ZSC chancenlos in Langnau – Penalty-Sieg für Davos

Davos entscheidet das Kellerduell gegen die Lakers im Penaltyschiessen. Niederlagen für den ZSC und den SCB.

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Enzo Corvi verwertete als letzter und einziger der zehn angelaufenen Schützen den Versuch im Penaltyschiessen. Der Nationalstürmer traf auf kuriose Weise: Nachdem ihm der Puck entglitten war, musste er umkehren. Der Treffer wurde nach einem Videostudium der Schiedsrichter schliesslich anerkannt. Die Scheibe befand sich immer in Vorwärtsbewegung.

Davos kam damit nicht unverdient aber spät doch noch zum ersten Meisterschaftssieg seit fast vier Wochen. Bis fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte es für das Team von Arno Del Curto noch nach einem weiteren Tiefschlag ausgesehen. Trotz klarem Chancenplus geriet der HCD in der 42. Minute in Rücklage. Roman Schlagenhauf hatte für Rapperswil-Jona zum 1:0 abgelenkt, zehn Minuten vor Schluss scheiterte Radek Smolenak am Pfosten. Der Ausgleich durch den HCD-Schweden Anton Rödin (1. Saisontor) fiel schliesslich in der 56. Minute und sorgte dafür, dass die Rote Laterne in Rapperswil-Jona bleibt.

Tigers weiter im Hoch

Die verblüffenden SCL Tigers sind kaum zu stoppen. Mit einem ungefährdeten 4:1-Heimsieg gegen den Meister ZSC Lions feierten die Emmentaler den fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen. Matchwinner war der Kanadier Chris DiDomenico als Doppeltorschütze und mit insgesamt drei Skorerpunkten. Die Vorentscheidung fiel, als die Gastgeber einen Querpass von ZSC-Verteidiger Dave Sutter abfingen und der Kanadier Aaron Gagnon mit dem Konter das 3:0 erzielte. Die unterlegene Lions fanden keine spielerische Mittel, um die kaltblütigen und disziplinierten Emmentaler vom Weg zum Sieg abzubringen.

Keine Punkte für den SCB

Der HC Lugano setzt seine Aufwärtstendenz fort. Beim 4:2 daheim gegen den SC Bern feiern die Tessiner dank einem starken Mitteldrittel den dritten Sieg in Serie. Nach einem ängstlichen Beginn nahm das Team von Greg Ireland im Mitteldrittel richtig Fahrt auf und drehte einen 1:2-Rückstand durch Tore von Maxim Lapierre, Linus Klasen und Topskorer Gregory Hofmann bis zur 36. Minute zum 4:2-Endstand. Die Tore zum 3:2 und 4:2 fielen innerhalb von 62 Sekunden. Bern, das durch Calle Andersson (5.) und einem Shorthander des Slowenen Jan Mursak (17.) zweimal in Führung gegangen war, fand darauf keine Antwort mehr.

Torfestival in Genf

Lausanne kommt mit einem 6:4-Sieg bei Genève-Servette zum dritten Erfolg in Serie. Die Gäste machten im Mitteldrittel aus einem 0:1-Rückstand eine 5:2-Führung. Fünf der sieben Tore der beiden Teams in den ersten beiden Dritteln fielen in Überzahl, drei davon erzielten die Gäste zur siegweisenden 5:2-Führung. Und dies innerhalb von 107 Sekunden in der Schlussphase des zweiten Abschnitts. Joël Vermin glänzte im Léman-Derby mit seinen Saisontoren 8 und 9.

Kantersieg für Biel

Biel feiert mit einem 6:0 über Ambri-Piotta den höchsten Heimsieg über die Leventiner seit einem identischen Erfolg im Jahre 1992. Sechs verschiedene Spieler trafen für Biel, das vier Tore in Überzahl erzielte. Die Partie war bereits zu Beginn des Mitteldrittels und Biels zweitem Powerplaytor entschieden, als Damien Riat in doppelter Überzahl erfolgreich war. Schliesslich erhöhte Ambris früherer Stürmer Jason Fuchs nach erst 22 Minuten auf 5:0.

Bittere Niederlage für Zug

Nach zuletzt wettbewerbsübergreifend sechs Spielen ohne Niederlage muss sich der EV Zug zuhause gegen Fribourg-Gottéron 1:4 geschlagen geben. Die Zuger gingen bereits nach sechs Minuten durch Yannick Zehner in Führung. Doch noch vor der ersten Pause drehten Gottéron die Partie mit einem Doppelschlag innerhalb von 45 Sekunden. Topskorer Julien Sprunger (18.) und Andrej Bykow (19.) trafen für die Gäste. Tristan Vauclair (44.) und Kilian Mottet mit dem 4:1 ins leere Tor sorgten schliesslich für einen nicht unverdienten aber am Ende zu hohen Sieg der Freiburger.

