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Schweizerinnen begeistern auf dem Eis

Das Frauen-Nationalteam im Eishockey besiegt im letzten WM-Gruppenspiel in Winterthur Kasachstan mit 6:1 und qualifiziert sich souverän für die Viertelfinals.

Torjubel: Souveräner als erwartet qualifizieren sich die Schweizerinnen für die WM-Viertelfinals.
Torjubel: Souveräner als erwartet qualifizieren sich die Schweizerinnen für die WM-Viertelfinals.
Keystone

Das Frauen-Nationalteam besiegte in Winterthur an der Heim-WM Kasachstan mit 6:1 und qualifizierte sich souverän für die Viertelfinals. Vor den Finalspielen im Zürcher Hallenstadion präsentiert sich die Ausgangslage für das Schweizer Team als sehr vielversprechend.

Die Vorentscheidung im kapitalen letzten Vorrundenspiel fiel schon in den ersten 18 Minuten. Die Schweizerinnen, die im Falle einer Niederlage gegen die Kasachinnen ins Abstiegsplayoff verwiesen worden wären, legten los wie die Feuerwehr und gingen durch Treffer der Zwillinge Stefanie (5.) und Julia Marty (7.) innerhalb von 108 Sekunden 2:0 in Führung. Darcia Leimgruber erhöhte nach 18 Minuten auf 3:0. Der 21-jährigen Leimgruber gelang später auch noch das 4:0. Im dritten Abschnitt setzten die Winterthurerin Sara Benz (mit einem Shorthander zum 5:1!) und Christine Meier (in Überzahl zum 6:1) die letzten Akzente.

Ein perfektes Spiel

Der klare Sieg widerspiegelte das Geschehen im Rink gut. Am Ende stand das Schussskore bei 53:21 zu Gunsten der Schweizerinnen, die den Gegner richtiggehend überrannten. Die 2436 Zuschauer in der Eishalle am Deutweg honorierten die erfrischende Leistung des Heimteams schon während des zweiten Abschnitts erstmals mit der La-olà-Welle. Nationalcoach Rene Kammerer sprach hinterher von einem fast perfekten Spiel: «Wir waren auf den Schlittschuhen viel schneller unterwegs als die Kasachinnen. Und wir verwalteten den Vorsprung souverän. Das ist ein gutes Zeichen, denn diese Saison haben wir uns oft mit Führungen schwer getan.»

Der SEHV-Auswahl bleiben nun zwei freie Tage bis zum Viertelfinal, der am Karfreitagabend im Zürcher Hallenstadion ausgetragen wird. Das Team von Rene Kammerer trifft entweder auf Russland oder die Slowakei. Der Gegner wird am Mittwochnachmittag ermittelt. Die Russinnen belegen Platz 6 in der Weltrangliste, die Slowakinnen Platz 10.

Hindernisse vor Medaillenträumen

Während der aufwändigen WM-Vorbereitung spielten die Schweizerinnen bloss einmal gegen Russland. Vor einer Woche setzte es in Kreuzlingen bei der WM-Hauptprobe eine 1:3-Niederlage ab. Gegen die Slowakei resultierte im November in Monthey ein 1:2 nach Penaltyschiessen und im Dezember in Sursee ein 3:2-Sieg. Kammerer: «Egal wer kommt - wir wissen, dass wir eine Siegchance haben.»

Dass die Schweizerinnen (IIHF-Nummer 5) im Viertelfinal sicher auf einen Gegner treffen, der in der Weltrangliste weniger gut klassiert ist, verdanken sie dem sonntäglichen Effort gegen Finnland (2:1-Sieg). Die Schweizerinnen beendeten die Vorrunde hinter den haushoch überlegenen Kanadierinnen (3 Siege, 21:0 Tore) auf Platz 2. Finnland und Schweden, die Nummern 3 und 4 der Weltrangliste, treffen dadurch voraussichtlich bereits im Viertelfinal aufeinander. Und dadurch dürfen die Schweizerinnen von einer Medaille träumen. «Diese Mannschaft ist in der Lage zu fliegen», ist Nationalcoach Kammerer überzeugt.

si/fal

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