ZSC dreht Partie auswärts in Davos

Davos vergibt zuhause gegen den ZSC eine 2:0-Führung. Langnau bezwingt den SCB im Berner Derby.

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Nach drei desolaten Heimauftritten (5:19 Tore!) und einem 0:5-Debakel am Freitag in Ambri zeigten die Davoser, dass es auch anders geht. Am Ende standen sie dennoch einmal mehr mit leeren Händen da. Unglückliche Figur war dabei Goalie Gilles Senn, der von Coach Arno Del Curto erstmals in dieser Saison das Vertrauen erhielt. Der zuvor starke Stammkeeper der letzten Saison liess einen Schuss von Jérôme Bachofner abprallen, Prassl stocherte den Puck zum Siegtor über die Linie.

Dabei war lange Zeit viel für die Davoser gelaufen. Mit Andres Ambühl war es ein Routinier, der früh für etwas Ruhe in den Reihen des HCD sorgte. Nach nur 90 Sekunden traf der Captain, der auf der ungewohnten Position des Verteidigers agieren musste, zur Führung. In der 24. Minute erhöhte Dario Meyer nach einem Traumpass von Félicien Du Bois auf 2:0.

ZSC-Siegesserie geht weiter

Diesmal fielen die Bündner auch nach dem Anschlusstreffer des Kanadiers Kevin Klein, der erstmals in dieser Saison erfolgreich war, nicht auseinander. Nach dem Ausgleich des starken Bachofner (1 Tor, 2 Assists) zwölf Minuten vor Schluss hätte die Partie auf beide Seiten kippen können. Es passt zur aktuellen Situation, dass der Lucky Punch dem Meister gelang, der nach einem durchzogenen Start nun viermal in Folge gewonnen hat.

Pesonen schiesst den SCB ab

Die SCL Tigers überraschen weiter. Dank einem verdienten 3:1-Heimsieg im Derby gegen den SC Bern schliessen die Langnauer bis auf zwei Punkte zum zweitplatzierten Kantonsrivalen auf. Zum Mann des Spiels in der erstmals in dieser Saison ausverkauften Ilfishalle avancierte Harri Pesonen. Der Finne, auf diese Saison hin aus Lausanne ins Emmental gekommen, war an allen drei Toren des Heimteams beteiligt. Das 1:0 durch Raphael Kuonen (17.) bereitete Pesonen in doppelter Überzahl mustergültig vor, die Tore zum 2:0 und 3:1 (31./52.) erzielte er selber.

Bern schöpfte nach dem Anschlusstreffer durch Viertlinien-Center André Heim (36.) noch einmal Hoffnung. Doch die Tigers konnten sich erneut auf einen starken Damiano Ciaccio verlassen. Der Langnauer Keeper hatte tags zuvor beim 2:0 in Rapperswil-Jona seinen zweiten Saison-Shutout gefeiert. Gegen den SCB hatte Ciaccio seine beste Aktion unmittelbar vor dem 3:1, als er in Unterzahl einen Schuss von Liga-Topskorer Andrew Ebbett in extremis parierte.

Sechstes Heimspiel, sechster Sieg

Genève-Servettes Heimfestung hielt auch gegen Fribourg-Gottéron. Das 2:1 erzielte Henrik Tömmernes 20 Sekunden vor Schluss im Powerplay. Fast 40 Minuten lang rannte das formstarke Fribourg in einer umkämpften und ausgeglichenen Partie dem Rückstand hinterher, den man sich in der 19. Minute ebenfalls in Unterzahl eingehandelt hatte. Nach Jim Slaters Ausgleich gut drei Minuten vor Schluss deutete alles auf eine Verlängerung hin, ehe sich Flavio Schmutz in der neutralen Zone ein Foul leistete. Tömmernes sicherte Servette mit einem satten Schuss die drei Punkte.

Klatsche für Rapperswil-Jona

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge schiesst sich Lugano im Heimspiel gegen den Aufsteiger den Frust vom Leib. Die Tessiner kantern die einfallslosen Rapperswil-Jona Lakers gleich mit 6:0 nieder. Gegen den offensiv harmlosen Tabellenletzten, dessen Aufstiegseuphorie nach dem ersten Meisterschaftsfünftel (Torverhältnis 9:32) verpufft ist, kam Lugano zum höchsten Saisonsieg und Elvis Merzlikins (25 Paraden) zum ersten Shutout der Saison.

