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Lausanne frustriert die SCL Tigers

Gegen Lausannes defensiv fast perfekten Auftritt finden die Langnauer keine Mittel und verlieren zuhause 0:4. Lugano bleibt auf Playoff-Kurs.

kk, fas
Tigers-Goalie Ivars Punnenovs wird von Lausannes Cory Emmerton bedrängt.
Tigers-Goalie Ivars Punnenovs wird von Lausannes Cory Emmerton bedrängt.
Marcel Bieri, Keystone
Santeri Alatalo und der EV Zug verlieren zuhause gegen David McIntyre und Lugano 1:2. Trotzdem bleibt Zug an der Tabellenspitze, punktgleich mit den ZSC Lions. Die Zentralschweizer haben allerdings zwei Spiele weniger gespielt.
Santeri Alatalo und der EV Zug verlieren zuhause gegen David McIntyre und Lugano 1:2. Trotzdem bleibt Zug an der Tabellenspitze, punktgleich mit den ZSC Lions. Die Zentralschweizer haben allerdings zwei Spiele weniger gespielt.
Patrick Straub/Freshfocus
Immer wieder scheitert der EVZ an Luganos Torhüter Sandro Zurkirchen.
Immer wieder scheitert der EVZ an Luganos Torhüter Sandro Zurkirchen.
Patrick Straub/Freshfocus
Der Anfang der Wende: Gottérons Tristan Vauclair (Mitte) schiesst den Anschlusstreffer zum 2:1. Fribourg entscheidet das Spiel mit 3:2 nach Penaltyschiessen für sich, obwohl es 0:2 in Rückstand lag.
Der Anfang der Wende: Gottérons Tristan Vauclair (Mitte) schiesst den Anschlusstreffer zum 2:1. Fribourg entscheidet das Spiel mit 3:2 nach Penaltyschiessen für sich, obwohl es 0:2 in Rückstand lag.
Anthony Anex, Keystone
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Es ist ein frustrierender Abend und ein Rückschlag im Strichkampf für die SCL Tigers. Nach 40 eher ereignislosen Minuten mit viel taktischer Disziplin, aber wenig bis fast keinen Torchancen liegen sie 0:2 zurück, weil Lausanne zu Beginn des Mitteldrittels innert 46 Sekunden zwei bis dato seltene Fehler zu Toren ausnützt. Danach zieht der LHC sein bei Führungen bekanntes Defensiv-Spiel auf, die SCL Tigers rennen zwar an, kommen aber kaum zu Torchancen.

Eine 5-Minuten-Strafe gegen Lausannes Fabian Heldner nach vier Minuten im Schlussdrittel erweist sich zunächst als letzte gute Chance für Langnau, doch noch ins Spiel zurückzufinden. Es kommt aber ganz anders. Lausanne nützt einen Konter in Unterzahl zum 3:0, trifft kurz danach gar zum 4:0, und das Spiel ist nach 48 Minuten bereits entschieden.

Zug verzweifelt an Zurkirchen

Lugano bezwingt Tabellenführer EV Zug in der Bossard Arena 2:1. Dabei ist es der Leader, der den besseren Start erwischt. In den ersten Minuten drückt Zug auf die Führung, Yannick Zehnder scheitert aber mit der ersten Grosschance des Spiels am stark reagierenden Sandro Zurkirchen. Mitten in der Zuger Druckphase meldet sich Lugano dann mit dem ersten Warnschuss, Dominic Lammer scheitert aber am Pfosten. Es ist ein rasantes erste Drittel, in dem beide Teams in Führung hätten gehen können. Schlussendlich ist es aber Lugano, das seine erste Powerplay-Gelegenheit nutzt. Jani Lajunen nimmt den Puck direkt aus der Luft – nach kurzer Videokonsultation geben die Refs den Tessiner Führungstreffer. Vier Sekunden vor der Pause hat Lino Martschini die grosse Chance zum Ausgleich, doch erneut rettet Zurkirchen mit einem Big Save.