Rapperswil-Jona - Davos 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:0) n.P.
4735 Zuschauer. - SR Koch/Kaukokari, Kehrli/Duarte.
Tore: 42. Schlagenhauf (Schmuckli) 1:0. 56. Rödin (Prince/Ausschluss Schmuckli) 1:1.
Penaltyschiessen: Kristo -, Pestoni -; Smolenak -, Du Bois -; Knelsen -, Rödin -; Mason -, Prince -; Profico -, Corvi 0:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 3mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Mason; Pestoni.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Hächler, Maier; Profico, Berger; Gähler, Schmuckli; Gurtner; Kristo, Knelsen, Smolenak; Hollenstein, Ness, Aulin; Rizzello, Schlagenhauf, Hüsler; Mosimann, Mason, Brem; Lindemann.
Davos: Lindbäck; Paschoud, Du Bois; Stoop, Heldner; Barandun, Nygren; Jung; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Rödin, Corvi, Hischier; Pestoni, Bader, Prince; Egli Aeschlimann, Meyer; Frehner.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Casutt, Helbling, Wellman, Gilroy, Schweri und Spiller, Davos ohne Sandell (alle verletzt) und Lindgren (überzähliger Ausländer). - Pfostenschüsse: Smolenak (16.), Kristo (50.); Rödin (11.), Pestoni (22.). Kicktore von Aulin (44.) und Rödin (62.) aberkannt. Timeout Davos (44.)

SCL Tigers - ZSC Lions 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
5289 Zuschauer. - SR Urban/Lemelin, Kovacs/Wolf.
Tore: 13. Neukom (Cadonau, Elo) 1:0. 32. DiDomenico (Gagnon/Ausschluss Bachofner) 2:0. 38. Gagnon (Elo, Neukom) 3:0. 42. Shore (Hollenstein) 3:1. 59. DiDomenico 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Pesonen; Bachofner.
SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Blaser; Lardi, Erni; Cadonau, Huguenin; Leeger; Elo, Gagnon, Neukom; DiDomenico, Gustafsson, Pesonen; Nils Berger, Diem, Kuonen; Rüegsegger, Pascal Berger, Flurin Randegger; Melnalksnis.
ZSC Lions: Schlegel; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Blindenbacher; Noreau, Karrer; Berni; Herzog, Shore, Hollenstein; Bodenmann, Schäppi, Cervenka; Chris Baltisberger, Prassl, Bachofner; Miranda, Sigrist.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Johansson (überzähliger Ausländer) sowie Dostoinow (verletzt), ZSC ohne Geering, Nilsson, Wick, Flüeler, Suter und Hinterkircher (alle verletzt), Pettersson (überzähliger Ausländer) sowie Marti (gesperrt). 500. Spiel in der höchsten Spielklasse von Flurin Randegger. - Pfosten: 5. Pesonen, 15. Bachofner. - Latte: 35. Kuonen, 55. Hollenstein. - 57:02 Timeout ZSC Lions, bis 58:21 ohne Torhüter.

Lugano - Bern 4:2 (1:2, 3:0, 0:0)
5900 Zuschauer. - SR Stricker/Hebeisen, Fuchs/Castelli.
Tore: 5. Andersson 0:1. 12. Haapala (Sannitz) 1:1. 17. Mursak (Blum/Ausschluss Haas!) 1:2. 22. Lapierre (Vauclair, Loeffel) 2:2. 35. (34:54) Klasen (Loeffel) 3:2. 36. (35:56) Hofmann (Sannitz, Haapala) 4:2.
Strafen: 2mal 2 plus 10 Minuten (Lapierre) gegen Lugano, 5mal 2 plus 10 Minuten (Rüfenacht) gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Hofmann; Ebbett.
Lugano: Merzlikins; Wellinger, Ulmer; Vauclair, Loeffel; Chiesa, Chorney; Riva, Jecker; Walker, Lapierre, Jörg; Haapala, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Morini, Klasen; Fazzini, Romanenghi, Reuille.
Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Bieber; Sciaroni, Haas, Scherwey; Berger, Heim, Kämpf; Grassi.
Bemerkungen: Lugano ohne Lajunen (krank), Cunti, Bertaggia und Sartori, Bern ohne Marti und Untersander (alle verletzt). - Fazzini nach dem ersten Drittel verletzt ausgeschieden. Timeout Bern (59.) und von 57:25 bis 60:00 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Lausanne 4:6 (1:0, 1:5, 2:1)
6099 Zuschauer. - SR Massy/Tscherrig, Pitton/Altmann.
Tore: 4. Mercier (Richard) 1:0. 25. Antonietti (In-Albon) 1:1. 28. Leone (Herren, Junland/Ausschluss Kast). 29. Winnik (Ausschluss Junland) 2:2. 37. Vermin (Herren/Ausschluss Vukovic) 2:3. 37. Herren (Junland, Leone/Ausschluss Richard) 2:4. 38. Vermin (Ausschluss Richard) 2:5. 41. (40:10) Völlmin (Almond, Wick) 3:5. 47. Nodari (Kenins, Bertschy) 3:6. 56. Rod 4:6.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Almond; Junland.
Genève-Servette: Mayer (41. Descloux); Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Völlmin, Mercier; Bezina, Bozon; Wick, Tanner, Almond; Skille, Kast, Winnik; Simek, Romy, Rod; Fritsche, Berthon, Douay.
Lausanne: Zurkirchen; Junland, Grossmann; Nodari, Genazzi; Frick, Lindbohm; Trutmann, Borlat; Vermin, Jeffrey, Leone; Bertschy, Mitchell, Kenins; Antonietti, In-Albon, Herren; Traber, Schelling, Roberts.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bouma, Wingels, Petschenig und Rubin (alle verletzt), Lausanne ohne Emmerton (überzähliger Ausländer), Simic, Boltshauser, Froidevaux und Zangger (alle verletzt). - 43. Simek verletzt ausgeschieden. - Servette ab 58:59 ohne Torhüter.

