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ZSC gewinnt Klassiker – Tigers verpassen Playoffs

Langnau verliert das Derby gegen Bern 2:4 und muss gegen den Abstieg kämpfen. Damit steht Lugano als letzter Playoff-Teilnehmer fest. Der ZSC siegt in Davos 4:3.

Erneut ZSC-Jubel gegen Davos: Die Lions gewinnen auch den vierten Vergleich gegen die Bündner. (18. Februar 2017)
Erneut ZSC-Jubel gegen Davos: Die Lions gewinnen auch den vierten Vergleich gegen die Bündner. (18. Februar 2017)
Jürgen Staiger, Keystone
Der Klassiker im Landwassertal bietet den Fanns rassiges, temporeiches und schlagkräftiges Eishockey. Dank des Erfolges in Davos haben die Löwen noch geringe Chancen, doch noch Erster nach der Qualifikation zu werden.
Der Klassiker im Landwassertal bietet den Fanns rassiges, temporeiches und schlagkräftiges Eishockey. Dank des Erfolges in Davos haben die Löwen noch geringe Chancen, doch noch Erster nach der Qualifikation zu werden.
Jürgen Staiger, Keystone
Der EV Zug schlägt Gottéron 4:1 und kehrt auf die Siegesstrasse zurück. Doch der Qualifikationstriumph dürfte Leader SC Bern kaum mehr zu nehmen sein.
Der EV Zug schlägt Gottéron 4:1 und kehrt auf die Siegesstrasse zurück. Doch der Qualifikationstriumph dürfte Leader SC Bern kaum mehr zu nehmen sein.
Alexandra Wey, Keystone
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Mit der Niederlage im Berner Derby verspielte Langnau die letzte, minimale Chance, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Die SCL Tigers verloren daheim gegen den SC Bern mit 2:4. Die Entscheidung war spätestens nach dem 4:1 in der 32. Minute gefallen. Der nach dieser Saison scheidende Captain Martin Plüss war für den vierten SCB-Treffer verantwortlich. Der SC Bern machte damit einen weiteren Schritt Richtung Qualifikationssieg.

Der HC Lugano selbst feierte im Tessiner Derby gegen das kriselnde Ambri einen 5:0-Sieg. Das Schlusslicht aus der Leventina hatte schon am Freitag eine 0:7-Kanterniederlage (gegen Fribourg) kassiert.

Ein Vorgeschmack auf den Titelkampf

Erster Verfolger hinter dem Meister bleiben die ZSC Lions mit sieben Zähler Rückstand. Die Zürcher gewannen den tempostarken und spannenden Klassiker in Davos mit 4:3. Den Siegtreffer erzielte Verteidiger Severin Blindenbacher 37 Sekunden vor Schluss. Damit gewannen die Zürcher in dieser Regular Season alle vier Vergleiche mit den Bündnern und gaben keinen Punkt ab.

Das drittplatzierte Zug setzte sich daheim gegen Fribourg-Gottéron mit 4:1 durch. Kloten kam gegen den EHC Biel zu einem 3:2-Erfolg und überholte in der Tabelle die SCL Tigers. Das 3:2 erzielte Patrick Obrist in der 46. Minute. Nach der zweiten Niederlage in den letzten sieben Spielen werden die Bieler die Qualifikation im besten Fall von Platz 5 aus in Angriff nehmen.

Im Léman-Derby gab es womöglich einen Vorgeschmack auf die Playoffs. Genève-Servette und Lausanne könnten sich in den Viertelfinals wieder gegenüberstehen. Am Samstag setzte sich das fünftplatzierte Servette mit 6:4 gegen das viertplatzierte Lausanne durch. Die Genfer machten aus einem 0:1 mit fünf Toren innerhalb von 13 Minuten ein 5:1.

Die Awayquote des ZSC

Dem Tor von Severin Blindenbacher im Klassiker ging ein Puckverlust von HCD-Verteidiger Claude Paschoud in der eigenen Zone voraus. Zuvor hatten die Davoser in der Schlussphase dem 4:3 näher gestanden.