Und die Führung scheint den Luganesi Aufwind zu geben, diesen nehmen sie mit ins zweite Drittel. Keine drei Minuten dauert es, bis Raffaele Sannitz das 2:0 erzielt. In der 37. Minute hat Lammer die grosse Chance zur Entscheidung, scheitert aber alleine vor Leonardo Genoni. Deshalb wird es kurz nach Start des Schlussdrittels nochmals spannend: Johann Morant erzielt mit einem Schuss von der blauen Linie den Anschlusstreffer, da ist der dritte Abschnitt erst 27 Sekunden alt. Vor 6’650 Zuschauern rennt Zug verzweifelt an, der Ausgleich bleibt dem Tabellenführer allerdings verwehrt.

Biel gewinnt verrückte Partie

Biel bleibt dank einem 6:4-Sieg bei den Rapperswil-Jona Lakers auf dem fünften Tabellenrang. In einem verrückten Spiel liegen die Seeländer bereits nach 11 Minuten mit zwei Toren in Führung – später führen sie 3:1. Doch noch im Mitteldrittel dreht Rapperswil die Partie – im Schlussabschnitt sind es jedoch die Bieler, die das Spiel erneut auf den Kopf stellen und sich die drei Punkte sichern können.

Im Duell der wohl letzten Chance um die Playoff-Plätze kann Ambri-Piotta den Rückstand auf Langnau nur um einen Punkt verkürzen. In einer unattraktiven Partie verlieren die Leventiner bei Fribourg-Gottéron 2:3 nach Penaltyschiessen. Nach einer 2:0-Führung ist Ambri-Trainer Luca Cereda mitschuldig, dass sein Team in die Verlängerung und dann ins Penaltyschiessen gehen muss. Denn dem Anschlusstreffer ging ein Offside voraus – mit einer Coaches Challenge hätte er das Tor also verhindern können. 110 Sekunden vor Schluss folgt dafür die Quittung: Ryan Gunderson erzielt den Ausgleich für Fribourg – und kostet Ambri damit zwei Punkte. Mottet, Boychuk und Brodin sind für Gottéron erfolgreich, von Ambri verwandelt kein einziger Schütze.

SCL Tigers - Lausanne 0:4 (0:0, 0:2, 0:2)

5845 Zuschauer. – SR Stricker/Piechaczek, Kovacs/Cattaneo.Tore: 22. (21:36) Herren (Almond, Heldner) 0:1. 23. (22:22) Traber (Leone) 0:2. 48. Jeffrey (Jooris/Ausschluss Heldner!) 0:3. 53. Bertschy (Jooris, Kenins) 0:4. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 1mal 2 plus 5 (Heldner) Minuten plus Spieldauer (Heldner) gegen Lausanne.SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Lardi, Erni; Cadonau, Huguenin; Grossniklaus; Kuonen, Maxwell, Neukom; DiDomenico, Berger, Pesonen; Schmutz, Diem, Earl; Andersons, In-Albon, Sturny; Rüegsegger.Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Grossmann, Genazzi; Heldner, Holm; Nodari; Bertschy, Jooris, Kenins; Vermin, Emmerton, Jeffrey; Moy, Almond, Herren; Traber, Froidevaux, Leone.Bemerkungen: SCL Tigers ohne Dostoinow, Blaser, Schilt (verletzt), Gagnon und Elo (überzählig), Lausanne ohne Antonietti (verletzt) und Oejdemark (gesperrt). Earl mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgeschieden (44.). – Pfostenschuss Grossniklaus (57.).

Zug - Lugano 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)

6650 Zuschauer. – SR Lemelin/Salonen, Obwegeser/Schlegel.Tore: 17. Lajunen (Bertaggia/Ausschluss Diaz) 0:1. 23. Sannitz (Lammer, Loeffel) 0:2. 41. (40:27) Morant (Lindberg) 1:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 1mal 2 Minuten gegen Lugano.Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Stadler; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.Lugano: Zurkirchen; Postma, Wellinger; Chiesa, Riva; Loeffel, Vauclair; Jecker; Walker, Lajunen, Suri; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Jörg.Bemerkungen: Zug ohne Schnyder (verletzt) sowie Zgraggen und Zryd (überzählig), Lugano ohne Bürgler (verletzt), Chorney (überzählig). – Latte: 9. Lammer. – 58:48 Timeout Zug, von 57:55 bis 59:16 sowie ab 59:20 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Biel 4:6 (1:2, 3:1, 0:3)

