Vorweihnachtsknall beim HC Lugano

Wenige Stunden nach dem blamablen 2:7 in Ambri haben die Südtessiner Trainer Sami Kapanen entlassen.

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Ein 2:7 ist gegen jeden Gegner schlimm, im Derby kommt es einer Höchststrafe gleich. Die Leistung, die der HC Lugano am Dienstag in der Valascia ablieferte, liess die Entscheidungsträger den Beschluss fassen, das Team höre nicht mehr auf den Trainerstab. Und so wurden am Mittwoch am Morgen Sami Kapanen und Assistent Stefan Nyman wenig überraschend ihrer Funktionen enthoben.

Die Entlassung kommt wenige Tage, nachdem Hnat Domenichelli angekündigt hatte, das Team werde nach der Nationalmannschaftspause ein anderes Gesicht aufweisen. Damit hatte er allerdings Veränderungen im Spielerkader gemeint, in den letzten Tagen waren Goalie Niklas Schlegel (vom SC Bern) und Stürmer Davic McIntyre (EV Zug) an die Gestade des Ceresio gezogen.

Dass der Traditionsclub fast dauerhaft unter dem Trennstrich dümpelt, kann nicht der Anspruch des HCL sein. Allerdings sah sich die frühere finnische Spielerlegende Kapanen von Anfang an einer enormen Herausforderung gegenüber. Die letzte Saison war schon missraten, danach verliessen Stargoalie Elvis Merzlikins, Topskorer Gregory Hofmann, Provokateur Maxim Lapierre und Veteran Sébastien Reuille den Club. Es war seit Sommer klar, dass die Playoff-Qualifikation kein Freilos darstellen würde.

Da in den unteren Tabellengefilden die Clubs noch nahe beieinander liegen, kann Lugano die Top 8 noch erreichen. Der Rückstand des Elften auf Fribourg-Gottéron beträgt aktuell vier Punkte, zusätzlich hat Lugano zwei Spiele mehr ausgetragen. In den verbleibenden drei Partien bis Weihnachten übernimmt Hnat Domenichelli das Team, gleichzeitig wird der einstige Spieleragent seinen eigenen Nachfolger suchen.


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(mke)

Erstellt: 18.12.2019, 11:28 Uhr

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