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Sbisa verstäkt Schweizer WM-Team

Sean Simpson hat NHL-Verteidiger Luca Sbisa für die am Freitag beginnende WM in der Slowakei nachnominiert. Aus diesem Grund muss Tim Ramholt vom HCD das Team verlassen.

Schlagkräftige Verstärkung für das Schweizer Team: Luca Sbisa (r.) nimmt an der A-WM in der Slowakei teil.
Schlagkräftige Verstärkung für das Schweizer Team: Luca Sbisa (r.) nimmt an der A-WM in der Slowakei teil.
Keystone

Der 21-jährige Sbisa hat von der NHL-Organisation Anaheim Ducks nach medizinischen Tests die Freigabe erhalten und wird heute zur Equipe stossen. Ob er bereits im wichtigen Auftaktspiel am Freitag gegen Frankreich eingesetzt wird, liess Simpson offen: «Das werden wir sehen, wenn er ankommt.» Zu Sbisa selber sagte er: «Er ist ein junger, kräftiger Verteidiger, der eine eindrückliche Saison hinter und eine grosse NHL-Karriere vor sich hat.»

Sbisa gelang in dieser Saison in der NHL der Durchbruch. Nachdem er Mitte Oktober in die American Hockey League zu den Syracuse Crunch abgeschoben worden war, wurde er am 10. November in einer wahren «Nacht- und Nebelaktion» zurückgeholt. Seither etablierte er sich als Stammspieler und brachte es in 72 Partien (inklusive Playoffs) auf zwei Tore und zwölf Assists. Im März wurde er für die starken Leistungen mit einem Vierjahresvertrag belohnt, der ihm insgesamt 8,7 Millionen Dollar einbringt. Die Ducks schieden in den Playoffs in der ersten Runde gegen Nashville (2:4 Siege) aus.

Eine Premiere für den NHL-Profi

Sbisa wird erstmals an einer WM teilnehmen; im vergangenen Jahr war er angeschlagen gewesen und hatte deshalb von Anaheim keine Freigabe erhalten. Mit den Olympischen Spielen 2010 hat er allerdings schon ein grosses Turnier bestritten, wobei er in Vancouver mit seiner unerschrockenen Art zu den Pluspunkten im Schweizer Team gehörte.

Sbisa dürfte der einzige Spieler aus Nordamerika sein, der das Team verstärkt. Yannick Weber, der mit den Montreal Canadiens in der Nacht auf heute in Boston das entscheidende siebente Spiel in den Playoff-Achtelfinals gegen die Bruins absolviert hat, ist eher kein Thema. «Es müsste etwas ganz Spezielles passieren, bevor wir ihn holen.» Konkreter wurde Simpson nicht. Roman Josi (Milwaukee Admirals), Roman Wick (Binghamton Senators) und Nino Niederreiter (Portland Winterhawks) sind weiterhin in den Playoffs engagiert.

Ohne Goalie Gerber

Sicher nicht dabei in der Slowakei ist Torhüter Martin Gerber, obwohl der Emmentaler nach dem Ausscheiden der Oklahoma City Barons aus den AHL-Playoffs theoretisch zur Verfügung stehen würde. «Martin und ich haben nach seinem Ausscheiden lange über die Weltmeisterschaft gesprochen und gemeinsam entschieden, ihn für die diesjährige WM nicht zu selektionieren», so Simpson. Auf dieser Position bestand allerdings auch kein Bedarf nach einer Verstärkung, denn mit Tobias Stephan und Leonardo Genoni verfügt die Schweiz auch so über zwei Klassekeeper.

Die Schweizer sind am Dienstag in Kosice angekommen und haben danach ein erstes Mal vor Ort trainiert. Am Mittwoch stand eine weitere Trainingseinheit und am Nachmittag ein Teambildungsevent auf dem Programm. Nach derzeitigem Stand kann Simpson gegen Frankreich aus dem Vollen schöpfen, denn sämtliche Spieler sind fit.

si/ak/fal

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