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Lange Gesichter in Davos

Der HCD verliert auch gegen Lausanne, diesmal bloss mit 0:1. Ambri gewinnt in Bern nach Penaltyschiessen.

Die Davoser Spieler nach der siebten Heimniederlage in Serie.
Die Davoser Spieler nach der siebten Heimniederlage in Serie.
Gian Ehrenzeller, Keystone

Der HC Lausanne setzte seine Erfolgsserie fort und feierte mit einem 1:0 in Davos den siebten Sieg in Serie. Goalie Luca Boltshauser benötigte 30 Schüsse für den Shutout. Das Siegtor erzielte Dustin Jeffrey (35.) mit seinem sechsten Tor in der laufenden Meisterschaft. Der unterlegene Liga-Vorletzte Davos zeigte trotz der achten Niederlage im neunten Meisterschafts-Heimspiel der Saison einen Aufwärtstrend.

Der HCD überzeugte kämpferisch und agierte defensiv diszipliniert. Die grosse Stabilität fehlte zwar noch, doch das Team von Arno Del Curto fiel nach dem Gegentreffer nicht auseinander. In der Offensive blieben die Bündner aber harmlos. Das mangelnde Selbstvertrauen war offensichtlich; das Durchsetzungsvermögen und die Schussqualität als unmittelbare Folge mangelhaft.

Die Gastgeber liessen immerhin nur beim einzigen bisherigen Meisterschafts-Heimsieg der Saison (2:0 gegen Rapperswil-Jona) noch weniger Gegentore zu. Vor der Partie vom Freitag hatte der HCD in acht Heimspielen 41 Gegentore erhalten - das waren schon 17 mehr als das bis dahin zweitschlechteste Heim-Team (Lakers mit 24 Gegentreffern).

Ex-SCB-Stürmer Müller mit Siegtor

Ambri-Piotta verblüfft mit einem 3:2-Sieg in Bern nach Penaltyschiessen. Das Siegtor realisierte ausgerechnet Marco Müller, der vor eineinhalb Jahren vom SCB in die Leventina gewechselt ist. Die Gäste hatten ihre zwei Tore in der regulären Spielzeit durch Johnny Kneubühler und Bryan Lerg aus nur neun Abschlüssen realisiert. Die Leventiner schafften damit den ersten Erfolg gegen Bern seit einem 6:3-Heimerfolg am 29. November 2016 und sechs Niederlagen. .

Der Erfolg der Leventiner war verdient, denn der SCB wirkte insgesamt zu fahrig. Am besten lässt sich dies im Powerplay ablesen: Fünf Überzahl-Gelegenheiten des SCB endeten ohne Ertrag. Dabei hatte Bern beim Heim-Kantersieg über Genève-Servette (7:0) drei Tage zuvor noch fünf Überzahl-Tore erzielt. Bei Bern fehlte unter anderen auch wieder Nationalverteidiger Ramon Untersander, der bei der Partie gegen Genève-Servette seinen Comeback-Versuch wieder abbrechen musste.

Lakers bezwingen den Leader

Nach sechs Niederlagen in Folge feiern die Rapperswil-Jona Lakers endlich den dritten Saisonsieg. Das Schlusslicht besiegte Leader Biel mit 5:4 nach Verlängerung. Die Helden bei den St. Gallern waren Casey Wellman und Corsin Casutt. Der Amerikaner Wellman erzielte seine ersten beiden Saisontore, darunter das Siegtor nach 189 Sekunden in der Overtime. Wellman kam ebenso auf drei Skorerpunkte wie Casutt, der das 5:4 vorbereitete und das 4:3 erzielte. Wellman bestritt erst sein achtes Spiel für die Lakers; wegen einer Oberkörperverletzung hatte er elf Partien verpasst. Casutt trug das «C» auf der Brust, weil Antonio Rizzello, der reguläre Captain, als Überzähliger auf die Tribüne musste.

Die Lakers verdienten sich den Sieg. Sie führten in der regulären Spielzeit viermal, mussten die Seeländern aber stets rassig wieder ausgleichen lassen. Eine Serie wurde fortgeführt: Wenn die Lakers auf eigenem Eis mehr als ein Tor erzielen, dann gewinnen sie. Der EHC Biel bleibt trotz der Niederlage am Obersee an der Tabellenspitze - weil auch der SC Bern nicht gewann. Aber die Bieler treten derzeit nicht mehr wie das Spitzenteam der ersten anderthalb Monate der Saison auf. Die Seeländer gewannen von den letzten zehn Partien bloss noch deren vier.

