Moser schiesst SCB zum Sieg – Spektakel im Tessin

Der SC Bern hat das Duell gegen Rapperswil-Jona Lakers für sich entschieden. Ambri-Piotta kommt in einem spektakulären Tessiner Derby zu einem 6:4-Heimsieg.

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Lange Zeit sah es danach aus, als würde Bern die Lakers zum vierten Mal in Serie mit 2:1 bezwingen. 34 Sekunden vor dem Ende gelang Moser mit einem Schuss ins leere Tor aber noch das 3:1. Der zweifache WM-Silbermedaillengewinner mit der Schweiz hatte in der 25. Minute schon das entscheidende 2:1 erzielt.

Dabei war Rapperswil-Jona in der 14. Minute durch ein Powerplay-Tor von Corsin Casutt zum dritten Mal in der laufenden Meisterschaft gegen Bern in Führung gegangen. In der Folge schafften es die Gäste aber erneut nicht, einen zweiten Treffer nachzulegen. Sie haben in sämtlichen sechs Saisonspielen gegen die Berner nur ein Tor erzielt. Thomas Rüfenacht glich noch vor der ersten Pause zum 1:1 (18.) aus.

Spektakel im Tessin

Das im Kampf um die Vergabe der Playoff-Plätze so kapitale Tessiner Derby hielt, was die Affiche an Zunder und Spannung versprach. Ein wiederholt offener Schlagabtausch, eine spektakuläre Wende, unnachgiebiges Zweikampfverhalten und Emotionen pur prägten das Geschehen auf dem Eis.

Zwei Treffer von Lugano und einer von Ambri-Piotta wurden jeweils erst nach Konsultationen der Video-Bilder anerkannt. Und Ambri-Piotta machte aus einem 1:3-Rückstand nach zehn Minuten bis zur 26. Minute eine 4:3-Führung.

Ambri-Piotta feierte mit dem Erfolg über Lugano den zehnten Sieg aus den letzten zwölf Heimspielen. Zudem gewannen die Leventiner vier von sechs Tessiner Derbys in der laufenden Saison.

Befreiungsschlag für ZSC

Ebenfalls etwas Luft im Kampf am Strich verschafften sich Arno Del Curto und seine ZSC Lions. Die Zürcher reagierten in Biel nur 74 Sekunden nach dem 2:2-Ausgleich des Heimteams mit dem 3:2-Siegtreffer in der 59. Minute durch Simon Bodenmann im Powerplay. Die fünftklassierten Seeländer dürfen sich damit ihrer Playoff-Qualifikation weiterhin nicht sicher sein.

Fünfter Sieg in Serie

Lausanne kommt im Kampf um die Playoff-Plätze zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg über Fribourg. Die Waadtländer holen sich sich mit dem fünften Sieg in Folge den 3. Rang von den SCL Tigers zurück.

Davos beendet Negativserie

Das zehntklassierte Genève-Servette verspielt mit einer 2:5-Heimniederlage gegen den Vorletzten Davos wohl vorentscheidendes Terrain im Kampf um die Rückkehr in die Playoff-Ränge.

Leader bezwingt Tigers

Der EV Zug feiert im Topspiel der Runde gegen die SCL Tigers einen 4:2-Heimsieg. Während der Leader den dritten Erfolg in Serie feiert, verlieren die Emmentaler nach vier Siegen wieder einmal.