Die Zuschauer kamen in den Genuss einer attraktiven und schnellen Partie. Fünf der sieben Tore fielen im Mitteldrittel. Die Bündner führten allerdings einzig nach dem 3:2 von Marc Wieser (32.), der seinen 21. Saisontreffer schoss. 34 Sekunden vor der zweiten Pause glich Fabrice Herzog für den ZSC im Powerplay mit einem Ablenker zum 3:3 aus. Bereits das 2:1 (28.) für die Lions hatte Ronald Kenins per Ablenker in Überzahl erzielt. Die zweite Führung der Gäste hielt aber nur während 39 Sekunden, dann gelang Mauro Jörg das 2:2.

Die Lions, die bereits nach 23 Sekunden durch Robert Nilsson vorgelegt hatten, unterstrichen mit diesem Sieg ihre Auswärtsstärke. Es war für den ZSC im 24. Saisonspiel auf fremdem Eis der 19. Sieg – eine sagenhafte Quote. Derweil erlitten die Davoser die dritte Niederlage in Folge.

Aus der Traum vom Titelkampf

Der Traum von der zweiten Playoff-Teilnahme nach 2011 erfüllt sich für die SCL Tigers nicht. Die vier Heimspiele gegen den SCB seit dem Wiederaufstieg hatten die Langnauer zwar alle gewonnen. Ihre Hoffnungen waren deshalb berechtigt, die zumindest theoretischen Chancen auf die Playoff-Teilnahme aufrecht zu erhalten. Doch für einmal fanden die Langnauer gegen den Rivalen kein Rezept.

Nach 27 Minuten lag Langnau vorentscheidend 1:3 im Rückstand. Die drei Berner Treffer gingen auf das Konto der nominell dritten Linie mit Neuzuzug Aaron Gagnon, der im fünften Spiel seinen bereits dritten Treffer (zum 1:0) schoss, sowie Marco Müller (zwei Tore) und Andrew Ebbett (drei Assists).

Langnau hatte seine beste Phase nach dem Anschlusstreffer zum 1:2, den Anthony Huguenin nur neun Sekunden nach der ersten Pause in Überzahl erzielte. Für den Verteidiger, der die Saison in Biel begonnen hatte, war es das erste Tor in dieser Saison. Doch Bern reagierte durch Müller, der erstmals in der NLA doppelt traf, und Martin Plüss, der auch in Langnau sein Tor erzielte.

NLA, Samstag:br> Davos - ZSC Lions 3:4 (0:1, 3:2, 0:1). Kloten - Biel 3:2 (1:2, 1:0, 1:0 ). Genève-Servette - Lausanne 6:4 (0:0, 3:1, 3:3). SCL Tigers - Bern 2:4 (0:2, 1:2, 1:0). Zug - Fribourg-Gottéron 4:1 (2:1, 2:0, 0:0). Ambri-Piotta - Lugano 0:5 (0:3, 0:2, 0:0). – Rangliste: 1. Bern 47/101 (147:108). 2. ZSC Lions 46/94 (150:108). 3. Zug 47/93 (145:109). 4. Lausanne 48/80 (151:134). 5. Genève-Servette 48/72 (132:134). 6. Biel 47/70 (141:130). 7. Davos 47/69 (139:130). 8. Lugano 48/68 (137:152). 9. Kloten 48/57 (136:159). 10. SCL Tigers 47/56 (113:137). 11. Fribourg-Gottéron 48/48 (125:167). 12. Ambri-Piotta 47/44 (108:156).

SCL Tigers - Bern 2:4 (0:2, 1:2, 1:0) 6000 Zuschauer (ausverkauft). - Fischer/Stricker, Castelli/Obwegeser. - Tore: 6. Gagnon (Lasch, Ebbett/Ausschluss Albrecht) 0:1. 17. Marco Müller (Ebbett) 0:2. 21. (20:09) Huguenin (Nils Berger/Ausschluss Untersander) 1:2. 28. Marco Müller (Ebbett, Genoni) 1:3. 32. Plüss (Scherwey) 1:4. 53. Moggi (Dostoinow) 2:4. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Arcobello. SCL Tigers: Ciaccio; Zryd, Koistinen; Huguenin, Seydoux; Flurin Randegger, Weisskopf; Adrian Gerber; Elo, Macenauer, Nils Berger; DiDomenico, Albrecht, Nüssli; Roland Gerber, Pascal Berger, Lindemann; Dostoinow, Schirjajew, Moggi; Kuonen. Bern:Genoni; Untersander, Blum; Jobin, Krueger; Andersson, Beat Gerber; Kamerzin; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Lasch, Plüss, Scherwey; Ebbett, Gagnon, Marco Müller; Alain Berger, Reichert, Gian-Andrea Randegger; Hischier. Bemerkungen: SCL Tigers ohne Blaser, Yves Müller, Stettler (alle verletzt), Haas und Lashoff (beide überzählig), Bern ohne Bodenmann, Noreau (beide verletzt) und Garnett (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse Gagnon (8.), Marco Müller (30.) und Untersander (47.). Timeout SCL Tigers (58:38). SCL Tigers ab 58:38 ohne Torhüter.

Davos - ZSC Lions 3:4 (0:1, 3:2, 0:1) 6087 Zuschauer. - SR Müller/Wiegand, Gnemmi/Progin. - Tore: 1. (0:23) Nilsson (Suter, Thoresen) 0:1. 23. Du Bois (Ambühl, Simion/Ausschluss Seger) 1:1. 28. Kenins (Geering, Suter/Ausschluss Forster) 1:2. 29. (28:10) Jörg (Simion, Corvi) 2:2. 32. Marc Wieser (Forster) 3:2. 40. Herzog (Geering, Rundblad/Ausschluss Schneeberger) 3:3. 60. (59:23) Blindenbacher (Wick, Kenins) 3:4. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Marc Wieser; Nilsson. Davos: Senn; Du Bois, Kindschi; Heldner, Forster; Schneeberger, Paschoud; Jung, Rahimi; Ambühl, Ruutu, Kessler; Marc Wieser, Kousal, Spylo; Simion, Corvi, Jörg; Portmann, Walser, Eggenberger. ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Siegenthaler; Rundblad, Geering; Seger, Marti; Guerra; Phil Baltisberger; Nilsson, Suter, Thoresen; Pestoni, Shannon, Wick; Herzog, Schäppi, Kenins; Künzle, Trachsler, Hinterkircher. Bemerkungen: Davos ohne Lindgren (überzähliger Ausländer), Sciaroni, Dino Wieser, Axelsson und Egli. ZSC Lions ohne Sjögren (alle verletzt) und Chris Baltisberger (gesperrt). - Davos ab 59:54 ohne Goalie.

Kloten - Biel 3:2 (1:2, 1:0, 1:0) 4681 Zuschauer. - Massy/Mollard, Abegglen/Huguet. - Tore: 2. Tschantré (Dave Sutter) 0:1. 5. Grassi (Shore/Ausschluss Maurer) 1:1. 10. Wetzel (Pedretti) 1:2. 34. Frick (Genoway) 2:2. 46. Obrist (Bieber) 3:2. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kloten, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Shore; Earl. Kloten:Gerber (20:00-20:52 Boltshauser); Sanguinetti, Ramholt; Frick, Gähler; Kellenberger, Back; Steinauer, Harlacher; Grassi, Shore, Sheppard; Praplan, Cunti, Hollenstein; Genoway, Obrist, Bieber; Leone, Schlagenhauf, Lemm. Biel: Rytz; Wellinger, Dave Sutter; Dufner, Steiner; Hächler, Maurer; Jecker; Rossi, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Schmutz, Earl, Rajala; Tschantré, Pouliot, Micflikier; Pedretti, Joggi, Wetzel; Horansky. Bemerkungen: Kloten ohne Stoop und von Gunten (beide verletzt), Biel ohne Valentin Lüthi, Haas, Fey (alle verletzt), Lundin und Fabian Sutter (beide überzählig). Timeout Kloten (2.). Biel ab 59:38 ohne Torhüter.

