Kloten produziert den Fehlstart

Mit einem 1:2 gegen das Zuger Farmteam startet der EHC ins neue Jahr. Es ist ein Betriebsunfall, den es am Freitag gegen Thurgau zu korrigieren gilt.

Da war alles noch gut: Kloten beendete das Jahr mit einem 5:0 gegen Biasca. Jetzt folgt die erste Niederlage 2019 gegen Zug. Bild: Balz Murer

Da war alles noch gut: Kloten beendete das Jahr mit einem 5:0 gegen Biasca. Jetzt folgt die erste Niederlage 2019 gegen Zug. Bild: Balz Murer

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Steve Kellenberger traf in der 40 Minute den Pfosten, Jack Combs hatte die eine oder andere Halbchance, von denen er auch schon eine genützt hat. Am Ende nahm Kloten sogar noch seinen Goalie vom Eis - doch es passierte nichts mehr. Die erste Verlängerung für Kloten in der Swiss League wurde nicht Tatsache.

Sondern die erste Niederlage seit dem 24. November 2018 und dem 1:4 in der Schorenhalle des SC Langenthal. Neun Partien in Folge hatte die Mannschaft mit hervorragendem Eishockey, zuletzt auch mal mit Glück, gewonnen. Sie alleine entschied, dass sie diesen zehnten Erfolg nacheinander nicht wollte.

Slalomlauf mit Folgen

Die Klotener stiegen relativ behäbig in den Match gegen eine Equipe, die ihnen irgendwie nicht liegt. Beim 6:4 im September hatte der Schlendrian eingesetzt, der das Team in eine Krise mit sieben Niederlagen in Folge stürzte. Im Heimspiel war es ein wildes Hin und Her, das Jussi Jokinen mit seinem Treffer in der letzten Minute zum 6:5 für Kloten entschied.

Und am Donnerstag? Da nahm alles den Lauf, der für eine solche Ausgangslage typisch ist. Kloten war überlegen genug, hatte den Match unter Kontrolle. Und schloss das zweite Powerplay mit einem Traumtor zur Führung ab. MacMurchy bediente Jeffrey Füglister auf der blauen Linie, der konnte einen Slalom durch diverse Stürme und Verteidiger laufen und am Ende auch noch Goalie Noël Bader ausspielen.

Was soll da noch passieren? Selbst eine Fünfminutenstrafe gegen Serge Weber im zweiten Drittel war keine Gefahr. Kloten spielte souverän, liess nach zweieinhalb Minuten erst den ersten Torschuss zu. Und nur noch einen zweiten. Doch der sass zum 1:1, weil für kurze Zeit in der Ecke Ordnung und Übersicht verloren gegangen waren.

Noch immer war alles gut. Natürlich fühlte sich Zug ein bisschen besser, aber noch immer schossen die Klotener öfters aufs Tor. Nur sechs Schüsse gelangen dem EVZ. Doch ein zweiter passte. Denn Fabian Ganz verlor als hinterster Mann die Scheibe an Kelvin Walz. Und der kleine Stürmer verwertete alleine vor Joren van Pottelberghe. Plötzlich führte Zug.

Und dann wurde es für Kloten halt schwer, den berühmten Schalter umzukippen. Die Mannschaft kämpfte, sie versuchte viel - aber ihr gelang zu wenig. Sie begann zu spät das Tempo zu spielen, das die Gegner verzweifeln lässt. Und sie liess halt die Entschlossenheit und den letzten Biss vermissen. Vor dem gegnerischen Tor wäre die eine oder andere Scheibe frei gelegen. Doch Bader, der von Rapperswil ausgeliehen worden ist, weil mit Hollenstein und Zaetta beide EVZ-Nachwuchsgoalies an der U20-WM spielen, wurde nicht mehr bezwungen.

EVZ oder GCK

Während Füglister bereits seinen 16. Saisontreffer erzielte, blieben die beiden Klotener Ausländer wieder ohne Goals. MacMurchy schoss und schoss, doch die Präzision liess doch sehr zu wünschen übrig. Combs kam eigentlich zu mehr Chancen, er hätte eine davon nützen müssen.

Mit Patrick Obrist fehlte Kloten der zweite Center, doch das war nicht der Grund für die Niederlage. Kloten hat sein Glück in Visp aufgebraucht. Es war bezeichnend, dass der Match in Zug ähnlich ausging wie der in Visp: Die Mannschaft mit doppelt so vielen Torschüssen verlor. Coach Rötheli ärgere sich natürlich über die Niederlage. Auch er hatte gewusst, dass sie einmal kommen würde.

Für die Zuger war es gestern ja nicht nur einfach ein weiteres Spiel vor fast keinen Zuschauern. Sondern es ging um etwas: Entweder die EVZ Academy oder die GCK Lions schaffen es als letztes Team ins Playoff. Seit gestern liegt der EVZ zwei Punkte voraus.

Für Kloten geht es heute in Weinfelden darum, explosiver und spritziger anzutreten, um den ganz vorne in der Tabelle zu behalten.

Erstellt: 03.01.2019, 20:18 Uhr

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