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Stickney hat auch genug von Lausanne

Simon Graf
Die neue Eishockey-Arena von Lausanne ist eine Augenweide.
Die neue Eishockey-Arena von Lausanne ist eine Augenweide.
Denis Balibouse, Reuters
Auch aus einer anderen Perspektive sieht man hervorragend aufs Eis.
Auch aus einer anderen Perspektive sieht man hervorragend aufs Eis.
Pascal Muller/freshfocus
Die Fans sind begeistert vom neuen Lausanner Hockey-Tempel.
Die Fans sind begeistert vom neuen Lausanner Hockey-Tempel.
Cyril Zingaro, Keystone
Doch das Lausanner Publikum muss bei der Premiere am Dienstagabend sogleich ein Tor der Gäste mitansehen. Servette geht nach nur 10 Spielsekunden 1:0 in Führung!
Doch das Lausanner Publikum muss bei der Premiere am Dienstagabend sogleich ein Tor der Gäste mitansehen. Servette geht nach nur 10 Spielsekunden 1:0 in Führung!
Laurent Gillieron, Keystone
16 Minuten später darf aber auch das Heimteam erstmals jubeln. Emmerton Cory schiesst den Premieren-Treffer für Lausanne in der neuen Halle.
16 Minuten später darf aber auch das Heimteam erstmals jubeln. Emmerton Cory schiesst den Premieren-Treffer für Lausanne in der neuen Halle.
Laurent Gillieron, Keystone
Es gibt aber für das Heimteam kein Happy-End. Die Lausanner sichern sich bei der Premiere keinen Punkt, verlieren 3:5 gegen Servette.
Es gibt aber für das Heimteam kein Happy-End. Die Lausanner sichern sich bei der Premiere keinen Punkt, verlieren 3:5 gegen Servette.
Pascal Muller/freshfocus
Vor dem Spiel wird die neue Arena eingeweiht.
Vor dem Spiel wird die neue Arena eingeweiht.
Cyril Zingaro, Keystone
Stacey King singt im Vorprogramm.
Stacey King singt im Vorprogramm.
Cyril Zingaro, Keystone
Kälteanlagen soweit das Auge reicht im Innern der Eishalle.
Kälteanlagen soweit das Auge reicht im Innern der Eishalle.
Laurent Gillieron, Keystone
Für ein Training müssen die Spieler die Treppe hoch.
Für ein Training müssen die Spieler die Treppe hoch.
Denis Balibouse, Reuters
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Als der US-Milliardär Ken Stickney 2016 in Lausanne antrat, verkündete er lauthals, er wolle den LHC «zum besten Club Europas» machen. Nun hat er es sich offenbar anders überlegt. Gemäss «24 heures» will er den Club verkaufen, interessiert sein soll eine Gruppe, die vom tschechischen Ex-Spieler Petr Svoboda (53) repräsentiert wird. Svoboda erlangte Berühmtheit, weil er 1998 im Olympiafinal in Nagano gegen Russland das einzige Tor erzielte. Inzwischen ist er als Spieleragent tätig, vertritt unter anderem den Schweizer Denis Malgin. Svoboda wurde in den letzten Wochen mehrmals in Lausanne gesichtet.

Von der Zeitung über den möglichen Verkauf kontaktiert, sagte Stickney: «Sag niemals nie.» Ein Dementi klingt anders. Diese Entwicklung kommt nicht ganz aus heiterem Himmel. Zwischen der lokalen Clubführung und Aktionär Stickney hatte es schon länger gekriselt. So soll der Amerikaner Rechnungen von 14 Millionen Franken nicht bezahlt haben, die er für die Entwicklung des Hospitality-Sektors und von Restaurationen in der neuen Vaudoise Aréna zugesagt hatte. Diese Summe soll nun im Rahmen des Verkaufs dem Club, der ein zusätzliches Darlehen aufnehmen musste, zurückerstattet werden.

Es wäre bereits das zweite Mal, dass sich Stickney von einem Schweizer Club verabschiedet: Beim EHC Kloten hatte er bereits nach einer Saison genug und ging im Frühling 2016 nach einem Betriebsverlust von 7,7 Millionen Franken. Die Aktien Lausannes erwarb er zu Beginn jenes Jahres für rund 8 Millionen. Nun würde er den Club, der inzwischen ein eigenes, topmodernes Stadion hat, gerne für 25 Millionen weiterverkaufen und sich künftig wieder auf seine Geschäfte in Übersee konzentrieren. Sein Vorhaben, in der Schweiz mit Eishockey Geld zu verdienen, ist fehlgeschlagen.

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