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So überbrücken die Spitzenclubs die Corona-Pause

Wie gehen die drei Hockey-Topteams mit dem Coronavirus und der bis mindesten 17. März dauernden Zwangspause um? Wir fragte bei den Sportchefs nach.

Das Hallenstadion bleibt vorerst leer.
Das Hallenstadion bleibt vorerst leer.
Walter Bieri, Keystone

1. Was macht Ihre Mannschaft während der Zwangspause? Gibt es Testspiele?

Sven Leuenberger (ZSC Lions): «Von Dienstag bis Freitag trainieren wir ganz normal, danach haben die Spieler drei Tage frei. Wir würden gerne noch ein Trainingsspiel absolvieren, sofern wir einen sinnvollen Gegner finden. Rappi beispielsweise, das aus geografischen Überlegungen unser Favorit war, will keine Matches bestreiten. Natürlich würde ein solches Spiel ohne Zuschauer stattfinden, alles andere wäre unglaubwürdig.»

Reto Kläy (EV Zug): «Wir trainieren ganz normal und geben den Spielern auch einige Freitage. Ob wir ein Testspiel bestreiten, ist noch offen. Eventuell gibt es einfach eines gegen unsere EVZ Academy.»

Raeto Raffainer (HC Davos): «Wir haben uns dagegen entschieden, Spiele zu bestreiten, werden stattdessen die Trainingsintensität hochschrauben und mit einem breiteren Kader arbeiten.»

2. Haben Sie Angst davor, dass Ihre Mannschaft durch die längere Pause, die sich noch weiter ausdehnen könnte, die Spannung verliert?

Leuenberger: «Wenn am 17. März gespielt werden kann, dann sollte es nicht so problematisch sein, die Spannung wieder aufzubauen. Denn beim letzten Nati-Break hatten wir auch 13 Tage Pause und es ist uns gut gelungen, diese zu handeln. Doch mit jeder weiteren Verschiebung würde das zu einer immer grösseren Herausforderung.»

Kläy: «Letztlich ist diese Situation für alle gleich. Wir müssen den Fokus darauf legen, dass am 17. März gespielt wird. Und sollte das nicht der Fall sein, dann müssen wir den Fokus eben neu legen, ohne daraus ein Drama zu machen. Die Spieler sollen sich auf das fokussieren, was sie beeinflussen können und alles andere nach Möglichkeit ausblenden. Aber klar, diese Situation ist für alle ein mentaler Test.»

Raffainer: «Wir gehen davon aus, dass wir am 17. März spielen. Das muss unsere Einstellung sein, alles andere wäre nicht gut für den Trainingsverlauf.»

3. Was werden für Vorkehrungen getroffen, um Coronavirus-Infektionen innerhalb des Clubs zu verhindern?

Leuenberger: «Wir haben Massnahmenblätter herausgegeben, mit den üblichen Empfehlungen. Auch benutzen wir seit letzter Woche auf der Bank Schweisstüchlein, die nach einmaligem Gebrauch in einen Eimer geworfen und danach gewaschen werden. Ansonsten bauen wir auf den gesunden Menschenverstand. Wir haben den Spielern auf den Weg mitgegeben, während ihrer freien Tage nicht ins Ausland zu reisen. Oder wenn jemand Besuch erwartet, nachzufragen wo sich die Leute aufgehalten haben.»

Kläy: «Die Richtlinien sind für alle klar und reichen vorderhand auch. Ansonsten setzen wir darauf, dass die Spieler erwachsen genug sind, um präventiv gewisse Vorkehrungen zu treffen, wie sich nicht in grosse Menschenmassen aufzuhalten.»

Raffainer: «Wir hatten im Dezember und Januar in Davos einen Magen-Darm-Virus zu bewältigen. Wie schon damals sind wir darauf angewiesen, dass sich jemand bei Krankheitssymptomen meldet und sicher nicht mehr in die Garderobe hineinläuft. Und wir schliessen auch immer die Garderobe ab, damit nur noch die Spieler und der Staff hereinkommen. Auch haben wir vorläufig unseren Teambetreuer Paul Berri aus dem Betrieb genommen. Dies zu seinem eigenen Schutz, weil er 80 Jahre alt ist und damit der Risikogruppe angehört.»

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