Servette verliert zum 15. Mal in Folge gegen den EVZ

Genève-Servette kann gegen Zug nicht mehr gewinnen. Die Servettiens kassierten in der Les-Vernets-Halle mit 0:4 die 15. Niederlage in Serie gegen den EVZ. 43 Minuten lang durfte Servette hoffen, die miserable Serie mit lauter Niederlagen seit dem 11. Dezember 2015 beenden zu können. Zug erwies sich zwar als besseres Team, aber Servette kämpfte mit viel Engagement . Tommy Wingels (28.) und Daniel Winnik (27./36.) verpassten vorzügliche Ausgleichschancen. Dann aber besorgten Sven Senteler und Yannick Zehnder zu Beginn des Schlussabschnitts mit zwei Goals innerhalb von 151 Sekunden zum 3:0 mehr als die Vorentscheidung.

Bei Zug gelangte erstmals Dennis Everberg zum Einsatz, der den in die KHL abgewanderten Viktor Stalberg ersetzen soll. Everberg stand bei keinem Treffer auf dem Eis. Zugs Captain Raphael Diaz schied nach 33 Minuten verletzt aus. Servette verlor sechs der letzten sieben Spiele und gewann zuletzt auch in der heimischen Les-Vernets-Halle nicht mehr. Aus den letzten vier Heimpartien resultierte bloss noch ein glückhafter Sieg gegen Ambri (6:4).

Langnau dreht 0:2 gegen Lugano

Die SCL Tigers kamen gegen Lugano nach einem 0:2-Rückstand zu einem 3:2-Heimsieg im Penaltyschiessen gegen Lugano. Das Siegtor im Penaltyschiessen für die SCL Tigers realisierte Flurin Randegger, der als einziger Spieler in der Endausmarchung erfolgreich war. Langnaus Sieg war verdient. Lugano mangelte es nach dem 6:4-Sieg vom Vortag gegen Genève-Servette mit Fortdauer der Partie an Energiereserven. Langnau schaffte dann ab Spielmitte bis Ende des Mitteldrittels den Gleichstand und stand danach dem Sieg näher.

Die Tigers kehrten damit nach zuletzt zwei Niederlagen zum Erfolg zurück, während Lugano die dritte Niederlage aus den letzten acht Spielen kassierte. Langnau realisierte gleichzeitig den dritten Sieg in Serie in den Direktduellen.

Davos - Lausanne 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

3201 Zuschauer. - SR Wiegand/Hebeisen, Castelli/Duarte.–Tore: 35. Jeffrey (Junland, Leone) 0:1.–Strafen: 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne. Davos: Lindbäck; Du Bois, Jung; Nygren, Barandun; Paschoud, Stoop; Heldner, Payr; Marc Wieser, Lindgren, Ambühl; Pestoni, Bader, Hischier; Dino Wieser, Egli, Kessler; Frehner, Aeschlimann, Meyer. Lausanne: Boltshauser; Junland, Frick; Nodari, Genazzi; Trutmann, Grossmann; Vermin, Jeffrey, Leone; Bertschy, Mitchell, Kenins; Moy, Emmerton, Zangger; Antonietti, Froidevaux, In-Albon; Traber. Bemerkungen: Davos ohne Prince (Vertragsauflösung), Corvi und Rödin. Lausanne ohne Lindbohm und Herren (alle verletzt). - Timeout Davos (59:19), ab 58:55 ohne Torhüter.

Bern - Ambri-Piotta 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.

16'132 Zuschauer. - SR Lemelin/Piechaczek, Altmann/Fuchs.–Tore: 5. Scherwey (Sciaroni) 1:0. Kneubühler (Lauper) 1:1. 28. Ebbett (Arcobello, Simon Moser) 2:1. 39. Lerg (Kubalik, Müller) 2:2.–Penaltyschiessen: Kubalik -, Haas -; Müller -, Ebbett -; Lerg 0:1, Mursak -; Novotny -, Scherwey 1:1; Zwerger -, Arcobello -; Haas -, Lerg -; Scherwey, Lerg -; Haas -, Müller 1:2.–Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin; Bieber, Arcobello, Simon Moser; Mursak, Ebbett, Rüfenacht; Sciaroni, Haas, Scherwey; Alain Berger, Heim, Grassi; Kämpf. Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Dotti; Fischer, Guerra; Ngoy, Jelovac; Kienzle; Lerg, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Incir; Hofer, Novotny, Zwerger; Lauper, Goi, Kneubühler; Mazzolini. Bemerkungen: Bern ohne Marti und Untersander, Ambri ohne Bianchi, Manzato, Fora, Pinana und D'Agostini (alle verletzt). - Pfosten: Scherwey (32./43.).