Zug - Fribourg-Gottéron 4:1 (2:1, 2:0, 0:0) 6211 Zuschauer. - Koch/Wehrli, Borga/Gurtner. - Tore: 3. Neukom (Cervenka, Sprunger) 0:1. 11. Martschini 1:1. 17. Diaz (Martschini/Ausschluss Rathgeb) 2:1. 35. Schnyder (Ausschlüsse Diaz; Rathgeb) 3:1. 40. (39:49) Senteler (Alatalo) 4:1. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Zug, 7mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Martschini; Sprunger. Zug: Stephan; Diaz, Alatalo; Morant, Grossmann; Erni, Lüthi; Fohrler; Martschini, Holden, Suri; Klingberg, Järvinen, Senteler; Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Diem, Schnyder; Arnold. Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Leeger; Picard, Stalder; Maret, Abplanalp; Kienzle; Sprunger, Cervenka, Neukom; Fritsche, Mauldin, Neuenschwander; Mottet, Vesce, Steiner; Fuchs, Chiquet, Nathan Marchon. Bemerkungen:Zug ohne Helbling, Schlumpf, Marc Marchon (alle verletzt) und Immonen (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Birner, Bykow, Chavaillaz, Schilt, Glauser, Loichat, Rivera und Schmutz (alle verletzt). Pfostenschuss McIntyre (51.). Timeout Fribourg-Gottéron (11.).

Genève-Servette - Lausanne 6:4 (0:0, 3:1, 3:3) 7135 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Kurmann, Bürgi/Kovacs. - Tore: 25. Ledin (Miéville) 0:1. 30. Paré (Gerbe/Ausschluss Genazzi) 1:1. 33. Gerbe (Almond) 2:1. 37. Riat (Vukovic) 3:1. 42. (41:10) Jacquemet (Paré, Wick) 4:1. 42. (41:58) Douay (Riat) 5:1. 45. (44:11) Genazzi (Benjamin Antonietti) 5:2. 45. (44:32) Jeffrey (Ryser) 5:3. 46. (45:08) Pesonen (Ryser, Jeffrey) 5:4. 48. Spaling (Almond) 6:4. - Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Simek) plus Spieldauer (Simek) gegen Genève-Servette, 9mal 2 plus 5 (Gobbi) plus 10 Minuten (Ledin) plus Spieldauer (Gobbi) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Loeffel; Jeffrey. Genève-Servette: Mayer; Loeffel, Mercier; Jacquemet, Fransson; Vukovic, Bezina; Petschenig; Gerbe, Almond, Spaling; Wick, Paré, Rubin; Simek, Romy, Riat; Traber, Kast, Impose; Douay. Lausanne: Caminada; Trutmann, Fischer; Genazzi, Nodari; Junland, Borlat; Gobbi, Lardi; Ryser, Jeffrey, Pesonen; Ledin, Froidevaux, In-Albon; Benjamin Antonietti, Kneubühler, Déruns; Schelling, Miéville, Conz. Bemerkungen:Genève-Servette ohne Slater (überzähliger Ausländer), Chuard, Rod und Ehrhardt. Lausanne ohne Walsky (alle verletzt), Hovinen, Danielsson und Herren (alle überzählig). - 750. NLA-Spiel von Romy, 500. NLA-Spiel von Rubin. - Timeouts: Lausanne (1:45), Servette (46.). - Pfosten-/Lattenschüsse: 39. Loeffel, 58. Riat.

Ambri-Piotta - Lugano 0:5 (0:3, 0:2, 0:0) 5161 Zuschauer. - SR Mandioni/Vinnerborg; Fluri/Kaderli. - Tore: 7. Ulmer (Vauclair) 0:1. 17. Fazzini (Lapierre) 0:2. 19. Walker (Bertaggia, Ulmer) 0:3. 37. Sannitz (Hofmann) 0:4. 39. Ulmer (Vauclair, Bertaggia/Ausschluss Monnet) 0:5. - Strafen: je 5mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Emmerton; Klasen. Ambri-Piotta: Zurkirchen/Descloux (ab 41.); Zgraggen, Mäenpää; Fora, Gautschi; Ngoy, Jelovac; Trunz; Fuchs, Emmerton, Pesonen; Duca, Hall, Lauper; Guggisberg, Kamber, Monnet; Stucki, Lhotak, Bianchi; Berthon. Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Hirschi, Ronchetti; Sartori; Bürgler, Zackrisson, Klasen; Brunner, Lapierre, Fazzini; Sannitz, Martensson, Hofmann; Walker, Gardner, Bertaggia; Reuille. Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne D'Agostini (überzähliger Ausländer), Kostner und Berger. Lugano ohne Kparghai (alle verletzt) und Wilson (überzähliger Ausländer). - Pfostenschüsse: 8. Pesonen, 10. Fuchs. - 27. Merzlikins hält Penalty von Berthon.

(SDA)

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