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Kloten gibt Führung aus der Hand

Die Partie zwischen Gottéron und Schlusslicht Kloten wird im Penaltyschiessen entschieden. Die Bieler kommen zum dritten Sieg unter Interimscoach Steinegger.

Wieder kein Sieg für den EHC: Klotens Obrist (l.) im Duell mit Fribourgs Kienzle. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)
Wieder kein Sieg für den EHC: Klotens Obrist (l.) im Duell mit Fribourgs Kienzle. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Fribourg-Gottéron verhindert eine 3. Heimniederlage in Folge in extremis. In den letzten zwölf Minuten machen die Freiburger gegen Kloten einen 2:4-Rückstand wett und gewinnen im Penaltyschiessen.

Nach den hohen Pleiten gegen Bern und Lausanne kehrte Fribourg zum Erfolg zurück. In der sechsten Verlängerung in dieser Saison resultierte der erste Sieg - dank Killian Mottet und Jim Slater, die im Penaltyschiessen als einzige trafen.

Fribourg-Gottéron liess die gut 6200 Fans am Abend, als es sein 80-jähriges Bestehen feierte, lange leiden. Die Wende für die Drachen hatte sich nicht angekündigt. Aber elf Sekunden, nachdem Vincent Praplan das Schlusslicht erstmals mit zwei Toren in Führung gebracht hatte, verkürzte Andrej Bykow aus spitzem Winkel gleich wieder. Und drei Minuten später liess Klotens Goalie Dennis Saikkonen, in der letzten Saison noch bei Fribourg engagiert, einen Weitschuss von Kevin Kühni zwischen den Schonern passieren. Es war das erste Tor in der National League des Leihspielers von Visp.

Am Ende war der Sieg von Fribourg sehr glücklich. Vor allem die überragenden Denis Hollenstein (1 Tor/2 Assists) und den bisher enttäuschenden Vincent Praplan (2/1) bekamen sie nie in den Griff. Im Shootout versagten aber auch die beiden. Kloten findet in dieser Saison immer einen Weg, Spiele unnötig zu verlieren.

Bieler Höhenflug geht weiter

Unter Interimscoach Martin Steinegger feiern die Seeländer den dritten Sieg im dritten Spiel. Vor einer Woche entliessen die Bieler Trainer Mike McNamara. Sportchef Martin Steinegger übernahm interimistisch seinen Job und reiht Sieg an Sieg. Am Freitag musste der EV Zug dran glauben und verlor auswärts mit 1:2. Biel hat nun bereits sieben Zähler Reserve auf einen Nicht-Playoff-Platz.

Turbulent verlief das Spiel in Lausanne. Der Gastgeber führte schon nach 11 Minuten mit 3:0 gegen Ambri-Piotta. Doch nach 46 Minuten führten die Tessiner plötzlich mit 4:3. Mit dem ersten Sieg im Waadtland seit Februar 2015 wurde trotzdem nichts. Miéville (49.), Genazzi 15 Sekunden und Vermin 1 Sekunde vor der Sirene sicherten doch noch den 11. Saisonsieg des Tabellenachten.

Fribourg-Gottéron - Kloten 5:4 (1:2, 1:1, 2:1, 0:0) n.P.

6280 Zuschauer. - SR Urban/Wiegand, Obwegeser/Stuber. - Tore: 7. Slater 1:0. 9. Sallinen (von Gunten, Praplan/Ausschluss Fritsche) 1:1. 12. Praplan (Hollenstein) 1:2. 23. Rivera (Abplanalp, Birner) 2:2. 28. Hollenstein (Praplan/Ausschluss Cervenka) 2:3. 48. (47:56) Praplan (Hollenstein, Santala/Ausschluss Rossi) 2:4. 49. (48:07) Bykow (Chavaillaz, Cervenka) 3:4. 52. Kühni (Bykow) 4:4. - Penaltyschiessen: Sallinen-, Mottet 1:0, Praplan-, Rossi-; Hollenstein-, Cervenka-; Santala-, Slater 2:0. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Fribourg, 3mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; Hollenstein.

Fribourg-Gottéron: Brust; Kienzle, Stalder; Chavaillaz, Kühni; Glauser, Abplanalp; Meunier, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Rivera, Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Mottet; Nathan Marchon.

