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Traumstart dank Swiss Connection

In seinem ersten NHL-Spiel führte Reto Berra die Calgary Flames zum 3:2 beim Liga-Champion Chicago. Ein alter Bekannter machte es möglich.

Am Sonntagmorgen hatte Bob Hartley, der ehemalige ZSC-­Trainer, Erklärungs­bedarf. Warum stellte er Reto Berra, den ehemaligen Biel-­Goalie, ins Tor der Calgary Flames? Mit genau diesen Worten fragte das natürlich keiner der Reporter, die sich nach dem Aufwärmtraining um den Coach der Flames drängten – dafür war Berra viel zu unbekannt. Dass er 26-jährig und aus «Bulach» war, das stand ja auf der offiziellen Kaderliste. Dass er Schweizer Nationalgoalie war und ein Schlüsselspieler beim Gewinn von WM-Silber im Frühling, das wussten einige vielleicht auch. Aber dass Hartley den Liganeuling ausgerechnet beim Auswärtsspiel in ­Chicago erstmals einsetzte, beim Stanley-Cup-Champion und in einer der lautesten Arenen der NHL, dem «Madhouse on Madison»: Das sorgte doch für Unverständnis. Zu gross schien das Leistungsgefälle zu Calgary, dem drittschlechtesten Team der Conference. Zu gross die Chance für ein Debakel mit dem Schweizer ohne Namen in der NHL. «Die Zeit ist reif», argumentierte Hartley schlicht dagegen, «er ist ein Vollblut.»

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