Entscheidung im Schlussdrittel

Im sechsten Auswärtsspiel verliert Leader Biel erstmals auswärts. Zug setzt sich trotz langer Verletztenliste nach starker Leistung 4:2 durch. Zwar gingen die Seeländer zweimal in Führung, im Schlussdrittel sorgten die Zuger aber dank Toren von Sven Senteler und Lino Martschini für die entscheidende Differenz. Biel gönnte Stammgoalie Jonas Hiller eine Pause, doch sein Ersatz Elien Paupe machte seine Sache lange Zeit gut. Erst beim 4:2 von Martschini in der 49. Minute liess er sich in der nahen Ecke erwischen.

Davos - ZSC Lions 2:3 (1:0, 1:1, 0:2)
4564 Zuschauer. - SR Stricker/Mollard, Gnemmi/Kaderli.
Tore: 2. Ambühl (Marc Wieser, Hischier) 1:0. 24. Meyer (Du Bois) 2:0. 29. Klein (Bachofner) 2:1. 49. Bachofner (Prassl, Chris Baltisberger) 2:2. 59. Prassl (Bachofner) 2:3.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, keine gegen die ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Pestoni; Noreau.
Davos: Senn; Du Bois, Ambühl; Nygren, Paschoud; Stoop, Heldner; Jung; Pestoni, Corvi, Dino Wieser; Rödin, Lindgren, Prince; Marc Wieser, Bader, Hischier; Frehner, Aeschlimann, Egli; Meyer.
ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Blindenbacher; Karrer, Berni; Pettersson, Cervenka, Bodenmann; Hinterkircher, Schäppi, Miranda; Hollenstein, Suter, Bachofner; Chris Baltisberger, Prassl, Wick.
Bemerkungen: Davos ohne Lindbäck (überzähliger Ausländer), Sandell, Barandun, Portmann, Buchli und Weder, ZSC Lions ohne Geering, Nilsson, Herzog (alle verletzt) und Shore (überzähliger Ausländer). Linienrichter Kaderli verletzt ausgeschieden (49.). Timeout Davos (59./Coaches Challenge). Pfostenschuss Berni (54.). Davos von 58:24 bis 59:12 und ab 59:28 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Bern 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Massy/Müller, Castelli/Altmann.
Tore: 17. Kuonen (Pesonen/Ausschlüsse Moser, Rüfenacht) 1:0. 31. Pesonen (Huguenin) 2:0. 36. Heim (Alain Berger) 2:1. 52. Pesonen (DiDomenico) 3:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Pesonen; Ebbett.
SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Blaser; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Kindschi, Leeger; Elo, Gagnon, Dostoinov; DiDomenico, Gustafsson, Pesonen; Kuonen, Pascal Berger, Rüegsegger; Gerber, Diem, Neukom.
Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Andersson, Beat Gerber; Marti, Colin Gerber; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Kämpf; Jeremi Gerber, Haas, Scherwey; Alain Berger, Heim, Grassi.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Peter, Nüssli, Nils Berger und Punnenovs (alle verletzt) sowie Johansson (überzähliger Ausländer), Bern ohne Bieber, Kamerzin und Untersander (alle verletzt) sowie Sciaroni (gesperrt). Dostoinov mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgeschieden (45.) Pfostenschuss DiDomenico (47.) Timout Bern (57:54) und von 57:48 bis 60:00 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)
6703 Zuschauer.- SR Lemelin/Salonen, Kovacs/Obwegeser.
Tore: 19. Romy (Richard, Tömmernes/Ausschluss Sandro Forrer) 1:0. 57. Slater 1:1. 60. (59:40) Tömmernes (Ausschluss Schmutz) 2:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Servette, 6mal 2 Minuten gegen Fribourg.
PostFinance-Topskorer: Almond; Sprunger.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Mercier, Bezina; Völlmin; Wick, Almond, Rod; Skille, Richard, Winnik; Bozon, Romy, Kast; Douay, Berthon, Kyparissis; Heinimann.
Fribourg-Gottéron: Waeber; Holös, Chavaillaz; Abplanalp, Furrer; Schneeberger, Stalder; Marco Forrer; Rossi, Bykow, Marchon; Mottet, Slater, Vauclair; Sprunger, Walser, Lhotak; Meunier, Schmutz, Holdener; Sandro Forrer.
Bemerkungen: Servette ohne Bouma, Wingels, Rubin, Simek und Lazarevs, Fribourg ohne Miller, Birner (alle verletzt) und Schilt (krank). Timeout Servette (60.). Fribourg ab 59:44 ohne Torhüter.

