Tigers überraschen – ZSC verliert nach Verlängerung

Die SCL Tigers binden mit einem 4:2-Sieg in Lugano die Tessiner im Kampf um ein Playoff-Ticket zurück und beenden eine Serie von drei Auswärtsniederlagen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Vier verschiedene Spieler waren für die Gäste erfolgreich. Der schweizerisch-russische Doppelbürger Alexei Dostoinov erzielte mit dem 3:1 (51.) das 100. Tor von Langnau in der laufenden Meisterschaft und sorgte gleichzeitig für die Entscheidung.

Lugano, das vier Siege aus den vorangegangenen sechs Spielen verzeichnete hatte, war zwar mehrheitlich tonangebend und verzeichnete ein Plus an Torschüssen. Doch mit der Chancenauswertung haperte es. Mit Alessandro Bertaggia und Taylor Chorney sorgten zwei Verteidiger für die Torerfolge der Gastgeber.

Langnau verdiente sich den Sieg mit Disziplin und Konterstärke. Die Emmentaler gewannen damit auch das zweite Auswärts-Duell der Saison in Lugano, nachdem sie davor acht Mal hintereinander in der Resega den Kürzeren gezogen hatten.

Siegtor gegen künftigen Arbeitgeber

Im dritten Heimspiel unter Arno Del Curto mussten sich die ZSC Lions gegen Lausanne erstmals geschlagen geben. Das Siegtor beim 3:4 nach Verlängerung gelang ausgerechnet dem künftigen ZSC-Verteidiger Dario Trutmann.

Mit seinem Treffer 82 Sekunden nach Beginn der Overtime hatte sich Trutmann gut zwei Wochen nach der Unterzeichnung seines Zweijahresvertrages bei den Lions wohl kaum in die Herzen der ZSC-Fans gespielt. Der 26-jährige Verteidiger korrigierte damit sein Missgeschick aus dem Startdrittel, als er einen Schuss von Pius Suter zum 1:1 ins eigene Tor abgelenkt hatte.

Bern festigt Leaderposition

Der SC Bern festigt seine Leaderposition mit einem zäh erkämpften 3:2-Sieg über Ambri-Piotta, das trotz zweimaligem Ausgleich das Eis als Verlierer verlässt.

Für Bern erzielte Andrew Ebbett in doppelter Überzahl das Siegtor zum 3:2 (50.). Ambris Fabio Hofer, der österreichische Nationalstürmer mit Schweizer Lizenz, hatte in der ersten Phase des Schlussdrittels in einer fünfminütigen Überzahlphase der Gäste zum 2:2 ausgeglichen (44.).

Biel gewinnt kapitales Spiel

Der EHC Biel beendet eine wochenlange Auswärtsflaute mit einem 3:1-Sieg bei Genève-Servette, dem bisher zweitstärksten Heimteam der Liga.

Biel war vor dem Gang nach Genf seit dem 7. Dezember und einem 4:0 in Freiburg auf fremdem Eis sieglos. Im Startdrittel machte Biel innerhalb von 118 Sekunden aus einem 0:1 eine 2:1-Führung.

Zug macht kurzen Prozess

Der EV Zug findet nach zuletzt zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur. Beim 4:1 in Rapperswil-Jona feiern die Zentralschweizer eine gelungene Hauptprobe für den Cupfinal vom Sonntag.

Telegramme:

Lugano - SCL Tigers 2:4 (0:1, 0:0, 2:3)
5939 Zuschauer. SR Lemelin/Urban, Kovacs/Fuchs. Tore: 3. Randegger (Nils Berger) 0:1. 43. Pascal Berger (Neukom, Glauser/Ausschluss Klasen) 0:2. 47. Chiesa (Bürgler) 1:2. 51. Dostoinov (Gagnon, Elo) 1:3. 57. Chorney 2:3. 60. (59:22) Gagnon (Diem) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. PostFinance-Topskorer: Hofmann; DiDomenico.
Lugano: Merzlikins; Ronchetti, Chorney; Ulmer, Vauclair; Chiesa, Riva; Jecker; Lapierre, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Lajunen, Klasen; Bertaggia, Morini, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Walker; Cunti.
SCL Tigers: Ciaccio; Leeger, Glauser; Lardi, Erni; Huguenin, Cadonau; Kindschi; Elo, Gagnon, Dostoinov; DiDomenico, Pascal Berger, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, Randegger, Nils Berger; Gerber.
Bemerkungen: Lugano ohne Wellinger, Reuille, Loeffel (alle verletzt) sowie Haapala (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Gustafsson, Blaser und Punnenovs (alle verletzt) und Johansson (überzähliger Ausländer). - Lugano von 59:02 bis 59:22 ohne Torhüter. - Pfosten: 52. Elo.

ZSC Lions - Lausanne 3:4 (1:1, 0:1, 2:1, 0:1) n.V.
9247 Zuschauer. - SR Massy/Tscherrig, Castelli/Ambrosetti.
Tore: 5. Jeffrey (Vermin) 0:1. 14. Suter (Ausschluss Frick) 1:1. 35. Vermin (Jeffrey, Bertschy) 1:2. 50. Hollenstein 2:2. 52. Herzog (Sutter) 3:2. 60. (59:31) Emmerton (Ausschluss Noreau) 3:3. 62. (61:22) Trutmann (Bertschy) 3:4.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Jeffrey.
ZSC Lions: Schlegel; Noreau, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Karrer, Marti; Blindenbacher, Berni; Pettersson, Backman, Prassl; Bodenmann, Suter, Hollenstein; Chris Baltisberger, Moore, Bachofner; Herzog, Schäppi, Miranda.
Lausanne: Zurkirchen; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Borlat; Vermin, Jeffrey, Bertschy; Moy, Emmerton, Leone; Kenins, Froidevaux, Partanen; Antonietti, In-Albon, Herren; Zangger:
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Klein, Cervenka, Flüeler, Nilsson und Wick, Lausanne ohne Mitchell, Traber, Simic, Boltshauser und Junland (alle verletzt). - National-League-Debüt des finnischen Lausanne-Stürmers Mika Partanen. - 6. Blindenbacher verletzt ausgeschieden. - Pfostenschuss Moore (54.) - Timeout Lausanne (58:57) und von 58:31 bis 59:31 ohne Torhüter.