Genève-Servette - Zug 0:4 (0:1, 0:0, 0:3)

5523 Zuschauer. - SR Müller/Tscherrig, Gnemmi/Kovacs.–Tore: 17. Suri (Stadler) 0:1. 43. Senteler (Klingberg) 0:2. 46. Zehnder (Schnyder) 0:3. 54. Klingberg (Ausschluss Stadler!) 0:4.–Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Richard; Martschini. Genève-Servette: Descloux; Völlmin, Mercier; Vukovic, Fransson; Jacquemet, Bezina; Antonietti; Wingels, Richard, Winnik; Skille, Almond, Douay; Wick, Romy, Rubin; Fritsche, Berthon, Bozon; Kyparissis. Zug: Stephan; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Stadler; Zgraggen, Zryd; Thiry; Martschini, McIntyre, Suri; Lammer, Albrecht, Simion; Klingberg, Senteler, Everberg; Leuenberger, Zehnder, Schnyder; Widerström. Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bouma, Kast, Rod, Simek und Tömmernes. Zug ohne Morant, Roe und Volejnicek (alle verletzt). Diaz verletzt ausgeschieden (33.). - Pfostenschuss Martschini (46.).

Rapperswil-Jona Lakers - Biel 5:4 (2:1, 1:2, 1:1, 1:0) n.V.

3624 Zuschauer. - SR Eichmann/Fonselius, Pitton/Wolf.–Tore: 1. (0:41) Berger 1:0. 2. (1:51) Rajala (Pouliot, Tschantré/Ausschluss Brem) 1:1. 11. Wellman (Kristo) 2:1. 22. Salmela (Brunner) 2:2. 32. Kristo (Wellman/Ausschlüsse Pedretti, Rajala) 3:2. 35. Brunner (Earl) 3:3. 47. Casutt (Spiller, Knelsen) 4:3. 52. Tschantré (Riat, Diem) 4:4. 64. (63:09) Wellman (Casutt) 5:4.–Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 plus 10 Minuten (Rajala) gegen Biel. Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Gähler, Profico; Gilroy, Berger; Iglesias, Schmuckli; Hächler, Maier; Kristo, Schlagenhauf, Wellman; Mosimann, Mason, Brem; Spiller, Knelsen, Casutt; Primeau, Ness, Lindemann. Biel: Hiller; Kreis, Salmela; Fey, Sataric; Moser, Maurer; Dufner, Diem; Pouliot, Pedretti, Rajala; Brunner, Fuchs, Earl; Riat, Tschantré, Hügli; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi. Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Helbling (verletzt) und Aulin (überzähliger Ausländer), Biel ohne Egli, Forster (beide verletzt) und Küenzle (krank). - Brunner scheitert mit Penalty an Nyffeler (40.).

SCL Tigers - Lugano 3:2 (0:2, 2:0, 0:0, 0:0) n.P. 5813 Zuschauer. - SR Massy/Salonen, Wüst/Rebetez.–Tore: 5. Morini (Klasen) 0:1. 14. Hofmann (Vauclair) 0:2. 30. Cadonau (Pesonen) 1:2. 36. Gagnon (Neukom, Huguenin/Ausschluss Reuille, Wellinger) 2:2.–Penaltyschiessen: Haapala -, Randegger 1:0; Hofmann -, Pesonen -; Klaasen - , DiDomenico -; Bertaggia -, Rüegsegger-; Bürgler -.–Strafen: 1mal 2 plus 10 Minuten (Pesonen) gegen SCL Tigers, 6mal 2 Minuten gegen Lugano. SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Blaser; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Leeger; Pascal Berger, Gagnon, Neukom; Kuonen, Johansson, Pesonen; DiDomenico, Gustafsson, Randegger; Rüegsegger, Diem, Roland Gerber. Lugano: Merzlikins; Ulmer, Wellinger; Loeffel, Vauclair; Chiesa, Chorney; Jecker, Riva; Haapala, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Morini, Klasen; Walker, Romanenghi, Jörg; Fazzini, Reuille, Bertaggia. Bemerkungen: SCL Tigers ohne Elo (überzähliger Ausländer) sowie Dostoinov und Nils Berger (beide verletzt), Lugano ohne Lajunen (krank), Ronchetti, Cunti, Lapierre und Sartori (alle verletzt). - 19. Fazzini verletzt ausgeschieden. - Pfosten: 15. Gagnon, 53. Hofmann, 56. Sannitz. - 58:48 Timeout Lugano.

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