Zum Hauptinhalt springen

Stickney hat auch genug von Lausanne

Die neue Eishockey-Arena von Lausanne ist eine Augenweide.
Die neue Eishockey-Arena von Lausanne ist eine Augenweide.
Denis Balibouse, Reuters
Und so sieht die Vaudoise Arena aus, wenn sie proppenvoll ist.
Und so sieht die Vaudoise Arena aus, wenn sie proppenvoll ist.
Laurent Gillieron, Keystone
Die Sport-Arena beinhaltet auch ein Aussenfeld, ein 50-Meter-Schwimmbecken plus Sprungturm sowie Fecht- und Tischtennishallen. Das Projekt wurde auch mit Blick auf die Olympischen Jugend-Winterspiele im Januar 2020 gebaut.
Die Sport-Arena beinhaltet auch ein Aussenfeld, ein 50-Meter-Schwimmbecken plus Sprungturm sowie Fecht- und Tischtennishallen. Das Projekt wurde auch mit Blick auf die Olympischen Jugend-Winterspiele im Januar 2020 gebaut.
Laurent Gillieron, Keystone
1 / 12

Als der US-Milliardär Ken Stickney 2016 in Lausanne antrat, verkündete er lauthals, er wolle den LHC «zum besten Club Europas» machen. Nun hat er es sich offenbar anders überlegt. Gemäss «24 heures» will er den Club verkaufen, interessiert sein soll eine Gruppe, die vom tschechischen Ex-Spieler Petr Svoboda (53) repräsentiert wird. Svoboda erlangte Berühmtheit, weil er 1998 im Olympiafinal in Nagano gegen Russland das einzige Tor erzielte. Inzwischen ist er als Spieleragent tätig, vertritt unter anderem den Schweizer Denis Malgin. Svoboda wurde in den letzten Wochen mehrmals in Lausanne gesichtet.

Von der Zeitung über den möglichen Verkauf kontaktiert, sagte Stickney: «Sag niemals nie.» Ein Dementi klingt anders. Diese Entwicklung kommt nicht ganz aus heiterem Himmel. Zwischen der lokalen Clubführung und Aktionär Stickney hatte es schon länger gekriselt. So soll der Amerikaner Rechnungen von 14 Millionen Franken nicht bezahlt haben, die er für die Entwicklung des Hospitality-Sektors und von Restaurationen in der neuen Vaudoise Aréna zugesagt hatte. Diese Summe soll nun im Rahmen des Verkaufs dem Club, der ein zusätzliches Darlehen aufnehmen musste, zurückerstattet werden.

Es wäre bereits das zweite Mal, dass sich Stickney von einem Schweizer Club verabschiedet: Beim EHC Kloten hatte er bereits nach einer Saison genug und ging im Frühling 2016 nach einem Betriebsverlust von 7,7 Millionen Franken. Die Aktien Lausannes erwarb er zu Beginn jenes Jahres für rund 8 Millionen. Nun würde er den Club, der inzwischen ein eigenes, topmodernes Stadion hat, gerne für 25 Millionen weiterverkaufen und sich künftig wieder auf seine Geschäfte in Übersee konzentrieren. Sein Vorhaben, in der Schweiz mit Eishockey Geld zu verdienen, ist fehlgeschlagen.

----------

Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch