen nur drei Klotener Berns vierten Sieg hintereinander gegen den EHC sicher. Dazwischen hatte Aaron Gagnon in seinem vierten Spiel für den SCB zum zweiten Mal getroffen. Packend verlief die Partie gewiss nicht. Bern hätte aufgrund seiner vielen Torchancen mehr Goals erzielen müssen, wirkte aber nicht sonderlich konzentriert.

Spannende Schlussphase

Kloten vermochte von den Berner Nachlässigkeiten nicht zu profitieren, weil den Gästen ebenfalls Fehler unterliefen. Dem 2:0 ging ein Fehlpass in der eigenen Zone des Kloteners Drew Shore voraus. Das dritte Gegentor kassierten die Gäste in doppelter Unterzahl. Erst im Finish kamen die Klotener durch Bobby Sanguinetti und Romano Lemm noch auf 2:3 heran. Und Tim Ramholt bot sich eine Minute vor Schluss sogar noch eine grosse Ausgleichschance.

Kloten verpasst die Playoffs

Da der HC Lugano sich dank einem 3:1-Sieg über Davos drei Punkte sichert, sind die Klotener Playoff-Hoffnungen nun endgültig beerdigt. Die Stimmung war den Spielern nach dieser knappen und äusserst bitteren Niederlage ins Gesicht geschrieben.

Bern - Kloten 3:2 (1:0, 1:0, 1:2)
16'376 Zuschauer. - SR Mollard/Vinnerborg, Progin/Stuber.
Tore: 20. (19:59) Lasch (Arcobello, Untersander/Strafe angezeigt) 1:0. 24. Gagnon 2:0. 41. (40:59) Martin Plüss (Arcobello, Untersander/Ausschlüsse Shore, Schlagenhauf) 3:0. 46. Sanguinetti (Hollenstein) 3:1. 56. Romano Lemm (Praplan/Ausschluss Arcobello) 3:2.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Bern, 7mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Shore.
Bern: Genoni; Jobin, Krueger; Untersander, Blum; Andersson, Beat Gerber; Kamerzin; Ebbett, Gagnon, Ruefenacht; Luca Hischier, Arcobello, Simon Moser; Lasch, Martin Plüss, Scherwey; Alain Berger, Reichert, Marco Müller; Gian-Andrea Randegger.
Kloten: Martin Gerber; Sanguinetti, Tim Ramholt; von Gunten, Frick; Gähler, Back; Harlacher; Grassi, Shore, Sheppard; Praplan, Romano Lemm, Hollenstein; Genoway, Schlagenhauf, Bieber; Leone, Obrist, Kellenberger; Hartmann.
Bemerkungen: Bern ohne Bodenmann und Noreau, Kloten ohne Stoop (alle verletzt) und Cunti (krank). - Pfostenschuss Scherwey (22.).

Resultate: Biel - Genève-Servette 6:3 (2:1, 1:2, 3:0). Bern - Kloten 3:2 (1:0, 1:0, 1:2). Lugano - Davos 3:1 (0:1, 1:0, 2:0). Lausanne - Zug 3:0 (0:0, 1:0, 2:0). Fribourg-Gottéron - Ambri-Piotta 7:0 (5:0, 1:0, 1:0).

Rangliste: 1. Bern* 46/98. 2. ZSC Lions* 45/91. 3. Zug* 46/90. 4. Lausanne* 47/80. 5. Biel* 46/70. 6. Davos* 46/69. 7. Genève-Servette* 47/69. 8. Lugano 47/65. 9. SCL Tigers 46/56. 10. Kloten 47/54. 11. Fribourg-Gottéron 47/48. 12. Ambri-Piotta 46/44. (nos/sda)

Erstellt: 17.02.2017, 19:39 Uhr

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