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Nilsson rettet den ZSC vor weiterer Pleite

Die ZSC Lions gleichen in der Viertelfinalserie gegen Lausanne dank eines 3:2-Sieges nach Penaltyschiessen zum 1:1 aus. Zum Matchwinner avanciert Robert Nilsson.

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Aber 67 Sekunden vor Schluss machen die Lausanner einen Wechselfehler, zu recht diktieren die Heads einen Penalty für die Zürcher. Robert Nilsson behält die Nerven und trifft zum 2:2. Es kommt zur Overtime.
Aber 67 Sekunden vor Schluss machen die Lausanner einen Wechselfehler, zu recht diktieren die Heads einen Penalty für die Zürcher. Robert Nilsson behält die Nerven und trifft zum 2:2. Es kommt zur Overtime.
Keystone
...saudumme Fouls begeht, muss er dreimal in der Verlängerung in Unterzahl spielen. Aber dem Neuling gelingt kein Tor. Es kommt zum Penaltykrimi.
...saudumme Fouls begeht, muss er dreimal in der Verlängerung in Unterzahl spielen. Aber dem Neuling gelingt kein Tor. Es kommt zum Penaltykrimi.
Keystone
Und mit dem zwölften Penalty beendet Nilsson den Shootout. Die Lions setzen sich in Lausanne mit 3:2 durch und gleichen in der Viertelfinalserie zum 1:1 aus.
Und mit dem zwölften Penalty beendet Nilsson den Shootout. Die Lions setzen sich in Lausanne mit 3:2 durch und gleichen in der Viertelfinalserie zum 1:1 aus.
Keystone
Die Enttäuschung bei Lausannes Topskorer Juha-Pekka Hytönen ist gross. Er hätte im Penaltyschiessen alles klar machen können. Der Aufsteiger zieht nach Spielschluss auch den Spielfeld-Protest wegen des Penaltys in der 59. Minute zurück.
Die Enttäuschung bei Lausannes Topskorer Juha-Pekka Hytönen ist gross. Er hätte im Penaltyschiessen alles klar machen können. Der Aufsteiger zieht nach Spielschluss auch den Spielfeld-Protest wegen des Penaltys in der 59. Minute zurück.
Keystone
Dafür ist der Jubel bei den Zürchern gross. Die Löwen umarmen ihren Helden Nilsson (Nummer 9).
Dafür ist der Jubel bei den Zürchern gross. Die Löwen umarmen ihren Helden Nilsson (Nummer 9).
Keystone
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Robert Nilsson verwertete den entscheidenden Penalty, nachdem er bereits das späte 2:2 (59.) geschossen hatte. In der Regular Season hatten die Lions nur eines von neun Spielen gewonnen, in dem sie in die Verlängerung oder ins Shootout mussten – bei den sechs Penaltyschiessen verloren sie gar jedes Mal. Insofern kam dieser spezielle Erfolg gerade zum richtigen Zeitpunkt. Lausanne hatte in der Verlängerung während sechs Minuten in Überzahl spielen können, nutzte diesen Vorteil aber nicht aus.

Der ZSC hatte sich in extremis in die Verlängerung gerettet. Nilsson verwertete 67 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit einen Penalty souverän zum 2:2. Der Strafschuss war aufgrund eines klaren Wechselfehlers der Waadtländer ausgesprochen worden. Die Regel besagt, dass ein absichtlich unkorrekter Spielerwechsel in den letzten zwei Minuten einen Penalty zur Folge hat. Lausanne legte daraufhin einen Spielfeldprotest ein, zog diesen dann aber nach Spielschluss und Konsultation des Regelwerks zurück.

Erneut Zürcher Aussetzer in der Abwehr

Drei Minuten vor dem 2:2 hatte Daniel Bang die Gastgeber zum zweiten Mal in dieser Partie in Führung gebracht und mit dem vermeintlichen Siegtreffer die Mehrheit der 8000 Zuschauer in der ausverkauften Malley-Halle in Ekstase gebracht. Das 1:2 war aus Sicht der Lions absolut unnötig. Einerseits agierte Verteidiger Andri Stoffel zu passiv, andererseits hätte Goalie Lukas Flüeler diesen Schuss halten müssen. Zudem waren die Lions zuvor im letzten Drittel besser gewesen.

Wie bereits beim 4:1-Sieg am Dienstag im Hallenstadion waren die Gastgeber in der 1. Minute in Führung gegangen. Diesmal dauerte es 44 Sekunden, ehe der Lausanner Topskorer Juha-Pekka Hytönen reüssierte. Die Vorarbeit leistete Benjamin Antonietti, der den Puck in den Slot brachte, worauf Steve McCarthy beinahe ein Eigentor unterlaufen wäre, ehe Hytönen den ZSC-Goalie doch noch bezwang. Antonietti war bereits im ersten Spiel mit zwei Toren ein Aktivposten gewesen.

Der wichtige Ausgleich von Seger

Der frühe Rückstand hinterliess beim ZSC Spuren. Lausanne hatte den Favoriten im ersten Drittel im Griff. Diesmal gelang es den Waadtländern aber nicht, die Führung auszubauen, obwohl sie viel Dampf machten. In der 26. Minute traf Mathias Seger nach einem Pass von Mark Bastl zum 1:1. Der Captain der Lions war mit einem Backhand-Schuss erfolgreich, der ansonsten starke Lausanner Goalie Cristobal Huet war erstmals bezwungen.

Dieses Tor löste den Knoten bei den Lions etwas, das Heimteam hielt aber weiterhin gut dagegen. Insofern entbehrte es nicht einer gewissen Logik, dass die Partie erst im Penaltyschiessen entschieden wurde.

Lausanne HC - ZSC Lions 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:0) n.P. Malley. – 8000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Koch, Abegglen/Rohrer. – Tore: 1. (0:44) Hytönen (Benjamin Antonietti) 1:0. 26. Seger (Bastl, Dan Fritsche) 1:1. 56. Bang (Leeger) 2:1. 59. (58:53) Nilsson 2:2 (Penalty nach Wechselfehler). – Penaltyschiessen: Bergeron 0:1, Genazzi - (scheitert); Shannon - (daneben), Setzinger 1:1; Nilsson - (scheitert), Genoway 2:1; Wick 2:2, Bang - (scheitert); Patrik Bärtschi - (scheitert), Hytönen - (scheitert); Setzinger - (daneben), Nilsson 2:3. – Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Gobbi) gegen Lausanne, 6mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: Hytönen; Wick. Lausanne: Huet; Jannik Fischer, Lardi; Gobbi, Leeger; Stalder, Genazzi; Seydoux; Setzinger, Genoway, Simon Fischer; Benjamin Antonietti, Hytönen, Bang; Neuenschwander, Froidevaux, Gailland; Florian Conz, Paul Savary, Déruns. ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Bergeron; Seger, McCarthy; Blindenbacher, Daniel Schnyder; Ryan Keller, Shannon, Schäppi; Nilsson, Cunti, Wick; Patrik Bärtschi, Trachsler, Kenins; Dan Fritsche, Senteler, Bastl; Künzle. Bemerkungen: Lausanne ohne Augsburger, Morant, Reist (alle verletzt) und Fleury (überzähliger Ausländer). ZSC Lions ohne Geering (verletzt) und Tabacek (überzähliger Ausländer). – Timeout Lausanne (77.).

(si)

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