«Man muss dem Puck eine Chance geben, dass er ins Tor gehen kann»

Die Ursachen für das 4:5 bei den ZSC Lions hatte Harold Kreis schnell gefunden. In den ersten 40 Minuten habe der EVZ nicht agiert, sagt der Zuger Trainer im Interview.

Zug-Trainer Harold Kreis musste in Zürich häufig gestikulieren.

Zug-Trainer Harold Kreis musste in Zürich häufig gestikulieren. Bild: Keystone

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Harold Kreis, was haben Sie Ihrem Team in der zweiten Drittelspause beim Stand von 1:4 gesagt?
Dass wir aggressiver spielen müssen, nach vorne, nicht nach hinten. Einfach, und die Scheibe aufs Tor bringen. Im zweiten Drittel waren es 17:4 Torschüsse für Zürich, im letzten Drittel 23:3 für uns und es sind drei Tore gefallen für uns.

Geht man nach einem solchen Spiel trotzdem mit einem guten Gefühl nach Hause?
Wir haben klar gesehen, wie wir spielen müssen. 40 Minuten haben wir nicht agiert, haben Strafen genommen, wir haben einfach unser Spiel nicht gefunden.

Sind Sie sauer, dass Ihr Team zwei Drittel brauchte?
So ist das Playoff, das kommt vor. Wir haben den Zürchern zu viel Platz gelassen, wir haben zu brav gespielt. Im letzten Drittel haben wir das dann abgelegt, als wir ein bisschen Verzweiflungs-Hockey spielten, beim Stande von 1:4. Die Jungs haben unglaublich gerackert und Kampfgeist gezeigt, und sich auf 4:4 heran gespielt. Ich hätte das Resultat gerne in die Verlängerung genommen, aber dann kam das 4:5. Pettersson schoss die Scheibe auch nur Richtung Tor und Schlumpf fälschte ins Tor ab. Manchmal ist der einfachste und direkteste Weg der Effektivste.

Diese «dirty goals», die sogenannt schmutzigen Tore, können entscheiden.
Absolut. Man muss dem Puck eine Chance geben, dass er ins Tor gehen kann.

Man müsste aber meinen, dass das alle Spieler wissen.
Ja, mit ausreichend Sauerstoff im Hirn und ohne Stress ist das so. Auf dem Spielfeld sieht es dann aber manchmal anders aus. Aber wie gesagt, im letzten Drittel haben wir uns dann entschlossen, die Scheibe aufs Tor zu bringen. 23:3 Schüsse und dann passiert auch was, da gibt es Verkehr, Nachschüsse.

Werden Sie nun noch lange das Negative ansprechen oder nehmen Sie vor dem nächsten Spiel am Donnerstag nur das Positive mit?
Wir müssen nicht die Zeit damit verbringen, was wir nicht gemacht haben, sondern wir werden das anschauen, was uns stark macht, was unser Spiel nach vorne bringt. Das letzte Drittel war das beste Beispiel, Chapeau an die Mannschaft, wie sie gekämpft hat. Die Leistung aus dem Schlussdrittel gilt es nun zu verinnerlichen und dam Donnerstag bringen wirs dann vom ersten Bully an aufs Eis. Gegen einen solch starken Gegner wie den ZSC braucht es das auch. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.03.2018, 02:31 Uhr

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