Kloten: Saikkonen; Von Gunten, Harlacher; Bäckman, Egli; Ramholt, Kellenberger; Stoop; Praplan, Santala, Hollenstein; Grassi, Trachsler, Sallinen; Bozon, Bieber, Leone; Bader, Schlagenhauf, Obrist; Marc Marchon.

Bemerkungen: Fribourg ohne Holös (überzähliger Ausländer), Rathgeb, Schilt und Sprunger, Kloten ohne Boltshauser, Back, Lemm, Weber und Bircher (alle verletzt). Timeout Kloten (63.).

Lausanne - Ambri-Piotta 6:4 (3:1, 0:2, 3:1)

6060 Zuschauer. - SR Tscherrig/Vinnerborg, Borga/Progin. - Tore: 2. Danielsson (Jeffrey, Vermin) 1:0. 11. (10:33) Pesonen (Junland) 2:0. 11. (10:55) Jeffrey (Vermin, Danielsson) 3:0. 19. Plastino (D'Agostini/Ausschluss Fischer) 3:1. 28. Bianchi (Ausschluss Emmerton!) 3:2. 31. Fora (Kubalik, Müller/Ausschluss Ryser) 3:3. 47. Zwerger (Collenberg) 3:4. 50. Miéville (Genazzi) 4:4. 60. (59:45) Genazzi (Ausschluss Kubalik) 5:4. 60. (59:59) Vermin (Danielsson, Junland) 6:4 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; D'Agostini.

Lausanne: Zurkirchen; Junland, Borlat; Genazzi, Fischer; Schelling, Frick; Vouardoux; Vermin, Jeffrey, Danielsson; Zangger, Froidevaux, Pesonen; Ryser; Miéville, Herren; Kneubuehler, In-Albon, Florian Conz; Roberts.

Ambri-Piotta: Benjamin Conz/Descloux (ab 10:56); Plastino, Zgraggen; Jelovac, Ngoy; Fora, Gautschi; Collenberg; Incir, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Emmerton, Berthon; Zwerger, Müller, Kubalik; Lhotak, Goi, Lauper; Mazzolini.

Bemerkungen: Lausanne ohne Nodari, Gobbi, Trutmann und Walsky (alle verletzt), Ambri ohne Stucki, Trisconi, Pinana (verletzt), Monnet, Guggisberg und Trunz (alle überzählig), sowie Taffe (überzähliger Ausländer). - 11. (10:33) Timeout Ambri und ab 59:50 ohne Torhüter.

Biel - Zug 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)

4793 Zuschauer. - SR Massy/Mollard, Kaderli/Rebetez. - Tore: 30. Pouliot (Pedretti, Fey/Ausschluss Klingberg) 1:0. 35. Pedretti (Kreis, Fey) 2:0. 56. Stalberg (Roe, Martschini) 2:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 6mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Pouliot; Roe.

Biel: Hiller; Jecker, Forster; Dufner, Steiner; Maurer, Lofquist; Fey, Kreis; Nussbaumer, Pouliot, Rajala; Tschantré, Sutter, Wetzel; Dominik Diem, Neuenschwander, Pedretti; Micflikier, Fuchs, Schmutz.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Morant; Fohrler, Leeger; Oejdemark, Forrer; Stalberg, Roe, Martschini; Klingberg, McIntyre, Suri; Schnyder, Nolan Diem, Lammer; Haberstich, Kast, Zehnder.

Bemerkungen: Biel ohne Earl, Fabian Lüthi und Joggi, Zug ohne Schlumpf, Senteler, Geisser, Grossmann und Helbling (alle verletzt). - 22. Tor von Lammer wegen Goalie-Behinderung aberkannt. - 34. Timeout Zug und ab 58:26 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Bern 25/58 (95:50). 2. Lugano 25/50 (84:60). 3. ZSC Lions 26/47 (89:67). 4. Fribourg-Gottéron 27/46 (73:78). 5. Davos 26/42 (74:80). 6. Zug 26/42 (77:66). 7. Biel 27/38 (71:78). 8. Lausanne 25/33 (73:83). 9. SCL Tigers 26/31 (65:79). 10. Genève-Servette 26/31 (58:75). 11. Ambri-Piotta 27/30 (70:85). 12. Kloten 26/20 (54:82).

SDA/nag

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