Zug gewinnt den Spitzenkampf in Zürich

Der EVZ schlägt die Lions im Hallenstadion nach Penaltyschiessen. Bern unterliegt Lugano und Servette ist dank dem Sieg gegen Ambri neuer Leader.

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Meister SCB befindet sich nach dem 2:5 gegen Lugano - es war die dritte Niederlage gegen den HCL, nach wie vor im Schlamassel, die Tessiner hingegen können wieder Hoffnung schöpfen.

Bern betrieb gegen Lugano, bei dem der vor einem Monat vom SCB verplichtete Niklas Schlegel nur Ersatzgoalie war, einen grossen Aufwand. Nach 40 Minuten hatten die Gastgeber 55 Mal und damit mehr als doppelt so oft den Abschluss gesucht als die Tessiner. Und doch stand es 2:2. Linus Klasen hatte im Powerplay mit einem fantastischen Direktpass das 1:1 von David McIntyre vorbereitet und Reto Suri in Unterzahl zum 2:2 getroffen. Überhaupt kam der HCL im Boxplayl zu mehreren guten Chancen, bei Vollbestand war hingegen der Meister, für den Inti Pestoni und Vincent Praplan getroffen hatten, über weite Strecken überlegen.

Im Schlussdrittel konnte Lugano nach einem Stockschlag Beat Gerber mit zwei Mann mehr agieren. Klasen, der Mann mit der überragenden Übersicht, brauchte nur elf Sekunden, um die Lücke zu finden. McIntyre hatte keine Mühe, den Führungstreffer zu erzielen. Es war gleichzeitig das Siegtor, auch wenn Dario Bürgler noch zweimal ins verlassene Gehäuse traf.

Genoni stoppt passionierte ZSC Lions

Es soll einfach nicht sein für die ZSC Lions. Auch im vierten Versuch verloren die Zürcher gegen den EVZ, und dies erneut denkbar knapp: mit 1:2 im Penaltyschiessen. In der Kurzentscheidung verwandelten für die Zuger Senteler und Kovar, derweil für die Lions nur Pettersson traf. Die Zürcher wurden damit erneut schlecht belohnt für ihren leidenschaftlichen Auftritt. Sie waren im ausverkauften Hallenstadion das aktivere Team, verpassten es aber, ihr Chancenplus zu nutzen.

Der EVZ, der erstaunlich passiv auftrat, ging in der 10. Minute durch ein Schüsschen Zryds in Führung und zog sich danach zusehends in die eigene Zone durch. Doch erst in der 49. Minute schafften die Zürcher durch ein «Buebetrickli» Hollensteins den Ausgleich. Kurz danach bebte das Hallenstadion erneut, weil Krüger zum 2:1 getroffen hatte. Doch die Schiedsrichter aberkannten das Tor wegen eines Handpasses von Suter. In der Overtime hatten die Zürcher dann noch die goldene Chance, im Powerplay das Siegestor zu erzielen. Doch erneut liess sie ihr Überzahlspiel im Stich.

Biel mit achter Niederlage in Folge

Der EHC Biel sieht sich je länger je mehr mit dem Strichkampf konfrontiert. Gegen Davos verloren die Seeländer mit 3:4 nach Verlängerung, es war bereits ihre achte Meisterschafts-Niederlage in Folge. Die Reserve auf das neuntklassierte Lugano beträgt noch sechs Punkte. Dagegen ist der HCD glänzend ins neue Jahr gestartet und hat sich mit drei Siegen aus drei Spielen definitiv für den enttäuschenden Spengler-Cup rehabilitiert.

In einer spektakulären Partie glänze Biels Toni Rajala als zweifacher Torschütze. Der Finne traf zum 1:0 und 3:2, doch da Mattias Tedenby in der 53. Minute für Davos ausgleichen konnte, mussten die beiden Teams mit der Verlängerung eine Zusatzschicht einlegen. In dieser gelang Topskorer Perttu Lindgren zwei Sekunden vor Schluss der Davoser Siegtreffer.

Servette schlägt Ambri und ist neuer Leader

In der Altjahreswoche wurden die Spieler des HC Ambri-Piotta zusammen mit ihren lautstarken Fans noch als Attraktion des Spengler-Cups gefeiert. In der Meisterschaft machen die Leventiner derzeit jedoch schwierige Zeiten durch, im neuen Jahr haben sie ihre bisherigen drei Partien verloren. Insgesamt kassierte Ambri beim 0:2 gegen Servette sogar schon die vierte Niederlage in Folge, was im Kampf um einen Playoff-Platz einen herben Rückschlag darstellt.