Biel - Ambri-Piotta 6:0 (3:0, 2:0, 1:0)
5702 Zuschauer. - SR Eichmann/Oggier, Borga/Haag.
Tore: 6. Neuenschwander (Schmutz) 1:0. 12. Lüthi (Moser, Schmutz) 2:0. 19. Brunner (Fuchs /Ausschluss Kostner) 3:0. 21. (20:41) Riat (Pouliot, Brunner/Ausschluss Kostner, D'Agostini) 4:0. 22. Fuchs (Kreis, Riat/Ausschluss D'Agostini) 5:0. 58. Salmela (Rajala/Ausschluss Guerra) 6:0.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Biel, 8mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Rajala; Kubalik.
Biel: Hiller; Kreis, Salmela; Dufner, Sataric; Moser, Maurer; Egli; Pedretti, Pouliot, Rajala; Brunner, Fuchs, Earl; Riat, Tschantré, Künzle; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi; Hügli.
Ambri-Piotta: Manzato (22. Conz); Plastino, Fischer; Guerra, Fora; Ngoy, Dotti; Kienzle, Jelovac; Hofer, Novotny, Zwerger; D?Agostini, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Incir; Lauper, Kneubühler, Mazzolini.
Bemerkungen: Biel ohne Forster und Diem (beide verletzt) sowie Fey (krank). - Ambri ohne Lerg, Bianchi, Goi und Pinana (alle verletzt). - 48. Pfostenschuss Neuenschwander.

Zug - Fribourg-Gottéron 1:4 (1:2, 0:0, 0:2)
6712 Zuschauer. - SR Salonen/Mollard, Gnemmi/Gurtner.
Tore: 6. Zehnder (Martschini) 1:0. 18. (17:31) Sprunger (Schmutz) 1:1. 19. (18:16) Bykow (Miller) 1:2. 44. Vauclair 1:3. 59. Mottet (Chavaillaz) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 1mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Sprunger.
Zug: Stephan; Diaz, Stadler; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen; Klingberg, Senteler, Stalberg; Martschini, Zehnder, Suri; Widerström, Albrecht, Simion; Haberstich, Leuenberger, Schnyder.
Fribourg-Gottéron: Berra; Holös, Chavaillaz; Abplanalp, Stalder; Schneeberger, Forrer; Ryser; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Micflikier; Sprunger, Walser, Miller; Lhotak, Schmutz, Vauclair; Meunier.
Bemerkungen: Zug ohne McIntyre, Roe, Lammer, Zryd und Morant, Fribourg-Gottéron ohne Birner, Furrer und Schilt (alle verletzt). - Pfostenschüsse: Zehnder (31.), Senteler (33.) und Suri (57.) Timeout Zug (55:05) und danach bis 58:06 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Biel 16/33 (58:32). 2. SCL Tigers 14/27 (43:27). 3. Bern 14/26 (40:25). 4. Zug 14/26 (39:32). 5. Fribourg-Gottéron 16/26 (38:38). 6. ZSC Lions 14/24 (31:31). 7. Lausanne 16/22 (41:42). 8. Lugano 14/21 (43:34). 9. Ambri-Piotta 14/21 (34:41). 10. Genève-Servette 15/20 (34:43). 11. Davos 14/11 (25:53). 12. Rapperswil-Jona Lakers 15/7 (17:45). (fsc/SDA)

Erstellt: 30.10.2018, 19:19 Uhr

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