«Ein Modell wie unseres wird in vielen Vereinen die Zukunft sein»

Rolf Tresch, der neue Präsident des EHC Kloten, erklärt, was der Verein nun braucht – und er lobt die treuen Fans.

Rolf Tresch hat als neuer Kloten-Präsident klare Vorstellungen: «Nicht der Präsident, nicht die Finanzen, sondern der Sport soll im Vordergrund stehen.»

Rolf Tresch hat als neuer Kloten-Präsident klare Vorstellungen: «Nicht der Präsident, nicht die Finanzen, sondern der Sport soll im Vordergrund stehen.» Bild: Roland Jauch

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Der Nachname Tresch weckt Erinnerungen an den Urner Skirennfahrer Walter Tresch. Und Rolf Tresch hat tatsächlich auch Urner Wurzeln. Sein Sport aber war der Fussball. Erst später kam der 46-Jährige zum Eishockey und zum EHC Kloten, bei dem er seit drei Jahren Sponsor und Logenbesitzer und seit dem 29. April Präsident ist. Das muss zwar an der Generalversammlung noch bestätigt werden, aber das ist mit den Aktien, die von Vorgänger Lehmann im Verwaltungsrat übernommen und verteilt worden sind, reine Formsache.

Tresch hat eine klare Vorstellung von seinen Engagement bei Kloten: «Nicht der Präsident, nicht die Finanzen, sondern der Sport soll im Vordergrund stehen. Wir haben ein Team zusammen, mit dem der EHC Kloten wieder Erfolg haben kann, wir befinden uns auf dem richtigen Weg», sagt er. Tresch hat das Konzept der breiten Abstützung durch einen Verwaltungsrat und die Gruppe von Freunden überzeugt, «das bringt Ruhe rein. Natürlich wird es das Mäzenatentum weiterhin geben, aber ein Modell wie unseres wird in vielen Vereinen die Zukunft sein.»

Die Anfrage, ob er sich im EHC Kloten engagieren wolle, kam im Sommer 2018. Nach Weihnachten entschied er sich, die neue Herausforderung anzunehmen. Was bedingte, dass er sein Amt als Präsident des FC Ägeri, der in der 2. Liga interregional spielt, niederlegen würde. «Präsident des FC und gleichzeitig Präsident des EHC, das geht nicht. Denn wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig.» Am 9. März trat er als Präsident des Fussballclubs zurück.

Mit Demut, Ruhe und Geduld

Was ihn in Kloten neben dem Konzept und der Nachwuchsförderung überzeugt hat: «So eine treue Fangemeinschaft habe ich noch selten gesehen. Trotz des Abstiegs haben die Anhänger zu uns gehalten.»

Was er im Namen des Verwaltungsrats nicht nur einfach so für die Fans, sondern aus Überzeugung sagt: «Kloten kann und will aufsteigen. Wir benötigen dazu Demut, Ruhe und Geduld. Wir dürfen mit breiter Brust dastehen.» Aber nicht so wie nach dem Abstieg, als man wohl gedacht habe, dass das jetzt alles automatisch schon gut komme.

Tresch hat am ersten Tag in neuer Position eine gute Figur abgegeben. Man hat nach dem Besitzerwechsel auf jeden Fall den Eindruck, dass sich eine eingespielte Crew mit dem neuen Mann an der Spitze in eine gute Richtung bewegt.

Erstellt: 30.04.2019, 18:57 Uhr

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