Telegramme

Bern - Rapperswil-Jona Lakers 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)
14'997 Zuschauer. SR Dipietro/Massy, Progin/Schlegel.
Tore: 12. Casutt (Knelsen, Schlagenhauf/Ausschluss Grassi) 0:1. 18. Rüfenacht (Andersson, Almquist) 1:1. 25. Moser (Arcobello, Rüfenacht) 2:1. 60. (59:26) Moser (Haas) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 plus 10 Minuten (Helbling) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Wellman.
Bern: Genoni; Burren, Almquist; Kamerzin, Blum; Andersson, Beat Gerber; Colin Gerber; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Bieber; Sciaroni, Haas, Scherwey; Grassi, Heim, Alain Berger; Kämpf.
Rapperswil-Jona: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Profico, Maier; Gähler, Sven Berger; Helbling, Gurtner; Kristo, Schlagenhauf, Spiller; Clark, Knelsen, Wellman; Mosimann, Mason, Casutt; Schweri, Ness, Hüsler.
Bemerkungen: Bern ohne Boychuk (überzähliger Ausländer), Untersander und Krueger. Rapperswil-Jona Lakers ohne Hächler und Gilroy (alle verletzt). Lakers von 58:41 bis 59:26 ohne Goalie.

Ambri-Piotta - Lugano 6:4 (3:3, 1:0, 2:1)
6500 Zuschauer (ausverkauft). SR Hebeisen/Urban, Kovacs/Obwegeser.
Tore: 2. Hofmann (Morini) 0:1. 5. Chorney (Hofmann) 0:2. 5. Hofer (Novotny, D'Agostini) 1:2. 10. Hofmann (Sannitz) 1:3. 16. Jelovac (Goi) 2:3. 20. (19:06) Hofer (Kubalik, Fora/Ausschluss Loeffel) 3:3. 26. Plastino (Kostner, Trisconi) 4:3. 45. Kostner (Bianchi) 5:3. 57. Chiesa (Haapala) 5:4. 59. Bianchi (D'Agostini) 6:4.
Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Goi) gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 plus 10 Minuten (Bertaggia) gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Kubalik; Hofmann.
Ambri-Piotta: Conz; Fischer, Guerra; Fora, Jelovac; Plastino, Ngoy; Moor; Mazzolini, Goi, Lauper; Zwerger, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Novotny, Hofer; Incir.
Lugano: Merzlikins (14. bis 16. Müller); Loeffel, Chorney; Ulmer, Vauclair; Chiesa, Riva; Ronchetti; Bürgler, Lajunen, Lapierre; Jörg, Morini, Bertaggia; Haapala, Sannitz, Hofmann; Fazzini, Romanenghi, Reuille.
Bemerkungen: Ambri ohne Kienzle, Dotti, Lerg und Pinana (alle verletzt), Lugano ohne Cunti, Walker und Wellinger (alle verletzt) sowie Klasen (krank). - Pfosten: 51. Bürgler. 58:33 Timeout Ambri. - Lugano ab 58:48 ohne Torhüter.

Biel - ZSC Lions 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)
5755 Zuschauer. SR Wiegand/Stricker, Castelli/Cattaneo.
Tore: 6. Chris Baltisberger (Herzog) 0:1. 9. Pouliot (Brunner, Riat, Ausschlüsse Moore, Schäppi) 1:1. 32. Suter (Noreau, Bodenmann) 1:2. 58. Rajala (Kärki, Forster/Ausschluss Pouliot!) 2:2. 59. Bodenmann (Cervenka/Ausschluss Pouliot) 2:3. 60. (59:28) Bodenmann (Cervenka) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Biel: Hiller; Fey, Salmela; Kreis, Sataric; Moser, Forster; Petschenig; Riat, Pouliot, Rajala; Brunner, Neuenschwander, Künzle; Hügli, Fuchs, Kärki; Schmutz, Tschantré, Pedretti; Lüthi.
ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Noreau, Geering; Karrer, Marti; Sutter, Berni; Bachofner, Moore, Cervenka; Bodenmann, Suter, Hollenstein; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Miranda, Prassl, Hinterkircher.
Bemerkungen: Biel ohne Earl (überzähliger Ausländer), Diem und Paupe. ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Wick, Backman (alle verletzt) und Pettersson (überzähliger Ausländer). - 32. Hiller hält Penalty von Hollenstein. - Timeout Biel (58:23), von 58:37 bis 59:28 ohne Goalie.

