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Klotens unbelohnte Steigerung

Die Flyers verbessern sich gegenüber dem Startspiel massiv – und unterliegen Davos beim 3:5 dennoch erneut.

Unterwegs zur zweiten Niederlage: Lukas Stoop und die Flyers kamen gegen Dino Wiesers HCD knapp nicht ans Ziel.
Unterwegs zur zweiten Niederlage: Lukas Stoop und die Flyers kamen gegen Dino Wiesers HCD knapp nicht ans Ziel.
Nick Soland, Keystone

Das Erfreuliche für die Flyers und ihre Fans an diesem ersten Playoff-Spiel in Kloten seit fast zwei Jahren: Das Team zeigte eine ganz starke Leistung und rehabilitierte sich spielerisch für den miserablen Auftakt am Donnerstag. Das Bittere: Auch das reichte nicht zum Sieg. Titelverteidiger Davos, nun schon auf halbem Weg in den Halbfinal, nutzte die wenigen ­Klotener Schwachpunkte ohne Rücksicht aus.

Allen voran Luca Boltshauser. Der Plan, den jungen Flyers-Goalie bei seinem ersten Playoff-Heimspiel mit Schüssen aus allen Lagen einzudecken und mit viel Verkehr im Torraum zu fordern, war vom ersten Bully an erkennbar – und er ging auf. Ambühls 1:0 nach drei Minuten mit dem allerersten HCD-Angriff schien haltbar, ­danach produzierte der 22-Jährige regelmässig Abpraller. Sein ­erfahrenes Gegenüber war diesbezüglich keineswegs besser. Doch die Vorderleute von Nationalgoalie Leonardo Genoni waren im Abschluss um jenes Bisschen effizienter, das gestern den Unterschied ausmachte.

Darum muss dieses 3:5 den Flyers besonders weh tun. Sie dominierten die ersten zwanzig Minuten – und lagen doch 1:2 zurück. Sie dominierten das zweite Drittel – und lagen trotzdem 3:4 zurück. Sie taten mehr im Schlussabschnitt – und verloren auch den. Selbst ein fast perfektes Playoff-Spiel reichte nicht für einen Erfolg.

Den Flyers fehlt die Davoser Durchschlagskraft

Und dieses fast perfekte Spiel zeigten die Zürcher über weite Strecken. Trainer Sean Simpson hatte den körperlich schwachen Mathis Olimb durch Chad Kolarik ersetzt, mischte sämtliche Blöcke neu und setzte damit ein Zeichen, das sein Team offenbar verstand. Vom ­passiven, fast sterilen Auftritt in Davos war vor 6900 zahlenden ­Zuschauern nichts mehr übrig. Kolarik rechtfertigte seine Nomination immerhin mit dem zwischenzeitlichen 2:2 (22.), die Flyers ­waren an der Bande, in den Zweikämpfen und vor Genoni ständig präsent.

Nur beim Resultat, da waren sie eben zu wenig präsent. Ihnen fehlte die Davoser Durchschlagskraft, in der Schlussphase vergaben von Gunten (54.) und Guggisberg (57.) auch beste Möglichkeiten zum 4:4. Und als sie ohne Goalie, aber nach einer Strafe gegen von Gunten nur mit fünf Feldspielern den Ausgleich anstrebten, besiegelte stattdessen Picard mit dem 5:3 ins leere Tor die Niederlage.

Der Kanadier, der zusammen mit den Gebrüdern Wieser die Kompromisslosigkeit des HCD so perfekt verkörpert, zeigte sich nach seinem vorzeitigen Verletzungs-Out in Spiel 1 bestens erholt. Für den nach seiner Sperre zurückkehrenden Paulsson pausierte stattdessen Setoguchi, am Donnerstag noch Doppeltorschütze. Dass sein Fehlen nie spürbar war, sagt viel über die Qualität im meisterlichen Sturm.

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