3644 Zuschauer. – SR Salonen/Müller, Fuchs/Kehrli.Tore: 9. Neuenschwander (Rantakari) 0:1. 11. Kohler (Moser) 0:2. 16. Schlagenhauf 1:2. 24. Cunti (Riat, Rathgeb/Ausschluss Profico) 1:3. 28. Egli (Simek/Ausschluss Cunti) 2:3. 33. Egli (Clark) 3:3. 40. (39:19) Simek (Clark, Cervenka/Ausschluss Rantakari) 4:3. 46. Rajala (Ullström) 4:4. 49. Riat (Rathgeb/Ausschluss Clark) 4:5. 60. (59:09) Ullström (Riat) 4:6 (ins leere Tor). – Strafen: 3mal 2 plus 10 (Clark) Minuten gegen Rapperswil-Jona, 4mal 2 Minuten gegen Biel.Rapperswil-Jona: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Egli, Profico; Schneeberger, Maier; Wellman, Dünner, Simek; Clark, Rowe, Cervenka; Forrer, Wetter, Casutt; Eggenberger, Ness, Schlagenhauf.Biel: Paupe; Kreis, Moser; Rathgeb, Forster; Rantakari, Fey; Sataric; Fuchs, Ullström, Rajala; Riat, Nussbaumer, Schneider; Brunner, Cunti, Kohler; Tschantré, Gustafsson, Neuenschwander.Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Hächler (krank), Kristo (überzählig), Hüsler, Randegger und Schweri, Biel ohne Pouliot, Hügli, Salmela, Ulmer, Wüest, Lüthi (verletzt) und Künzle (krank). Pfostenschuss Rajala (37.). Gustafsson verletzt ausgeschieden (18.). – Timeouts: Rapperswil-Jona (59.); Biel (57.). Rapperswil-Jona von 58:45 bis 59:09 ohne Torhüter.

Gottéron - Ambri-3:2 (0:0, 0:1, 2:1, 0:0) n.P.

6186 Zuschauer. – SR Dipietro/Fluri, Obwegeser/Wolf.Tore: 30. Dal Pian (Hinterkircher) 0:1. 44. Bianchi (Goi) 0:2. 52. Vauclair (Stalder) 1:2. 59. Gunderson 2:2. – Penaltyschiessen: Mottet 1:0, Sabolic -; Boychuk 2:0, D'Agostini -; Stalder -, Müller -; Brodin 3:0. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.Gottéron: Berra; Abplanalp, Marti; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Stalder; Forrer; Brodin, Schmid, Stalberg; Rossi, Boychuk, Mottet; Lauper, Marchon, Vauclair; Gähler, Schmutz, Lhotak.Ambri: Manzato; Fora, Dotti; Plastino, Fischer; Ngoy, Jelovac; Fohrler; D'Agostini, Novotny, Sabolic; Incir, Goi, Bianchi; Trisconi, Müller, Zwerger; Neuenschwander, Dal Pian, Hinterkircher; Mazzolini.Bemerkungen: Gottéron ohne Furrer, Walser, Desharnais und Bykow (verletzt) sowie Sprunger (gesperrt), Ambri ohne Rohrbach, Flynn, Kneubühler, Kostner, Pinana, Upshall und Hofer (verletzt). – 59. Timeout Gottéron.

Rangliste: 1. Zug 38/71 (118:101). 2. ZSC Lions 40/71 (134:101). 3. Servette 40/68 (114:101). 4. Davos 36/67 (119:98). 5. Biel 40/61 (120:118). 6. Lugano 41/58 (100:109). 7. Lausanne 36/57 (104:95). 8. SCL Tigers 39/54 (94:113). 9. Bern 38/52 (101:111). 10. Gottéron 37/48 (87:101). 11. Ambri 40/48 (98:115). 12. Rapperswil-Jona 39/41 (98:124).

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