Servette dagegen verblüfft weiter und grüsst nach dem sechsten Sieg in Serie nun sogar als neuer Leader. Daniel Winnik in Überzahl mit seinem 16. Saisontreffer und Eric Fehr brachten die Genfer bis zur 8. Minute mit 2:0 in Führung. Daran änderte sich bis zum Schluss nichts mehr.

Gottéron kehrt zweimal zurück und holt zwei wichtige Punkte

Es ist gewissermassen sein Büro. Kann Rechtsschütze Julien Sprunger ein paar Meter links vor dem gegnerischen Tor abziehen, dann wird es brenzlig. Es ist ziemlich genau 18 Uhr, als die Freiburger Vorzeigefigur den Gottéron-Fans den Sonntagabend versüsst. In der Verlängerung trifft Sprunger in Überzahl zum 5:4-Siegtreffer gegen Langnau - ein für die Freiburger unglaublich wichtiges Tor. Denn so behalten sie den Strich in Griffnähe. Der Rückstand auf den achtplatzierten SCB beträgt bei einem Spiel weniger nur drei Zähler.

Die Langnauer dagegen müssen sich vorwerfen lassen, eine äusserst günstige Gelegenheit nicht ausgenützt zu haben. Sie führten 2:0 und 4:2, brachten Gottéron aber mit individuellen Fehlern wieder zurück ins Spiel. Noch mehr schmerzen als die Niederlage dürfte die SCL Tigers der Ausfall von Anthony Huguenin. Der Verteidiger wurde im ersten Drittel von Viktor Stalberg äusserst hart gecheckt, obwohl die Scheibe längst weg war und er den Gegenspieler nicht kommen sah. Huguenin musste hernach mit Verdacht auf Hirnerschütterung zur Kontrolle ins Spital.


Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

ZSC Lions - Zug 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:0) n.P.
11'200 Zuschauer (ausverkauft). SR Lemelin/Hebeisen, Progin/Gnemmi.
Tore: 10. Zryd 0:1. 49. Hollenstein (Diem) 1:1. - Penaltyschiessen: Suter -, Martschini -; Wick -, Klingberg -; Pettersson 1:0, Simion -; Krüger -, Hofmann -; Bodenmann -, Senteler 1:1; Kovar 1:2, Suter -.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Suter; Hofmann.
ZSC Lions: Ortio; Phil Baltisberger, Geering; Blindenbacher, Marti; Trutmann, Berni; Sutter; Pettersson, Krüger, Suter; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Christ Baltisberger, Prassl, Wick; Sigrist, Schäppi, Pedretti.
Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Morant, Alatalo; Thiry, Zryd; Wüthrich; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Zehnder; Leuenberger, Albrecht, Volejnicek.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Roe, Flüeler (beide verletzt), Noreau (krank), Zug ohne Bachofner, Stalder, Diaz, Schnyder, Zgraggen, Langenegger und Luca Hollenstein (noch geschont nach U20-WM). - 64. Timeout ZSC Lions.

Bern - Lugano 2:5 (1:1, 1:1, 0:3)
17'031 Zuschauer (ausverkauft). SR Stolc/Stricker, Kovacs/Nothegger.
Tore: 10. Pestoni (Ebbett, Scherwey) 1:0. 18. McIntyre (Klasen, Bürgler/Ausschluss Ruefenacht) 1:1. 27. Praplan (Sciaroni, Mursak) 2:1. 34. Suri (Lajunen/Ausschluss Zangger!) 2:2. 47. McIntyre (Klasen/Ausschlüsse Praplan, Beat Gerber) 2:3. 59. (58:22) Bertaggia 2:4 (ins leere Tor). 59. (58:52) Bürgler 2:5 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Lugano. PostFinance-Topskorer: Arcobello; Klasen.
Bern: Karhunen; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Colin Gerber; Krueger, Blum; Burren; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Sciaroni, Mursak, Praplan; Pestoni, Ebbett, Scherwey; Berger, Heim, Kämpf; Spiller.
Lugano: Zurkirchen; Postma, Wellinger; Chiesa, Riva; Loeffel, Jecker; Ronchetti; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Walker.
Bemerkungen: Bern ohne Bieber, Grassi, Henauer (alle verletzt) und MacDonald, Lugano ohne Chorney (beide überzählige Ausländer), Jörg, Morini und Vauclair (alle verletzt). - Pfostenschüsse: Andersson 51.); Lammer (24.).