Bern - Ambri-Piotta 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
15'888 Zuschauer. - SR Salonen/Hebeisen, Wolf/Progin.
Tore: 3. Sciaroni (Beat Gerber, Haas) 1:0. 20. (19:54) Novotny (D'Agostini) 1:1. 38. Heim (Genoni) 2:1. 44. Hofer (Zwerger, Kubalik/Ausschluss Arcobello) 2:2. 50. Ebbett (Scherwey, Haas/Ausschluss Kostner, Plastino) 3:2.
Strafen: 1mal 5 Minuten (Arcobello) plus Spieldauer (Arcobello) gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Kubalik.
Bern: Genoni: Kamerzin, Blum; Burren, Almquist; Andersson, Beat Gerber; Colin Gerber, Marti; Ebbett, Heim, Kämpf; Boychuk, Arcobello, Simon Moser; Sciaroni, Haas, Scherwey; Grassi, Berger, Fogstad.
Ambri-Piotta:
Conz; Fischer, Guerra; Plastino, Dotti; Fora, Jelovac; Ngoy; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Novotny, Hofer; Zwerger, Müller, Kubalik; Kneubühler, Goi, Lauper; Incir.
Bemerkungen: Bern ohne Krueger, Bieber, Untersander und Rüfenacht (alle verletzt) sowie Mursak (familiäre Gründe), Ambri-Piotta ohne Kienzle, Lerg, Mazzolini und Pinana (alle verletzt). - 42. Kubalik verschiesst Penalty. - Timeout: 50. Bern, 59. Ambri. - Ambri ab 58:50 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Biel 1:3 (1:2, 0:1, 0:0)
5837 Zuschauer. - SR Dipietro/Eichmann, Kaderli/Gnemmi.
Tore: 5. Winnik (Almond, Richard/angezeigte Strafe) 1:0. 13. Schmutz (Kreis, Pedretti) 1:1. 15. Rajala (Pouliot) 1:2. 35. Hügli (Ausschluss Rod, Riat) 1:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Richard; Rajala.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Kast, Bezina; Völlmin, Dufner; Mercier; Wingels, Almond, Winnik; Fritsche, Berthon, Bozon; Skille, Richard, Rod; Wick, Maillard, Simek; Kyparissis.
Biel: Hiller; Fey, Salmela; Kreis, Sataric; Moser, Forster; Petschenig; Riat, Pouliot, Rajala; Brunner, Fuchs, Kärki; Künzle, Diem, Hügli; Schmutz, Neuenschwander, Tschantré; Pedretti.
Bemerkungen: Servette ohne Bouma, Fransson, Mayer, Rubin, Antonietti, Vukovic, Martinsson, Douay und Romy (alle verletzt), Biel ohne Lüthi, Paupe und Earl (alle verletzt) und Maurer (krank). - 59:33 Timeout Servette, ab 59:12 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Zug 1:4 (0:0, 0:3, 1:1)
3288 Zuschauer. - SR Stricker/Koch, Obwegeser/Wermeille.
Tore: 24. Everberg (Senteler) 0:1: 33. Schnyder (Zehnder) 0:2. 34. Suri (Diaz, Flynn/Ausschluss Ness) 0:3. 44. Wellman (Clark) 1:3. 59. Senteler (Suri) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Kristo; Martschini.
Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Hächler, Maier; Gähler, Profico; Iglesias, Schmuckli; Helbling, Gurtner; Kristo, Knelsen, Spiller; Clark, Schlagenhauf, Wellman; Mosimann, Mason, Casutt; Primeau, Ness, Hüsler.
Zug: Aeschlimann; Diaz, Morant; Alatalo, Thiry; Zgraggen, Stadler; Schlumpf, Zryd; Widerström, Albrecht, Suri; Martschini, Flynn, Simion; Lammer, Senteler, Everberg; Zehnder, Leuenberger, Schnyder.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Berger (krank) und Gilroy, Zug ohne McIntyre, Klingberg und Stephan (alle verletzt), sowie Roe (gesperrt). - Timeout Rapperswil-Jona (57:45) und von 57:32 bis 57:55 und 58:15 bis 58:56 ohne Torhüter.

(SDA)

Erstellt: 29.01.2019, 19:39 Uhr

Artikel zum Thema

Kenins, der Unruhestifter

Porträt Ronalds Kenins wurde von Lausanne engagiert, um das Team bissiger zu machen. Das bekamen auch die ZSC Lions zu spüren, gegen die er am Dienstag wieder spielt. Mehr...

Zwerger und vier weitere bleiben

Der HC Ambri-Piotta gibt die Vertragsverlängerungen auf besondere Art bekannt. Mehr...

ZSC-Fans attackieren auf A2 Lugano-Fans

Am Samstag kam es auf der Gotthard-Raststätte zu Provokationen und Scharmützeln. Eine Person wurde verletzt. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Die Welt in Bildern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: Menschen in «Txatxus»-Kostümen nehmen am traditionellen ländlichen Karneval in Lantz, Nordspanien, teil. (24. Februar 2020)
(Bild: Villar Lopez) Mehr...