Visp war auch dieses Mal eine Reise wert

Kloten siegt in der neuen Walliser Arena 4:0 und beendet damit die Erfolgsserie der Visper.

Bild: Walter Bieri/Keystone

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Die Visper sind stolz auf ihre neue Eishalle (und das dürfen sie auch sein). Und sie sind ein Publikum, das den eigenen Club herzhaft unterstützt. Fällt einer ihrer Lieblinge, dann war da sicher ein böses Foulspiel des Gegners dabei.

Doch am Dienstagabend nützte das alles nichts. Der Gegner, in den lokalen Vorschauen als «Krösus» der Liga bezeichnet, war besser. Abgeklärter. «Es war defensiv eines unser bisher besten Saisonspiele», urteilte Coach Per Hanberg. Wer keinen Gegentreffer zulässt, hat vieles richtig gemacht. Das haben die Klotener nun bereits zum vierten Mal getan, 4 von 14 Partien blieb Dominic Nyffeler ohne Gegentreffer.

Einfach hatte er es nicht, und gerade im ersten Drittel durfte er das eine oder andere Mal das Glück beanspruchen, das ein Tüchtiger eben hat. Visp schoss auch aus besten Lagen zu oft neben das Tor. Das hängt auch mit dem Respekt für den gegnerischen Goalie zusammen.

Sieg im Linienkrieg

Entscheidend neben Nyffelers Leistung war der Ausgang des Linienkriegs. Hanberg hatte sein Trio Sutter, Kellenberger, Obrist, unterstützt von den Verteidigern Back und Kindschi, dazu auserkoren, die Visper Toplinie zu kontrollieren. Tomas Dolana, Mark van Guilder und Troy Josephs belegten vor dem Spiel in der Skorerliste der Liga die Ränge 4, 6 und 11, die drei haben so manchem Gegner unlösbare Aufgaben gestellt. Nicht aber Kloten. Die «Checker-Formation» tat sogar mehr, als nur ihren defensiven Auftrag zu lösen. Sie schoss im Mitteldrittel, als das 2:0 so langsam zu einem Vorsprung wurde, der schnell hätte dahin sein können, wenn der Gegner in Schwung käme, die wichtigen Tore: Kellenberger mit seinem fünften Saisongoal das 3:0, Sutter mit seinem ersten Treffer in dieser Saison nur 33 Sekunden später das 4:0. Damit waren die Hoffnungen der Visper auf eine Wende dahin.

Ihr Coach Matti Alatalo hatte versucht, zu Beginn des zweiten Drittels seine Topformation von den Klotener «Kontrolleuren» wegzucoachen, aber es blieb beim Versuch. Hanberg war der Sieger im Linienkrieg, Kloten holte die drei Punkte. Das war der fünfte Sieg für den EHC in Folge, er beendete damit die Erfolgsserie der Visper, die vorher in der Meisterschaft sieben Mal nacheinander gewonnen hatten.

Zuhause hat Kloten verloren

Das hatte durchaus seine Logik. Denn Kloten hat seit dem Abstieg in die Swiss League noch immer in Visp gewonnen. Letztes Jahr noch in der alten Halle 4:1 und 4:2, dieses Jahr nun im Stadion, in dem im Dezember die Schweizer Nationalmannschaft antritt. Dass Kloten dagegen auch diese Saison das erste Heimspiel gegen die Walliser verloren hat, soll auch nicht vergessen werden. Jener Match war Anlass zu einer langen Garderobenansprache des Trainers gewesen.

Seither ist Kloten stabiler geworden. Und lässt sich auch nicht aus dem Konzept bringen, wenn der Gegner am Anfang ein bisschen drückt. Mit der erst zweiten Chance des Abends brachte Faille mit seinem neunten Saisontor Kloten in Führung, und Verteidiger David Stämpfli frustrierte die Visper mit dem 2:0 nach 19 Minuten. Gerade im Einsatz zuvor hatten die Walliser drei Topchancen vergeben, dann folgte der Konter und das zweite Tor.

Mit den drei Punkten liess sich die vierstündige Heimfahrt Klotens auch angenehmer an. Am Freitag folgt das nächste Topspiel, der Gegner ist dann Langenthal. Kloten verlängerte gestern den Vertrag mit Patrick Obrist bis Ende 2023. Edson Harlacher (23) unterschrieb bis Saisonende.

Erstellt: 22.10.2019, 22:59 Uhr

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