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Russlands Wunderwaffe sinnt auf Rache

Im Februar 2010 liessen die Kanadier Alexander Owetschkins Traum von Olympia-Gold in den Viertelfinals platzen. Dafür will sie der kurzfristig eingeflogene Star an der WM in der Slowakei büssen lassen.

Der WM-Viertelfinal zwischen den Eishockey-Grossmächten Russland und Kanada ist so etwas wie das vorgezogene Endspiel des Turniers und soll zur grossen Show des russischen NHL-Superstars Alexander Owetschkin werden. Owetschkin, der letzte Woche mit den Washington Capitals aus dem Playoff um den Stanley Cup ausschied, erinnert sich nur zu gut an das 3:7 gegen die Kanadier an den Winterspielen in Vancouver. Die Erinnerung an diesen Match ist in seinen Augen die beste Motivation für das heutige Aufeinandertreffen. «Owetschkin besteht darauf, dass Kanada für uns der bessere Gegner ist als Norwegen», erklärte sein Trainer Slawa Bykow, der mit seinen Eishockey-Künsten einst die Fans des HC Fribourg-Gottéron verzückte.

Bykow selbst demonstriert ebenfalls Selbstbewusstsein: Ihm sei es egal, auf wen seine Mannschaft treffe. «Wir haben Stürmer, die viel Talent haben und die richtige Torjäger sind. Aber bis jetzt können wir noch nicht zufrieden sein mit ihren Auftritten. Es sind Spiele wie gegen Kanada, in denen sie das bisher Vermisste gutmachen können», gab er zu Protokoll.

«Ich will hier wieder Gold gewinnen»

Die an dieser WM noch ungeschlagenen Kanadier stellen sich auf harte Gegenwehr der Russen ein, obwohl diese bislang nicht überzeugen konnten und auch Oewtschkin bei seinen Einsätzen gegen Tschechien und Finnland wenig Furcht verbreitete. «Bis jetzt haben sie mit halber Geschwindigkeit gespielt. Am Donnerstag werden sie mit Vollspeed antreten, so viel ist sicher», erklärte der kanadische Headcoach Ken Hitchcock.

Sein Antipode Bykow lobt derweil Owetschkins Einstellung: «Er hat nach einer langen NHL-Saison immer noch einen unglaublichen Siegeswillen.» Dieser Siegeswille ist nach der Enttäuschung über das Scheitern im Stanley-Cup-Rennen schnell zurückgekehrt. «Ich bin hier, um dem Team zu helfen, jeden Gegner zu schlagen. Ich will hier wieder Gold gewinnen», sagte Owetschkin nach seiner Ankunft aus Nordamerika. Sein Fernziel aber heisst Olympia 2014 in Sotschi. Seinen Klub warnt er schon einmal davor, ihm für das Turnier die Freigabe zu verweigern: «Wenn mir jemand sagt, dass ich nicht für mein Land bei Olympia spielen kann, sage ich Adieu.»

Owetschkin begeistert sogar US-Präsident Barack Obama. «Er ist unglaublich. Und als Einwohner von Washington profitiere ich ganz besonders von ihm. Wir sind alle froh, dass wir ihn haben», schwärmte der mächtigste Mann der Welt einmal.

Nash und die besonderen Gefühle

Der frühere Davoser Rick Nash blickt dem Duell mit Owetschkin und Co. mit einer Mischung aus Respekt und Vorfreude entgegen. «Es weckt immer besondere Gefühle, wenn du gegen die Russen spielst», so der Captain der Kanadier. «Egal, ob es dein erstes Spiel ist oder du schon einiges mitgemacht hast.» Kanadas Jungstar John Tavares mahnt: «Du musst schlau spielen und diese ganze Energie in die richtigen Bahnen lenken.» Der 20-Jährige von den New York Islanders war nach der Zwischenrunde mit neun Skorerpunkten der erfolgreichste Skorer der WM.

si/ak

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