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 6:0 (1:0, 4:0, 1:0)
6068 Zuschauer. - SR Wiegand/Urban, Rebetez/Fuchs.
Tore: 8. Lajunen 1:0. 27. (26:58) Sannitz (Lapierre, Chorney/Ausschluss Mosimann) 2:0. 28. (27:56) Chiesa (Fazzini) 3:0. 33. Hofmann (Cunti/Ausschlüsse Vauclair, Schmuckli) 4:0. 34. Chorney (Morini, Bürgler) 5:0. 41. (40:56) Morini (Ausschluss Cunti!) 6:0.
Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Romanenghi) gegen Lugano, 7mal 2 plus 10 Minuten (Schmuckli) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Lapierre; Ness.
Lugano: Merzlikins; Loeffel, Wellinger; Chorney, Vauclair; Chiesa, Riva; Jecker; Walker, Sannitz, Jörg; Lapierre, Lajunen, Haapala; Bürgler, Cunti, Hofmann; Reuille, Morini, Romanenghi; Fazzini.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (28. Bader); Hächler, Maier; Profico, Berger; Iglesias, Schmuckli; Gähler; Casutt, Schlagenhauf, Rizzello; Schweri, Knelsen, Smolenak; Mosimann, Mason, Hollenstein; Aulin, Ness, Hüsler; Fuhrer.
Bemerkungen: Lugano ohne Bertaggia, Haussener, Sartori und Klasen, Rapperswil-Jona ohne Helbling, Wellman, Gilroy und Spiller (alle verletzt). National-League-Debüt von Lugano-Stürmer Haapala. Pfostenschuss Riva (55.).

Zug - Biel 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)
6849 Zuschauer. - SR Hebeisen/Piechaczek (GER), Duarte/Borga.
Tore: 20. (19:38) Tschantré (Pedretti, Rajala/Ausschluss Stephan) 0:1. 27. Widerström 1:1. 31. (30:30) Fuchs (Tschantré) 1:2. 32. (31:46) Schlumpf (Albrecht) 2:2. 46. Senteler (Lammer) 3:2. 49. Martschini 4:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Suri; Rajala.
Zug: Stephan; Morant, Alatalo; Schlumpf, Stadler; Zryd, Zgraggen; Thiry; Klingberg, Albrecht, Widerström; Martschini, Zehnder, Suri; Lammer, Senteler, Schnyder; Haberstich, Leuenberger, Volejnicek.
Biel: Paupe; Kreis, Salmela; Fey, Dufner; Moser, Maurer; Sataric; Pedretti, Pouliot, Rajala; Brunner, Earl, Tschantré; Riat, Fuchs, Künzle; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi; Hügli.
Bemerkungen: Zug ohne Stalberg, Roe, McIntyre, Diaz, Simion und Fohrler, Biel ohne Diem und Forster (alle verletzt). Timeout Zug (60.). Biel ab 57:37 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Biel 10/24 (40:18). 2. Bern 10/20 (29:14). 3. SCL Tigers 10/18 (28:17). 4. Zug 10/18 (30:25). 5. Genève-Servette 11/17 (21:26). 6. ZSC Lions 8/15 (17:15). 7. Fribourg-Gottéron 10/15 (22:25). 8. Ambri-Piotta 9/13 (24:27). 9. Lugano 9/12 (26:25). 10. Lausanne 9/10 (20:24). 11. Davos 10/9 (19:37). 12. Rapperswil-Jona Lakers 10/3 (9:32). (fsc/SDA)

Erstellt: 13.10.2018, 19:26 Uhr

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