Davos - Biel 4:3 (1:1, 1:2, 1:0, 1:0) n.V.
4640 Zuschauer. SR Müller/Urban, Progin/Schlegel.
Tore: 1. (0:52) Rajala (Ullström, Brunner/Ausschluss Corvi) 0:1. 13. Nygren (Meyer) 1:1. 30. Palushaj (Tedenby, Du Bois/Ausschluss Gustafsson) 2:1. 34. Rathgeb (Riat, Fuchs/Ausschluss Palushaj) 2:2. 35. Rajala (Ullström) 2:3. 53. Tedenby (Guerra, Baumgartner) 3:3. 65. (64:58) Lindgren (Nygren, Ambühl) 4:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Lindgren; Rajala.
Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Heinen; Palushaj, Corvi, Tedenby; Marc Wieser, Lindgren, Baumgartner; Herzog, Marc Aeschlimann, Ambühl; Kessler, Chris Egli, Frehner; Maier.
Biel: Hiller; Rathgeb, Forster; Moser, Fey; Sataric, Salmela; Ulmer; Fuchs, Ullström, Rajala; Brunner, Gustafsson, Künzle; Riat, Neuenschwander, Schneider; Kohler, Tanner, Tschantré.
Bemerkungen: Davos ohne Dino Wieser, Paschoud und Bader (alle verletzt) sowie Hischier (krank) und Rantakari (überzähliger Ausländer), Biel ohne Lüthi, Hügli und Pouliot (alle verletzt) sowie Cunti und Kreis (beide krank). - Ulmer verletzt aus

Genève-Servette - Ambri-Piotta 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)
6676 Zuschauer. SR Wiegand/Urban, Altmann/Wolf.
Tore: 5. Winnik (Karrer/Ausschluss Zwerger) 1:0. 8. Fehr (Winnik) 2:0. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 plus 5 Minuten (Jelovac) plus Spieldauer (Jelovac) gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Wingels; Müller.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Kast; Miranda, Fehr, Winnik; Wingels, Richard, Rod; Riat, Berthon, Douay; Maillard, Smirnovs, Bozon; Patry.
Ambri: Östlund; Ngoy, Jelovac; Plastino, Dotti; Fora, Pinana; Fohrler; Trisconi, Goi, Hinterkircher; Upshall, Flynn, Sabolic; Joël Neuenschwander, Müller, Zwerger; Incir, Dal Pian, Mazzolini; Anthony Neuenschwander.
Bemerkungen: Servette ohne Fritsche, Mercier und Wick (verletzt), Mayer (persönliche Gründe), Ambri ohne D?Agostini, Bianchi, Kostner, Kneubühler, Hofer, Rohrbach und Novotny (alle verletzt) sowie Fischer und Manzato (beide krank). - 29. Descloux hält Penalty von Sabolic. - 59. Timeout Ambri, von 58:49 bis 59:29 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - SCL Tigers 5:4 (0:2, 2:1, 2:1, 1:0) n.V.
6500 Zuschauer (ausverkauft). SR Mollard/Salonen, Kaderli/Schlegel.
Tore: 13. Maxwell (DiDomenico, Blaser/Ausschluss Stalberg) 0:1. 16. Berger (DiDomenico. Blaser/Ausschluss Stalberg) 0:2. 25. Sprunger (Mottet, Boychuk) 1:2. 30. Diem (Lardi) 1:3. 40. (39:55) Boychuk (Sprunger, Brodin) 2:3. 42. Pesonen 2:4. 49. Abplanalp (Boychuk) 3:4. 55. Lhotak (Marchon, Walser) 4:4. 64. (63:13) Sprunger (Gunderson, Mottet/Ausschluss Maxwell) 5:4.
Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Stalberg) plus Spieldauer (Stalberg) gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Gunderson; Pesonen.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Abplanalp, Chavaillaz; Kamerzin, Marti; Gähler; Brodin, Bykow, Mottet; Sprunger, Boychuk, Stalberg; Vauclair, Walser, Schmid; Lauper, Marchon, Lhotak.
SCL Tigers: Punnenovs; Cadonau, Leeger; Erni, Lardi; Huguenin, Blaser; Grossniklaus; Schmutz, Maxwell, Earl; DiDomenico, Blaser, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, In-Albon, Sturny.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Desharnais, Forrer, Furrer, Rossi und Schmutz, SCL Tigers ohne Andersons, Dostoinow, Glauser, Schilt (alle verletzt), Gagnon und Elo (beide überzählige Ausländer). Huguenin verletzt ausgeschieden (12.). - Timeout Fribourg-Gottéron (63.). (ädu/mal/sg./mob)

Erstellt: 05.01.2020, 15:29 Uhr

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