Lausanne - Fribourg-Gottéron 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
6700 Zuschauer (ausverkauft). SR Salonen/Mollard, Kaderli/Fuchs.
Tore: 37. Grossmann (Emmerton/Ausschluss Mottet) 1:0. 58. Bertschy (Jeffrey) 2:0. 60. (59:07) Jeffrey (Bertschy) 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Sprunger.
Lausanne: Zurkirchen; Truttmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Schelling; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Kenins, Emmerton, Partanen; Moy, Froidevaux, Leone; Antonietti, In-Albon, Herren; Traber.
Fribourg-Gottéron: Berra; Holös, Chavaillaz; Abplanalp, Stalder; Schneeberger, Schilt; Forrer; Bertrand, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Micflikier; Sprunger, Walser, Mottet; Meunier, Schmutz, Vauclair; Lhotak.
Bemerkungen: Lausanne ohne Borlat, Mitchell und Junland (alle verletzt), Gottéron ohne Furrer (verletzt), Miller (überzähliger Ausländer). - 57:54 Timeout Gottéron von 58:02 bis 59:08 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Davos 2:5 (0:2, 0:0, 2:3)
6182 Zuschauer. SR Koch/Tscherrig, Wolf/Altmann.
Tore: 5. (4:26) Corvi 0:1. 5. (4:55) Pestoni (Hischier) 0:2. 48. Frehner 0:3. 50. Hischier (Pestoni) 0:4. 56. (55:28) Winnik (Richard, Bezina) 1:4. 56. (55:46) Martinsson (Richard) 2:4. 60. (59:55) Nygren 2:5 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Richard; Pestoni.
Genève-Servette: Mayer; Martinsson, Tömmernes; Mercier, Fransson; Völlmin, Bezina; Antonietti, Dufner; Fritsche, Berthon, Bozon; Rubin, Almond, Simek; Wick, Tanner, Winnik; Riat, Kast, Maillard.
Davos: Lindbäck; Du Bois, Kundratek; Barandun, Nygren; Heldner, Jung; Buchli; Bader, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Meyer; Hischier, Aeschlimann, Pestoni; Frehner, Egli, Kessler.
Bemerkungen: Servette ohne Bouma, Wingels, Skille, Jacquemet, Vukovic, Douay, Romy und Rod (alle verletzt), Davos ohne Sandell, Dino Wieser, Paschoud und Stoop (alle verletzt) sowie Rödin (überzähliger Ausländer) sowie Senn (krank). - 5. Timeouts: Servette, 56. Davos. - 10. Corvi verletzt ausgeschieden. - Servette von 57:50 bis 59:55 ohne Torhüter.

Zug - SCL Tigers 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)
6828 Zuschauer. SR Lemelin/Müller, Wüst/Ambrosetti.
Tore: 13. Albrecht 1:0. 28. Glauser (Neukom, Diem/Ausschluss Alatalo) 1:1. 32. Diaz (Roe) 2:1. 40. Flynn (Roe, Everberg) 3:1. 51. Dostoinow (Gagnon) 3:2. 53. Martschini (Simion) 4:2.
Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Thiry) gegen Zug, 5mal 2 plus 10 Minuten (DiDomenico) gegen die SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Martschini; DiDomenico.
Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Zgraggen, Stadler; Thiry; Everberg, Roe, Flynn; Leuenberger, Albrecht, Suri; Martschini, McIntyre, Simion; Zehnder, Senteler, Schnyder.
SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Randegger; Elo, Gagnon, Dostoinow; DiDomenico, Pascal Berger, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, Gustafsson, Nils Berger.
Bemerkungen: Zug ohne Klingberg (EVZ Academy), Lammer und Zryd. SCL Tigers ohne Blaser, Punnenovs, Johansson (alle verletzt) und Giliati (überzähliger Ausländer). - Pfosten-/Lattenschüsse: 14. Neukom, 22. Lardi, 37. Gagnon.
(sda)

Erstellt: 15.02.2019, 19:28 Uhr

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